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Polygonalplatten verlegen: So geht's

Polygonalplatten verlegen: So geht's

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

6 Min. Lesezeit
Die Gestaltungsmöglichkeiten von Terrassenböden könnten vielfältiger kaum sein. Von Rasen über Holz bis hin zu Beton- oder Naturstein haben Sie eine nahezu unbegrenzte Auswahl. Wenn Sie eher einen mediterranen Look und eine gemütliche Atmosphäre schätzen, dann könnten Polygonalplatten genau die richtige Wahl sein. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen Terrassenboden mit Polygonalplatten verlegen, sodass Sie das Urlaubsfeeling auf einer mediterranen Terrasse zu Hause vor der Tür haben.

Wichtige Eigenschaften

  • Definition
  • Planung
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung

Was sind Polygonalplatten?

Polygonalplatten sind Natursteinplatten, die sich durch ihre unregelmäßige Form hervorheben. Sie werden auch als Bruchsteinplatten bezeichnet. Sie können aus Quarzit, Granit, Schiefer, Sandstein oder anderem Material bestehen. Die Farbe hängt von der Steinart ab. Der Begriff "polygonal" bedeutet dabei so viel wie "mehreckig". Es gibt bei Polygonalplatten keine zwei gleichen Exemplare. Jeder Stein ist in seiner Form, Größe und Farbgebung einzigartig. Dies macht den Charme dieses Bodenbelags aus.

Planung ist die halbe Miete!

Die Verlegung von Polygonalplatten aus Naturstein unterscheidet sich gerade in der Planungsphase sehr von der Verlegung anderer Pflastersteine oder Terrassenfliesen. Durch die Unregelmäßigkeit der einzelnen Platten ist penibelste Planungsarbeit gefragt.

  1. Im besten Fall legen Sie sich die Platten auf einer zweiten Fläche genau so zurecht, wie Sie sie auf der eigentlichen Terrasse verlegen möchten.

  2. Eine weitere Strategie wäre das Zurechtlegen auf der eigentlichen Verlegefläche. Anschließend können Sie die Steine mit Kreppband abkleben und nummerieren. Sie können die Verlegung dann abfotografieren und wissen genau, wie die Steine nachher verlegt werden.

Andernfalls kann es schnell passieren, dass Sie den Mörtel auf der Tragfläche aufbringen, jedoch aufgrund der unregelmäßigen Formen der Steine keinen geraden Abschluss für eine Abschlusskante finden – oder diesen mit einem Winkelschleifer selbst anfertigen müssen. Dies ist zwar problemlos möglich, würde jedoch nicht mit der natürlichen Optik des Bodens harmonieren. Es ist daher schon im Vorfeld wichtig zu wissen, welcher Stein an welcher Stelle liegen soll.

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Mörtel

Schritt 1: Polygonalplatten vorbereiten

Nachdem Sie die Polygonalplatten erfolgreich gepuzzelt haben, sollten Sie sie gründlich reinigen. Die Steine sind recht glatt, sodass jede Art von Schmutz oder Staub die spätere Klebeverbindung am Mörtel schwächen könnte. Die Steine können sich dann (nach der Aushärtung) schneller aus dem Mörtelbett lösen.

Wenn Sie Randsteine für Ihren Gehweg oder Ihre neue Terrasse aus Polygonalplatten verlegen möchten, müssten die entsprechenden Steine noch zugeschnitten werden. Das geht am besten und schnellsten mit einem Winkelschleifer und einer Trennscheibe.

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Trennscheiben für Winkelschleifer

Schritt 2: Untergrund zum Verlegen der Polygonalplatten vorbereiten

Heben Sie eine Grube in der entsprechenden Tiefe aus und füllen Sie sie mit Kies auf. Verdichten Sie den Kies regelmäßig in mehreren Durchgängen um sicherzugehen, dass Sie einen tragfähigen und stabilen Untergrund haben. Wichtig ist dabei zu beachten, dass Sie das notwendige Gefälle von 2 % einarbeiten, welches vom Haus wegführt. So kann Regenwasser effizient ablaufen und es bildet sich keine Staunässe am Haus.

Tipp: Bei der Vorbereitung zum Verlegen von Polygonalplatten müssen Sie die Frosttiefe Ihrer Region kennen. Diese liegt dem örtlichen Bauamt vor und kann dort erfragt werden. In der Regel sind es nicht mehr als 50 cm. Sollten Sie die Frosttiefe nicht einhalten, laufen Sie Gefahr, dass die Platten sich mit der Zeit lösen.

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Zierkies

Schritt 3: Randsteine verlegen

Sofern Sie sich dazu entschieden haben, die Terrasse oder den Gartenweg optisch einzugrenzen, sollten Sie nach dem Aushub und Auffüllen der Grube die entsprechenden Randsteine setzen. Die Randsteine können klassische Randsteine aus Natur- oder Betonstein sein, Sie können jedoch auch beschnittene Polygonalplatten verwenden. Dazu werden die Polygonalplatten entsprechend mit einem Winkelschleifer und einer Trennscheibe getrennt.

  • Liegt alles bereit, rühren Sie Flexmörtel für den Außenbereich nach Herstellerangaben an. Dieser ist – wie der Name bereits sagt – minimal flexibel und dadurch temperaturbeständig.

  • Verteilen Sie anschließend den Mörtel am Rand Ihrer Terrasse oder Ihres Wegs entlang.

  • Legen Sie nun die Randsteine in das Mörtelbett und pressen sie leicht an den Boden an. Achten Sie beim Verlegen darauf, dass die Steine alle in einer Flucht verlaufen. Dies können Sie sehr einfach mit einer langen Wasserwaage oder einem Richtscheit kontrollieren.

Wenn eine oder mehrere Platten aus der Reihe tanzen, können Sie diese leicht mit einem Gummihammer bearbeiten, bis sie die gewünschte Position eingenommen haben.

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Wasserwaagen

Schritt 4: Polygonalplatten verlegen

Nun geht es ans eigentliche Verlegen der Platten.

  • Rühren Sie weiteren Flexmörtel an. Der Mörtel darf nicht zu flüssig sein, da die Polygonalplatten sonst Gefahr laufen, sich gegenseitig zu verschieben.

  • Verteilen Sie den Mörtel nach und nach auf der Fläche. Achten Sie darauf, dass Sie noch genügend Freiraum zum Arbeiten und für die entsprechenden Bewegungsabläufe haben. Demnach macht es Sinn, genug Mörtel für etwa 5 bis 6 Steine aufzutragen.

  • Beginnen Sie mit der Verlegung am Rand der zu bearbeitenden Fläche und arbeiten Sie sich in Richtung Mitte vor.

Tipp: Achten Sie darauf, dass die Steine an Ort und Stelle bleiben und kontrollieren Sie dies immer wieder, Stein für Stein. Minimale Verschiebungen fallen anfangs kaum auf, je weiter Sie allerdings kommen, desto sichtbarer werden sie. Sollten Sie kleine Platten oder Bruchstücke haben, können Sie diese zum Auffüllen von Lücken verwenden.

  • Nachdem Sie einen Abschnitt mit Polygonalplatten verlegt haben, drücken Sie diese leicht in den Mörtel, sodass sie stabil im Mörtelbett liegen.

  • Überprüfen Sie auch hier wieder mit einer Wasserwaage oder einem Richtscheit, dass die Platten auf einer Höhe sind. Sollte das nicht überall der Fall sein, helfen Sie mit einem Gummihammer etwas nach.

  • Warten Sie ein wenig, bis der Flexmörtel leicht angetrocknet ist und wiederholen Sie den Vorgang im nächsten Abschnitt für 5 bis 6 weitere Platten.

Nachdem die Verlegung beendet ist, lassen Sie den Mörtel für 2 bis 3 Tage komplett durchtrocknen.

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Schonhämmer

Schritt 5: Polygonalplatten verfugen

Zum Verfugen von Polygonalplatten empfiehlt sich sogenannter Trasszement. Dieser ist wasserdurchlässig und verhindert so Wasseransammlungen, die den Boden bei Frost beschädigen können.

Tragen Sie den Trasszement mit einer Kelle in die Fugen ein. Sollten Sie dabei die Steine erwischen, wischen Sie diese direkt mit einem feuchten Schwamm oder Lappen ab, da größere Flecken nach der Trocknung nur schwer zu entfernen sind. Geben Sie der Fugenmasse ebenfalls 1 bis 2 Tage Trocknungszeit.

Nachdem alles getrocknet ist, können Sie die Platten reinigen. Nach dem Verfugen kann ein leichter Schleier auf den Platten entstehen, den Sie mit Wasser und einem Schwamm ganz einfach entfernen können.

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Schwämme

Polygonalplatten: Fazit

Bei Polygonalplatten ist eine gute Planung im Vorfeld unerlässlich. Auch beim Verlegen muss so einiges beachtet werden. Daher ist diese Arbeit eher versierten Heimwerkern vorbehalten. Sind die Platten einmal verlegt, können Sie jedoch sicher sein, dass Ihr Gartenweg zum Blickfang und Ihre Terrasse zu einer Oase der Erholung wird. Nun müssen Sie Ihren Garten nur noch nach Ihrem Geschmack mit Gartenmöbeln und Pflanzen gestalten!

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Gartenmöbel
 

Ratgeber verfasst von:

Vitali, Heimwerker, Hobbyschreiner, Leverkusen

Hi, ich bin Vitali und bin aktuell 36 Jahre alt (Tendenz: steigend). Ich bin absolut passionierter Holz- und Heimwerker. Alles, was man im Haushalt selbst erledigen kann, wird in unserem Haushalt auch selbst gemacht. Das beginnt mit dem Verlegen verschiedener Böden, erstreckt sich über die Installation von Duschkabinen und geht bis zum kompletten Eigenbau der eigenen Möbel. Der Großteil meiner Projekte wird mittlerweile in meiner Werkstatt - der Spanfabrik - umgesetzt. Hier zeige ich auf Instagram, was man mit einfachen Mitteln an Möbeln und anderen Kleinigkeiten basteln kann. Das ist nicht nur nachhaltig und lehrreich, sondern macht auch richtig Laune. Und wenn man Bock hat etwas umzusetzen, dann geht einfach alles!

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