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Pilze züchten: So geht's

Pilze züchten: So geht's

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

3 Min. Lesezeit
Statt Pilze im Wald zu sammeln, können Sie sie auch einfach und schnell selbst züchten. Hobby-Pilzzüchter ernten die Speisepilze aus eigenem Anbau das ganze Jahr über und verwenden Sie für leckere Rezepte. Mittlerweile gibt es viele praktische Pilzzucht-Sets, die es jedem ermöglichen die eigenen Pilze zu ernten. Ob Champignon oder Shiitake-Pilz – hier erfahren Sie, welche Sorten sich für die Pilzzucht eignen und wie Sie sie anbauen.

Wichtige Eigenschaften

  • Selbst Pilze anbauen
  • Pilzarten
  • Anbaumethode

5 gute Gründe, um Pilze zu züchten

  1. Sie ernten frische Pilze ohne Zwischenhändler.

  2. Sie können sicher sein, dass es sich bei Ihrer Pilzkultur um ein Bioprodukt handelt.

  3. Sie können für Abfälle zum Anbauen verwenden (Kaffeesatz, Karton etc.).

  4. Ihre Ernährung wird abwechslungsreicher.

  5. Sie bringen Ihren Kindern (und sich selbst) bei, wie Pilze wachsen und können sich an selbstgezüchteten Pilzen erfreuen.

Welche Pilze kann man selber züchten?

Champignons

Champignons gehören zu den weltweit meistangebauten Pilzen. Ihre Zucht ist allerdings nicht ganz einfach.

Seitlinge

Der Anbau dieser Pilzart ist sehr einfach. Seitlinge gibt es in verschiedenen Varianten. Der Austernseitling, auch Austernpilz genannt, ist die bekannteste Art. Andere Seitling-Arten besitzen überraschende Farben, wie leuchtendes Gelb oder Bonbonrosa. Auch wenn es nicht so aussieht: All diese Arten sind vollkommen natürlich!

Shiitake-Pilz

Der Shiitake-Pilz (Shiitake bedeutet übersetzt "duftender Pilz") besitzt ein sehr feines Aroma. In Asien wird er aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf die Gesundheit geschätzt, da er Inhaltsstoffe enthält, die das Immunsystem stärken.

Träuschlinge

Beim Träuschling wird eine besondere Anbaumethode benötigt, da er auf Stroh wächst. Optisch ähnelt er dem Steinpilz.

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Champignons

Anbauart wählen

Es gibt verschiedene Methoden für den Pilzanbau. Manche sind sehr einfach, andere sehr kompliziert.

Fertigkulturen zum selbst Züchten

Pilzzucht-Sets gibt es für alle Pilzarten. Es handelt sich hierbei meistens um einen Karton, der in eine Umgebung gestellt wird, die sich für die Pilzzucht eignet. Diese Methode ist am erfolgreichsten.

Pilzmyzel zum Mischen

Das Myzel (Pilzgeflecht) wird mit einem Substrat, das Sie separat besorgen müssen (Kaffeesatz, Stroh, Sägemehl, Dung etc.) vermischt. Die Pilzmyzel-Substrat-Mischung wird für zwei bis drei Wochen in Beuteln aufbewahrt, damit das Pilzgeflecht das ganze Substrat durchdringt. Danach entstehen die Pilze.

Auf Holz wachsende Pilze

Kulturen, die auf Holz wachsen (Seitlinge oder Shiitake), werden in Form von Pilzgeflechten auf Baumstämmen, Holzblöcken oder -scheiten angepflanzt. Vorab werden Löcher gebohrt, in die das Pilzgeflecht eingeführt wird. Diese Anbaumethode ist nur für den Außenbereich geeignet.

Tipps zum Anbau von Pilzen

Versichern Sie sich bei jeder der Kulturpilzsorten, dass eine Beschreibung am erworbenen Produkt angebracht ist, die die Anbauschritte erklärt. Um Pilze zu Hause zu züchten, sind die richtige Temperatur und eine hohe Luftfeuchte die wichtigsten Kriterien. Im Haus lässt sich immer ein passender Ort für die Pilzzucht finden, ideal ist ein Keller. Aber auch andere Orte wie Garagen, Vorratsräume, Untergeschosse, schattige Balkone oder sogar ein Schrank eignen sich für die Zucht von Champignons, da diese kein Licht benötigen.

In der Regel können innerhalb weniger Wochen drei- bis viermal frische Speisepilze geerntet werden. Das benutzte Substrat können Sie verwenden, um Ihren Komposthaufen anzureichern.

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Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.

Der Spezialist für Heimwerk, Haus und Garten

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