
Rasengittersteine verlegen: So geht's
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau
Wichtige Eigenschaften
- Vor- und Nachteile von Rasengittern
- Rasengittersteine aus Beton
- Kunststoff-Rasengitter
- Rasengittersteine verlegen
Rasengittersteine: die richtige Wahl treffen
Wenn Sie sich für Rasengittersteine im Hof oder in der Einfahrt entschieden haben, sind bestimmte Kriterien zu berücksichtigen, um die richtige Wahl zu treffen. Hierzu gehören nicht nur ästhetische, sondern auch technische Kriterien, die es zu erfüllen gilt, um mehrere Jahre an Ihren Rasengittersteinen Freude zu haben. Die nachstehenden beiden Abschnitte erklären Ihnen mehr zu dein beiden gängigsten Materialien.
Rasengittersteine
Rasengittersteine aus Beton
Rasengitter aus Beton gehören zu den günstigsten Varianten, die im Handel erhältlich sind. Sie sind in der Größe 60 cm x 40 cm und in unterschiedlichen Stärken erhältlich. Meist sind diese Rasengittersteine auf öffentlichen Wegen oder Parkplätzen zu finden. Der große Vorteil dieser Steine ist die hohe Belastbarkeit, weshalb sie in den dickeren Stärken problemlos mit Autos oder sogar schweren Fahrzeugen befahren werden können.
Modelle aus Beton bestehen aus stärkeren Betonstreben, was zu einer Grünfläche von 30 bis zu maximal 50 % führt. Da diese Rasengittersteine überwiegend stärkere Belastungen aushalten müssen, sind sie ähnlich wie Pflastersteine zu verlegen. Der Untergrund sollte deshalb dementsprechend vorbereitet und verdichtet werden. Schließlich können die Waben dieser Betonsteine mit speziellen Füllsteinen versiegelt werden, um eine Pflastersteinoptik zu erhalten.
Pflastersteine
Rasengitterplatten aus Kunststoff
Rasengitter aus Kunststoff bieten den Vorteil, besonders leicht zu sein. Gleichzeitig sind sie jedoch weniger robust. Dies lässt sich vorwiegend auf die Wabenform zurückführen, die über nur sehr dünne Trennwände verfügt. Aufgabe der Trennwände ist es, die Erde an Ort und Stelle zu halten. Es sind jedoch auch Rasenwaben aus Kunststoff erhältlich, die ebenso viel Gewicht wie die Betonsteine aushalten. Der Preis der Kunststoffwaben steigt mit wachsender Belastbarkeit an, was je nach Fläche eine erhebliche Investition darstellt.
Erde
Alle Vor- und Nachteile im Überblick
Die nachstehende Tabelle fasst in einem Blick die Vor- und Nachteile der Rasengittersteine aus Beton sowie aus Kunststoff zusammen, um Sie bei der Kaufentscheidung zu unterstützen:
Vorteile | Nachteile | |
Rasengitter aus Beton | ||
Rasengitter aus Kunststoff |
So verlegen Sie Rasengittersteine Schritt für Schritt
Ist die Wahl getroffen, folgen Sie den nachstehenden Schritten, um Ihre Rasengittersteine zu verlegen:
Abstecken und Ausheben
Auffüllen und Verdichten
Verlegen der Rasengittersteine
Füllen und Einschlämmen der Rasengittersteine
1. Abstecken und Ausheben
Unabhängig vom Material der Rasengittersteine und je nach Nutzung der eingedeckten Fläche, müssen Sie den Untergrund entsprechend vorbereiten. Hierbei handelt es sich mindestens um ein 5 cm starkes Splitt- oder Sandbett für einfache Gehwege und um einen 50 cm tiefen, stabilen Unterbau aus Schotter für befahrene Wege.
Stecken Sie den Bereich mit Holzpfählen oder Eisenstäben etwas entfernt von der auszuhebenden Fläche ab. Führen Sie eine Richtschnur um die Pfähle und spannen Sie sie waagerecht. Greifen Sie jetzt zu Spaten und Schaufel – oder mieten Sie bei größeren und tiefgründig vorzubereitenden Flächen einen Minibagger – und lösen Sie die Grasnarbe mit der Schaufel, nachdem Sie den Bereich mit dem Spaten abgestochen haben. Je nach späterer Verwendung müssen Sie mehr oder weniger viel Erdreich ausheben. Sollte es mit der Schaufel zu schwer sein, können Sie auch zur Spitzhacke greifen.
Spitzhacken
2. Auffüllen und Verdichten
Bevor Sie die Rasengittersteine in Mineralgemisch oder im Splitt- oder Sandbett verlegen können, müssen Sie eventuell Kantensteine im Mörtelbett verlegen. Diese sind bei einfachen Gartenwegen nicht nötig, verhindern jedoch bei befahrenen Wegen, dass sich die fertig verlegten Rasengittersteine verschieben oder mit der Zeit wackeln und brechen.
Wenn solche Kantensteine verwendet werden, müssen diese mit der Oberkante der zukünftigen Rasengittersteine ausgerichtet werden. Geben Sie hierfür zuerst eine etwa 15 cm starke Schicht groben Schotter in die Grube, gleichen Sie diese grob mit der Schaufel und Wasserwaage aus und verdichten Sie diese. Nutzen Sie hierfür die Richtschnur und ein Maßband als Richtwert. Mischen Sie den Mörtel in einem Betonmischer oder in einer großen Wanne mit einem Rührwerk an und geben Sie eine etwa 5 cm starke Schicht auf. Setzen Sie die Kantensteine auf und schlagen Sie diese mit einem Gummihammer in Position. Wenn Sie die Richtschnur auf die fertige Höhe der Rasengittersteine ausrichten, hilft Ihnen dies, die richtige Position der Kantensteine zu finden. Lassen Sie diese mindestens 24 Stunden trocknen und füllen Sie anschließend die Seite zum Rasen wieder mit Erde auf.
Füllen Sie eine weitere Schicht groben Schotter auf, ohne das Fundament zu bedecken, und verdichten Sie diese. Füllen Sie eine abschließende Schicht Splitt oder Sand bis etwa 5 cm unterhalb der späteren Oberfläche der Rasengittersteine auf und ziehen Sie diese im Wasser glatt.
Bei einfachen Wegen, die nur zu Fuß begangen werden, reicht eine 5 cm starke Schicht aus Splitt oder Sand aus, um die Rasengittersteine aufzunehmen. Diese können Sie mit einem Handstampfer oder mit einer Rüttelplatte verdichten.
Stampfer
3. Verlegen der Rasengittersteine
Setzen Sie die Rasengittersteine jetzt entsprechend den Herstellerangaben auf und achten Sie darauf, dass sich die Betonsteine nicht direkt berühren. Dies könnte zu Schäden beim abschließenden Verdichten mit der Rüttelplatte der Fläche führen.
Sollten Sie einige Steine zuschneiden müssen, können Sie bei Betonsteinen einen Winkelschleifer und bei Kunststoffsteinen eine Stichsäge verwenden.
Verdichten Sie abschließend die gesamte Fläche mit der Rüttelplatte, damit die Rasengittersteine sich in den Splitt oder den Sand setzen.
Rüttelplatte
4. Füllen und Einschlämmen der Rasengittersteine
Füllen Sie die fertig verlegten Rasengittersteine mit einer Mischung aus Muttererde, Rasenerde und Rasensamen und verteilen Sie diese mit einem Besen auf der gesamten Fläche.
Mischen Sie jetzt in einer Schubkarre Muttererde mit Rasenerde und Rasensamen und verteilen Sie diese mit einem Besen auf den Rasengittersteinen. Bewässern Sie die gesamte Fläche abschließend großzügig. Sollte sich die Erde in den Öffnungen stark absetzen, können Sie nach einigen Tagen nochmals Erde auffüllen, um die Betonsteine nicht in eine Stolperfalle zu verwandeln.
Vorkenntnisse
Die Arbeitsschritte sind jedem Heimwerker zugänglich: Das Zuschneiden und Verlegen der Steine setzen zwar unterschiedliches Werkzeug, aber nur einige Grundkenntnisse voraus. Denken Sie also daran, technische Geräte, die Sie nicht besitzen, zu mieten, und folgen Sie unseren Anweisungen, um ein einheitliches Ergebnis zu erhalten.
Benötigte Zeit
Das Verlegen von Rasengittersteinen nimmt etwa 1 Tag pro 5 m² in Anspruch.
Empfohlene Personenzahl
Zwei oder mehr Personen, aber allein geht es auch.
Werkzeug und Material
Die nachstehend aufgeführten Werkzeuge und Materialien helfen Ihnen, Ihr Projekt erfolgreich umzusetzen.
Schaufel und Spaten oder Minibagger (je nach Fläche)
Maurerlineal
(Laser-)Wasserwaage
Holzpfeile
Stampfer oder Rüttelplatte (je nach Fläche)
Große Wanne und Mischwerk oder Betonmischer
Kantensteine (mit Mörtel zu versiegeln)
Rasengittersteine
Mineralgemisch, Splitt oder Sand
Rasenerde
Rasensamen
Persönliche Schutzausrüstung
Die hier aufgeführte Liste ist nicht vollständig. Die persönliche Schutzausrüstung muss an die jeweilige Arbeit angepasst werden.
Schutzkleidung
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Ratgeber verfasst von:
Monika, erfahrene Heimwerkerin, Schongau
Ich bin Monika, komme aus Schongau und bin eigentlich seit ich denken kann, am Heimwerken und Basteln interessiert. Da ging es mir ebenso wie Obelix: Ich bin da mehr oder weniger reingefallen, als ich noch ein Kind war. Schuld an allem ist mein Papa, der immer alles selbst gebaut und gebastelt hat. Das ging bei Surfbrettern los und endete mit dem Bau seines Hauses. Heute schwinge ich den Hammer und habe schon zahlreiche Projekte in und um unser Haus auf dem Zähler. Das fängt beim Nähen der eigenen Kleider an, geht mit dem kompletten Ausbau unseres Hauses weiter und endet schließlich in unserem Garten, wo ich derzeit einen in die Terrasse eingelassenen Aufstell-Pool plane. Mein Motto: Mit etwas Gefühl geht alles, man muss sich nur etwas schlaumachen!