
Rasen säen: So geht’s
Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:
Kristell, Selbstständige im Gartenbau, Hessen
Wichtige Eigenschaften
- Bodenreinigung
- Nivellierung
- Aussaat
- Bedeckung
- Walzgang
1. Bereiten Sie den Boden vor
Der erste Schritt bei der Aussaat des Rasens ist die Bodenvorbereitung. Lockern Sie den Boden, jäten Sie Unkraut und entfernen Sie Rasenüberreste vom Vorjahr. So können Sie auf neutraler Basis neu anfangen. In kleinen Gärten können Sie die Vorbereitung manuell mit einer Hacke durchführen. Bei über 100 m² ist es jedoch ratsam, eine Motorhacke zu kaufen oder zu mieten.
Damit der Vorbereitung gelingt, sind vier einfache Regeln zu beachten:
Planen Sie die Vorbereitung des Bodens an einem sonnigen Tag ein.
Wässern Sie den Boden vorher nicht zu viel.
Falls Sie eine Motorhacke verwenden, reduzieren Sie die Rotationsgeschwindigkeit der Fräsen, damit das Unkraut mit Wurzeln entfernt und der Boden nicht zu fein gehakt wird. In letzterem Fall würde sich der Boden bei den ersten Regentropfen verdichten.
Lassen Sie den Boden nach dem Umgraben ruhen und die Sonne die letzten noch nicht entfernten Gräser austrocknen.
Hacken
2. Ebenen Sie den Boden
Wenn der Boden nackt ist und alle Pflanzen entfernt wurden, muss der Boden nivelliert werden. Dadurch erhalten Sie eine ebene und gut belüftete Oberfläche.
Ebnen Sie die Erde mithilfe einer Gartenhacke oder Rechens. Es geht darum, Löcher zu schließen, Klumpen zu glätten sowie Steine und Wurzeln zu entfernen.
3. Säen Sie den Rasen
Nach dem Nivellieren ist der Boden bereit, die Samen aufzunehmen. Die Aussaat des Rasens passiert im Flug, das heißt, dass der Gärtner den Samen gleichmäßig auf dem Boden verteilt. Streuen Sie jeweils eine Handvoll Samen auf die Erde. Die richtige Handbewegung kann anfangs schwierig und ungenau sein. Nehmen Sie sich eine Sämaschine für eine gleichmäßigere Aussaat zur Hilfe.
Um einen schönen und dichten Rasen zu erhalten, müssen ca. 40 g Samen pro m² verteilt werden. Für eine ordentliche Aussaat folgen Sie diesen fünf wichtigen Tipps:
Die für die Aussaat gewählte Grassamenmischung hängt von der Verwendung ab, die der Gärtner aus seinem Rasen machen möchte (Spiele, Ziergarten usw.).
Das Saatpaket muss vor dem Gebrauch gut geschüttelt werden: Die kleineren Samen neigen dazu, am Boden der Packung zu verbleiben. Für eine homogene Verteilung der Sorten schütteln Sie den Beutel einige Sekunden lang.
Der Rhythmus ist sehr wichtig bei der Aussaat mit der Hand. Sie müssen dieselbe Geste in präzisen und regelmäßigen Abständen ausführen, um eine gleichmäßige Aussaat zu gewährleisten.
Das Wetter spielt eine wichtige Rolle, die Aussaat sollte nicht durchgeführt werden, wenn Wind oder Regen droht.
Setzen Sie Markierungen im Garten, damit Sie nicht mehrmals an derselben Stelle säen.
Aussaat des Rasens
4. Bedecken Sie die Samen mit Erde
Die Samen sind jetzt auf dem Boden verteilt. Sie müssen jetzt mit Erde bedeckt werden.
Dafür verwenden Sie wieder einen Rechen. Die Samen sollten etwa 1 cm in den Boden eingearbeitet werden.
Es ist nicht notwendig, übermäßig zu harken: Ein oberflächliches Rechen reicht aus. Die Samen sollten nicht zu viel bewegt werden.
Rechen
5. Walzen Sie die Samen in die Erde
Um den Kontakt zwischen Samen und Boden zu fördern, können Sie eine Rasenwalze über den geharkten und trockenen Boden führen.
Dieses Werkzeug ähnelt einem Hohlzylinder aus Metall oder Kunststoff. Er wird mit Wasser oder Sand gefüllt. Es gibt Gartenwalzen zum Schieben oder zum Ziehen. Ziel ist es, die Oberfläche zu planieren und die Rasensamen in den Boden zu drücken. Die Walze wird auch ganzjährig für die Rasenpflege eingesetzt.
Rasenwalzen
5 Tipps für die Pflege nach der Aussaat
Bravo! Die Aussaat des Rasens ist nun abgeschlossen, aber die Arbeit des Gärtners ist noch nicht beendet. Denn der Rasen muss jetzt gepflegt werden, um gut heranzuwachsen. Hier sind fünf Tipps für eine erfolgreiche Rasenpflege.
Gießen: Der Boden sollte immer feucht bleiben. Eine erfolgreiche Bewässerung ist eine Bewässerung, die keine Pfützen hinterlässt, sondern eher oberflächlich und regelmäßig ist. Denken Sie daran: Es ist besser, öfter wenig zu gießen, als zu viel.
Unkraut jäten: Anderes Gras, das nicht zum Rasen gehört, muss entfernt werden.
Den Rasen walzen: Wenn der Rasen eine Höhe von etwa 5 cm erreicht hat, ist es notwendig, diesen nochmals zu walzen. Das fördert die Verankerung des Rasens im Boden und beugt Staunässe vor.
Den Rasen mähen: Der erste Schnitt wird durchgeführt, wenn die Samen aufgekeimt sind. Die Grasbüschel sind dann zwischen 8 und 10 cm hoch. Mähen Sie den Rasen auf 5 cm, um die Wurzelbildung zu fördern und sammeln Sie das Schnittgut auf, wenn Ihr Rasenmäher keinen Auffangkorb hat.
Den Rasen erneut walzen, um diesen um Boden zu verankern.
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Ratgeber verfasst von:
Kristell, Selbstständige im Gartenbau, Hessen
Meine Leidenschaft sind die Natur und essbare Wildpflanzen. In meinem Beruf und in meinem Privatleben, versuche ich deshalb immer ökologisch umweltfreundliche Lösungen zu finden. Vom Gemüsegarten bis zu Blumenbeeten, von der Saat bis zur Ernte, ich habe viele Tipps und Tricks, die ich gerne mit Ihnen teile.