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Müll trennen: So geht's

Müll trennen: So geht's

Jennifer, Heimwerkerin, Düsseldorf

Ratgeber verfasst von:

Jennifer, Heimwerkerin, Düsseldorf

30 Ratgeber

Wer seinen Müll richtig entsorgt, tut der Umwelt etwas Gutes. Deutschland produziert sehr viel Abfall. Daher ist es wichtig, Müll zu reduzieren und Rohstoffe zu recyceln. Unser Ratgeber gibt Ihnen praktische Tipps, wie Sie Ihren Müll richtig trennen, recyceln oder kompostieren können.

Wichtige Eigenschaften

  • Recycelbare Abfälle
  • Umweltschädliche Erzeugnisse
  • Mülltrennung
Zu den Mülltrennsystemen

Im Jahr 2019 produzierten deutsche Haushalte laut Umweltbundesamt 45,1 Millionen Tonnen Müll, also 543 kg Müll pro Einwohner. Zu diesen sogenannten Siedlungsabfällen zählen:

  • Hausmüll;
  • Papier, Pappe, Kartonagen;
  • Sperrmüll (Matratzen, Möbel ...);
  • Verpackungen und Wertstoffe;
  • Garten- und Parkabfälle.

69 % dieser Abfälle werden stofflich verwertet. Das bedeutet, sie werden entweder als Wertstoff für ein neues Produkt wiederverwendet oder chemisch zerlegt und als Sekundärrohstoff genutzt. Ein großer Teil des Restmülls wird jedoch verbrannt.

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Matratzen

Das Trennen von Müll hat einen positiven Einfluss auf die Umwelt. Die Mülltrennung vereinfacht auch die Abfallverwertung. So werden natürliche Ressourcen, die zur Herstellung neuer Produkte benötigt werden, geschont. Um die Mülltrennung im Haushalt zu vereinfachen, gibt es praktische Mülltrenner.

Kunststoff

Kunststoff, umgangssprachlich auch Plastik genannt, wird recycelt. Kunststoffprodukte können Sie anhand des dreieckigen Logos mit drei Pfeilen erkennen. Innerhalb des Dreiecks stehen Zahlen. Diese geben die Kunststoffart an. Es werden sieben Zahlencodes unterschieden. Nur drei von ihnen sind recycelbar. Es lohnt sich, diese Codes zu kennen.

Zahlencode

Kunststoffart

Erkennungsmerkmale

Betroffene Produkte

1

PET oder PETE (Polyethylenterephthalat)

Weich, leicht und durchsichtig

Mineralwasser-, Ölflaschen ...

2

PE-HD (High-Density-Polyethylen)

Licht- und wasserundurchlässig, widerstandsfähig

Waschmittelflaschen, Spülmittelflaschen, Duschgelflaschen ...

5

PP (Polypropylen)

Starr, hitzebeständig

Wiederverwendbares Kunststoffgeschirr, Stoßdämpfer, Teppiche ...

Was gehört in die gelbe Tonne?

Der gelbe Sack wird für recycelbare Abfälle aus Kunststoff, Weißblech und Aluminium sowie Verbundverpackungen verwendet. Hierzu zählen:

  • Tuben und Deckel aus Kunststoff,
  • Folien,
  • Getränkekartons,
  • Plastiktüten,
  • Konservendosen.

Gut zu wissen: Sie brauchen den Abfall nicht abzuspülen. Es reicht, wenn er "löffelrein" ist.

Glas

Glas lässt sich immer wieder neu verwenden. Einweggläser und -flaschen gehören in den Glascontainer. Grün-, Braun- und Weißglas wird getrennt gesammelt. Die Deckel oder Korken sollten Sie zuvor entfernen und getrennt entsorgen. Keramik, Porzellan, Spiegel, Glühbirnen oder Steingut haben nichts im Glascontainer zu suchen. Diese Artikel gehören in den Restmüll oder auf den Recyclinghof.

Was gehört in den Restmüll?

Alle Abfallprodukte, die nicht weiterverwertet werden können, kommen in den Restmüll. Hierzu gehören:

  • Kaputte Kunststoff- oder Haushaltsgegenstände;
  • Hygieneartikel und Windeln,
  • Asche, Tierkot und Streu,
  • verschmutzte Papiere und ausgetrocknete Filzstifte,
  • Staubsaugerbeutel und defekte Glühbirnen,
  • zerbrochenes Porzellan oder Glas.
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Spiegel

Rund 40 % des Restmülls gehört eigentlich in die Biotonne, in den Wurmkomposter oder auf den Kompost. In einem Komposter werden organische Abfälle abgebaut. Er befindet sich im Außenbereich an einem schattigen, wind- und regengeschützten Standort. Der Kompost kann danach als Gartendünger für den Erdboden verwendet werden. Er fördert, genau wie Blumenerde, das Wachstum von Pflanzen, Bäumen, Sträuchern und Rosen.

Guter Kompost ist homogen, lässt sich zerreiben und besitzt eine dunkle Farbe. Er verströmt einen waldigen Geruch. Für einen hochwertigen Kompost sollten Sie ihn einmal pro Monat auflockern, um ihn zu belüften und ihn mit verschiedenen Elementen anreichern. Denken Sie daran, ihn bei Trockenheit zu befeuchten.

Was gehört auf den Kompost?

Nicht alle Grünabfälle können kompostiert werden. Für einen guten Kompost benötigen Sie 60 % stickstoffhaltige Stoffe (frisch) und 40 % kohlenstoffhaltige Stoffe (trocken).

Essensreste

  • Früchte und Gemüse in Stücken.
  • Obst- und Gemüseschalen, außer Zitrusfrüchte
  • Zerkleinerte Brotreste
  • Nudeln und Reis, ungewürzt
  • Eierschalen
  • Zerkleinerte Walnussschalen
  • Kaffeesatz
  • Teebeutel ohne Heftklammer (abhängig vom Material)

Grünschnitt

  • Rasenschnitt nach dem Mähen
  • Im Häcksler zerkleinerter Grünabfall
  • Unkraut ohne Samen (getrocknet)
  • Laub
  • Welke Blumen
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Komposter

Nicht alle Abfälle können über den Hausmüll entsorgt werden. Manche Produkte benötigen eine gesonderte Behandlung, da sie Gefahrstoffe enthalten.

  • Akkus, Batterien oder LEDs müssen in bestimmten Sammelstellen im Handel oder auf dem Wertstoffhof entsorgt werden.
  • Auch Druckerpatronen gehören auf den Wertstoffhof.
  • Sie gehören, genau wie ausgediente Elektrogeräte, zum Elektroschrott. Sperrige Elektrogeräte werden vom Handel kostenlos zurückgenommen.
  • Motoröl und Altöl können in Bau- und Fachmärkten abgegeben werden.
  • Medikamente können zurück in die Apotheke gebracht werden.
  • Röntgenbilder können wieder in der behandelnden Praxis oder Klinik abgegeben werden.
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LR03-Batterien, LR06-Batterien und weitere Batterien

Weniger Konsum im Alltag

Um weniger zu konsumieren, ist es wichtig, organisiert vorzugehen. Selbermachen lautet die Devise. Viele im Supermarkt erhältlichen vorgefertigten Produkte sind praktisch, aber nicht unbedingt gesund und schon gar nicht umweltfreundlich. Haushaltsprodukte oder Kosmetik selbst anzufertigen, vermindert die produzierte Abfallmenge um einiges. Die hierfür verwendeten Behälter können immer wiederverwendet werden.

Um seine Müllproduktion zu verringern, gibt es weitere Möglichkeiten:

  • Elektrogeräte reparieren statt entsorgen;
  • Altkleider spenden oder tauschen;
  • Möbel, die nicht mehr verwendet werden, verschenken oder verkaufen.

Verpackungsfrei Einkaufen: unverpackt statt abgepackt

Verpackungen sind überall zu finden, sogar für Obst und Gemüse! Wer seinen Haushaltsmüll reduzieren möchte, sollte lieber auf abgepackte Produkte verzichten. Immer mehr Läden und Supermärkte bieten daher verpackungsfreies Einkaufen an. Klassische unverpackt erhältliche Lebensmittel sind Trockenobst, Linsen, Erbsen, Quinoa, Nudeln, Reis oder Müsli.

Das Prinzip ist einfach: Sie nehmen einen Behälter mit ins Geschäft (Frischhaltedose aus Kunststoff oder Glas) und füllen ihn mit den benötigten Lebensmitteln. So werden Abfall und Lebensmittelverschwendung vermieden. Auch Fleisch, Fisch und Käse können Sie in Ihren eigenen Behältern abholen.

Einer Umfrage aus dem Jahr 2020 zufolge hat bereits 72 % der Bevölkerung mindestens einmal in einem Unverpackt-Laden eingekauft. 73 % der Deutschen möchten allgemein Verpackungen vermeiden.

Einwegprodukte vermeiden

Einwegprodukte gehörten lange Zeit zu unserem Alltag. Ob Wattestäbchen, Trinkhalm, Lebensmittelfolie oder Kunststoff-Rührstäbchen – sie werden nach einigen Sekunden Verwendung weggeworfen.

Viele dieser Produkte wurden im Juli 2021 in Europa verboten. Darunter beispielsweise Behälter aus expandiertem Polystyrol. Plastiktüten im Kassenbereich des Supermarkts sind in Deutschland seit Anfang 2022 verboten. Daher müssen die deutschen Verbraucher ihre Gewohnheiten anpassen. Glücklicherweise mangelt es nicht an Alternativen:

  • Oriculi, Ohrenstäbchen aus Bambus. Sie sind plastikfrei und dienen zur Ohrreinigung.
  • Wiederverwendbare Trinkhalme aus Metall, Bambus oder Silikon machen Kunststoff überflüssig. Sie lassen sich mithilfe einer kleinen Bürste reinigen.
  • Umweltfreundliche Wachstücher ersetzen die Frischhaltefolie. Hierbei handelt es sich um in Bienenwachs getränkte Baumwolltücher. Sie können sie selbst herstellen.
  • Wasserflaschen aus Kunststoff können einfach mit wiederverwendbaren Trinkflaschen ersetzt werden.
  • Durch wiederaufladbare Akkus wird der systematische Kauf von Batterien für Haushaltsgeräte vermieden.
Zu den Mülltrennsystemen

Ratgeber verfasst von:

Jennifer, Heimwerkerin, Düsseldorf, 30 Ratgeber

Jennifer, Heimwerkerin, Düsseldorf

Ich habe keine besondere Ausbildung als Handwerkerin oder Dekorateurin, ich habe mir alles selbst beigebracht. Frei nach der Devise "Learning by doing" habe ich mein Haus renoviert. Bis zum Umzug mussten wir ALLES neu machen, vom Boden über die Wände bis zur Decke, von der Küche bis zum Bad ... Am Ende war ich ein echter Profi! Heute rufen meine Freunde mich sofort an, wenn Hand angelegt werden muss. Heimwerken und DIY-Projekte sind eine richtige Leidenschaft geworden. Sich den Herausforderungen zu stellen, eine Idee im Kopf und mit ein paar Werkzeugen erwacht sie zum Leben. Hier meine Ratschläge und Ideen zu teilen, ist ein großes Vergnügen!

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