
So finden Sie den richtigen Komposter
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Kristell, Selbstständige im Gartenbau, Hessen
Wichtige Eigenschaften
- Materialien
- Art
- Öffnung
- Preis
So funktioniert ein Komposter
Ein Komposter ist ein Behälter, in dem organische und mineralische Abfälle gelagert werden, bei deren Verrottung Kompost entsteht. So lässt sich auf völlig natürliche Weise ein Dünger herstellen, der direkt im Beet eingesetzt werden kann. Dieses ökologische Verfahren gelingt im privaten Garten vor allem mithilfe des Komposters, der eigens für die Kompostierung kleinerer Volumen entwickelt wurde.
Die Öffnungen
Jeder Komposter sollte bestimmte Merkmale aufweisen. Um praktisch und effektiv zu sein, braucht er Öffnungen, durch die man:
den reifen Kompost entnehmen kann;
das Kompostmaterial belüften kann;
die Kompostmasse leicht umsetzen kann.
Das Material
Ein Komposter kann aus Holz, Metall oder Kunststoff bestehen. Als umweltfreundliche Variante gibt es auch Modelle aus recyceltem Kunststoff. Für Wurmkomposter sollte das Material lichtundurchlässig sein, da der Kompostwurm sehr lichtscheu ist.
Klassische Gartenkomposter aus Holz bestechen mit ihrem natürlichen Aussehen und fügen sich schön in Ihren Garten ein. Es gibt sie mit oder ohne Abdeckung zu kaufen.
Metall-Komposter, auch als Gitterkomposter bekannt, sind offene Kopostiersysteme. Mit diesem Modell behalten Sie Ihren Kompost jederzeit im Auge. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Metall behandelt ist, sonst besteht die Gefahr von Korrosion.
Obwohl er weniger ästhetisch als die Version aus Holz ist, besticht der Kunststoffbehälter durch seine Langlebigkeit. Zudem ist er das preiswerteste Kompostiersystem auf dem Markt.
Kosten eines Komposters
Holzkomposter sind etwas teurer als Kunststoffkomposter, aber von höherer Qualität. Kunststoffkomposter haben eine längere Lebensdauer, sind jedoch nicht so ästhetisch und weniger umweltfreundlich. Die Preise für Komposter liegen zwischen 25 und 200 Euro und sind je nach Größe, Material, aber auch nach Stückzahl unterschiedlich.
Zur Kompostbereitung genügt es nicht, nur einen Komposter zu kaufen. Zubehör (Würmer, Kalk usw.) kann ordentlich zu Buche schlagen. Daher sollten Einkäufe sorgfältig geplant werden, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Komposter
Die 3 Arten von Gartenkompostern
Die Wahl des Komposters hängt von Ihrer Kompostiermethode ab.
Sie können eines der folgenden drei Modelle wählen:
Klassische Kompostbehälter
Wurmkomposter
Trommelkomposter
1. Der Kompostbehälter
Ein Kompostbehälter ist ein würfelförmiger oder zylindrischer Behälter aus Holz oder Kunststoff. Der Vorteil eines geschlossenen Behälters besteht darin, dass er besser isoliert und das Kompostmaterial dadurch weniger Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Diese Modelle werden daher auch Schnellkomposter oder Thermokomposter genannt. Der Verrottungsprozess findet hier beschleunigt statt.
2. Der Trommelkomposter
Der Trommelkomposter besteht aus einem Zylinder, der auf Beinen oder Rollen montiert ist. Er ist mit einer Kurbel versehen, mit der man ihn um sich selbst drehen kann. Diese Vorgehensweise erspart einem das mühsame Kompostumsetzen, das für eine gute Kompostierung unerlässlich ist. Der hauptsächliche Vorteil eines Trommelkomposters ist die erheblich schnellere Reife des Komposts. Sein größter Nachteil ist jedoch, dass er deutlich teurer ist als ein herkömmlicher Kompostbehälter.
3. Der Wurmkomposter
Die Wurmkompostierung ist ein besonderes Verfahren, bei dem Kompostwürmer gezüchtet werden. Diese ernähren sich von alltäglichen organischen Abfällen, verdauen sie und scheiden sie als Kot wieder aus. Diese Ausscheidungen sind ein exzellenter Dünger.
Der Wurmkomposter besteht aus einem Holz- oder Kunststoffbehälter, der in vier Etagen unterteilt ist. Er besteht aus 4 Etagen.
In der 4. Etage: ein Behälter zum Hinzufügen von neuen organischen Abfällen.
In der 3. Etage: ein Behälter mit organischem Material im Zersetzungsprozess.
In der 2. Etage: ein Behälter mit reifem gebrauchsfertigen Kompost.
Im Erdgeschoss: ein Behälter mit einem Ablaufhahn zum Ablassen von Kompostwasser, das man anschließend lagert und weiter reifen lässt.
Der größte Vorteil eines Wurmkomposters ist die exzellente Qualität des gewonnenen Komposts. Ein deutlicher Nachteil besteht in seinem hohen Preis.
Seine kompakten Maße erlauben Ihnen, diesen Komposter auf dem Balkon aufzustellen.
Komposters
Die 8 besten Tipps für eine erfolgreiche Kompostgewinnung
Sie möchten selbst kompostieren und befürchten, dass etwas schief gehen könnte? Hier einige Tipps, wie Sie Fehler vermeiden können und optimale Erfolgschancen haben.
Decken Sie den Komposter mit Stroh ab. So ist er im Winter vor Frost geschützt. Im Sommer schützt ihn das Stroh vor dem Austrocknen.
Vermeiden Sie Fleisch- und Fischabfälle, da diese Maden bilden.
Bevorzugen Sie unbehandelte Grünabfälle (Blätter, Zweige, Obst, Gemüse), Kaffeesatz, Tee, Samen.
Vermeiden Sie unbedingt Plastik, behandeltes Holz (Paletten, Bauabfälle, Möbelteile usw.), synthetische Stoffe (alles, was Erdöl enthält) und Sand. Zellstoffabfälle hingegen, wie Klopapierrollen oder Papiertücher, sind bei Regenwürmern sehr beliebt.
Halten Sie die Zufuhr von kohlenstoffhaltigen und stickstoffhaltigen Abfällen im Gleichgewicht.
Beschleunigen Sie die Zersetzung durch Hinzufügen von Asche, die störende Insekten fernhält. Sie können auch Brennnesseln zugeben, wodurch die Temperatur des Kompostmaterials schneller ansteigt.
Setzen Sie den Kompost um, da er zur Zersetzung Sauerstoff benötigt.
Der Komposthaufen kann einen üblen Geruch verbreiten. Daher sollten Sie einen abgelegenen Ort am Ende des Gartens wählen, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Nur der Wurmkomposter kann im Haus aufgestellt werden.
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Ratgeber verfasst von:
Kristell, Selbstständige im Gartenbau, Hessen
Meine Leidenschaft sind die Natur und essbare Wildpflanzen. In meinem Beruf und in meinem Privatleben, versuche ich deshalb immer ökologisch umweltfreundliche Lösungen zu finden. Vom Gemüsegarten bis zu Blumenbeeten, von der Saat bis zur Ernte, ich habe viele Tipps und Tricks, die ich gerne mit Ihnen teile.