
So finden Sie die richtige Blumenerde
Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:
Didier, technischer Leiter, Frankfurt
Vorteile von Blumenerde
Blumenerde ist vor allem ein Kultursubstrat, welches einen optimalen Nährboden für die Pflanzen bildet und das Wachstum der Wurzeln fördert. Weiterhin unterstützt die Blumenerde durch ihre Zusammensetzung aktiv die für das Wachstum der Pflanzen so wichtige Nährstoffaufnahme.
Die meisten Pflanzen wachsen zwar auch ohne Blumenerde, wobei etwas gute Erde für optimale Wachstumsbedingungen sorgt. Die verschiedenen Arten Blumenerde unterscheiden sich durch ihre Zusammensetzung und somit den Anteil an Torf, Kompost usw. Nicht alle Blumenerden sind somit besonders hochwertig.
Bevor Sie Ihre Lieblings-Gartenwerkzeuge zur Hand nehmen, um den Garten für Ihre Pflanzen vorzubereiten, sollten Sie im Vorfeld die geeignete Blumenerde auswählen, um den Boden optimal vorzubereiten.
Blumenerde
Verschiedene Arten von Blumenerde im Überblick
Blumenerde nicht gleich Blumenerde. Nachstehend finden Sie die am meisten verwendeten und hochwertigsten Blumenerden, die dem Boden zugeführt werden können, bevor der Gemüsegarten umgegraben wird!
Universalerde
Normale Blumenerde oder Universalerde ist weit verbreitet und am einfachsten im Handel zu finden. Sie besteht hauptsächlich aus Kompost und eignet sich perfekt zum Pflanzen von Bäumen und Sträuchern. Diese Art Erde eignet sich jedoch nicht zum Umtopfen von blühenden Pflanzen oder für Pflanzen, die ein saures Milieu bevorzugen.
Aussaaterde und Erde zum Umtopfen
Diese Erde ist besonders locker und leicht! Sie enthält Sand oder sogar Perlit, um die Wurzelbildung der Jungpflanzen zu fördern und das Wachstum frisch umgetopfter Pflanzen wieder anzukurbeln.
Gartenerde
Sie eignet sich für Blumen und blühende Sträucher. Gartenerde besteht meist aus Torf und kompostiertem Mist. Sie enthält alle für Blumen nötigen Nährstoffe (ein zusätzlicher Dünger könnte somit überflüssig sein).
Rhododendronerde
Sie wird auch Moorbeeterde genannt und eignet sich für Pflanzen, die einen sauren Boden mögen. Einen niedrigen pH-Wert benötigen zum Beispiel:
Azaleen,
Rhododendron,
Kamelien,
Hortensien,
Magnolien usw.
Rhododendronerde besteht aus Walderde und somit aus einer sauren Mischung aus Torf, Kiefernrinde und Kompost.
Erde für Balkon- und Kübelpflanzen
Sie ist meist besser als die herkömmliche Universalerde, ist jedoch ähnlich zusammengesetzt. Die Blumenerde für Kübelpflanzen ist mit Dünger angereichert, um den Pflanzen alle wichtigen Nährstoffe zuzuführen.
Erde für den Gemüsegarten
Sie besteht aus Kompost sowie aus organischen Stoffen. Diese Blumenerde enthält alle wichtigen Nährstoffe für den Gemüsegarten (Stickstoff, Phosphor und Kalium).
Rasenerde
Diese besonders feine Erde kann als dünne Schicht auf frisch gesäten oder beschädigten Flächen verteilt werden, um dem Boden die nötigen Nährstoffe zuzuführen.
Erde für Sukkulenten und Kakteen
Sie enthält besonders viel Sand, um die Erde in Töpfen sowie im Freien wasserdurchlässiger zu machen und die Wurzeln nicht zu ertränken.
Weitere spezifische Blumenerden sind ebenfalls im Handel erhältlich, um die Bedürfnisse von Orchideen, Zitruspflanzen und weiteren Gattungen zu erfüllen. Diese ähneln in der Zusammensetzung meist der von Universal- oder Gartenerde.
Torffreie Erden
Die Verwendung von Torf sollte vermieden werden, da es sich hierbei um einen fossilen Rohstoff handelt. Torf wird schneller abgebaut, als er sich bilden kann. Es bringt wenig Ihr Geld in teure Bio-Blumenerde mit Torf zu investieren. Die Sümpfe, in denen Torf abgebaut wird, sind empfindliche Ökosysteme, deren reiche Fauna und Flora geschützt werden muss.
Die richtige Blumenerde für Ihren Bedarf
Die Auswahl der richtigen Blumenerde ist ein Kinderspiel, sofern die Kriterien der Reihenfolge nach berücksichtigt werden. Gehen Sie also in der folgenden Reihenfolge vor, um fachmännisch die richtige Blumenerde auszuwählen:
Ermitteln Sie den pH-Wert Ihres Bodens.
Ermitteln Sie die Anwendung (Umpflanzen, Aussaat, bestimmt Pflanzen usw.).
Analysieren Sie die Zusammensetzung der Blumenerde. Diese ist auf der Produktseite oder der Verpackung zu finden und sollte Ihren sowie den Bedürfnissen Ihrer Pflanzen am besten entsprechen.
Den pH-Wert des Bodens ermitteln
Die meisten Böden weisen einen pH-Wert zwischen 4 und 9 auf. Zur Erinnerung entspricht der pH-Wert dem Wasserstoffpotenzial. Der pH-Wert ist somit sauer bei Werten unter 7, neutral, wenn er 7 entspricht und basisch oder alkalisch bei Werten von 7 bis 14. Der Boden wird jedoch aufgrund von Umweltverschmutzungen und sauren Niederschlägen mit der Zeit immer saurer. Manche Blumenerden gleichen diesen sauren pH-Wert durch die Hinzufügung von Wasserstoffionen (H+) aus. Mehrere Verfahren ermöglichen, den pH-Wert (sauer oder basisch) des Bodens ungefähr zu ermitteln:
Ermitteln Sie die einheimischen Pflanzengattungen, die ein guter Hinweis auf den pH-Wert des Bodens sind. Heidekraut, Farnkraut und roter Fingerhut deuten auf einen sauren Boden hin, wogegen Primeln für einen basischen pH-Wert stehen.
Entnehmen Sie eine Erdprobe in 20 bis 30 cm Tiefe in unterschiedlichen Bereichen des Gartens. Vermischen Sie diese Erdproben anschließend in zwei Glasgefäßen. Geben Sie etwas weißen Essig in das erste Glas und beobachten Sie die chemische Reaktion. Sollten sich Blasen bilden, ist der Boden basisch. Geben Sie in das zweite Glas etwas Wasser, um Schlamm zu erhalten und anschließend etwas Natron. Sollten sich Blasen bilden, ist der Boden sauer. Wenn Sie keine dieser beiden chemischen Reaktionen beobachten, ist der Boden neutral.
Analysieren Sie Ihren Boden mit einem im Handel erhältlichen Analyse-Set. Dieses besteht aus einem Reagenzglas sowie aus mehreren Teststreifen. Diese Sets sind anhand der Gebrauchsanweisung ganz einfach zu verwenden!
Selbstverständlich können Sie Ihre Bodenprobe auch zur Analyse ins Labor geben, um ein besonders detailliertes Ergebnis zu erhalten.
Die Zusammensetzung von Blumenerde
Blumenerde enthält – je nach Verwendungszweck – unterschiedliche Inhaltsstoffe mit spezifischen Merkmalen:
Sand lässt Wasser besser durchsickern;
Tonerde reguliert den Wasserhaushalt und hält wichtige Nährstoffe zurück;
Kompost fördert das Pflanzenwachstum durch die Zufuhr der nötigen Nährstoffe.
Rinde und Puzzolane lockern den Boden auf;
Weißtorf nimmt besonders gut Wasser auf, ist sauer, faserig, reich an Mineralien und hält Nährstoffe zurück;
dunkler Torf ist neutral, reich an Mineralien, weniger faserig und hält ebenfalls Nährstoffe zurück.
Blumenerde lagern: So geht's
Lagern Sie Ihre Blumenerde an einem trockenen Ort. Schließen Sie, wenn möglich, die Säcke und lagern Sie diese nicht direkt auf dem Boden, sondern auf einer Palette. Denken Sie ebenfalls daran, Ihre Garten- und Küchenabfälle zu kompostieren. Der somit erhaltene Kompost kann unter die Blumenerde gemischt werden, um dieser weitere Nährstoffe zuzuführen, oder der Kompost kann als Mulch verwendet werden.
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Heimwerkern: Ich liebe es! Die präzise Arbeit fasziniert mich, ich mag Holz, Metall und ich liebe es, etwas zu bauen, was es bisher nicht gibt. Das Zimmer meiner Tochter ist ein Beispiel, ihr Bett ist unter ihrem Schreibtisch eingebaut! Meine Leidenschaft hat sich inzwischen herumgesprochen: Meine Familie und Nachbarn fragen mich um oft Rat oder um Hilfe für Ihre Projekte. Auch Sie berate ich gerne bei der Auswahl Ihrer Werkzeuge oder bei DIY-Projekten.