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Sonnenuhr ausrichten: So geht's

Sonnenuhr ausrichten: So geht's

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

6 Min. Lesezeit
Die Sonnenuhr, die bereits in der Antike verwendet wurde, ist ein dekoratives Objekt, das die Sonnenzeit anzeigt. Jetzt müssen Sie nur noch wissen, wie man sie so aufstellt, dass sie auch funktioniert. Ob auf dem Boden, an der Wand oder nach Breiten- und Längengrad ausgerichtet - in diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie eine Sonnenuhr ausrichten.

Wichtige Eigenschaften

  • Montage an der Wand
  • Aufstellung auf dem Boden
  • Standort nach Breiten- und Längengraden
  • Standort nach Sonnenschein und Ausrichtung

Wie funktioniert eine Sonnenuhr?

Es gibt zwar verschiedene Modelle von Sonnenuhren, aber alle funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Ein Stab, auch Polstab oder Zeiger genannt, wirft Schatten auf eine Tafel. Dieser Schatten, der die Erdumdrehung widerspiegelt, bewegt sich entgegengesetzt zum Lauf der Sonne, d.h. von Westen nach Osten.

Je nach Modell müssen Sie bestimmte Kriterien bei der Ausrichtung Ihrer Sonnenuhr berücksichtigen:

  • Zum Beispiel werden Wandsonnenuhr, das Aufstellen auf dem Boden bei einem Modell für den Boden, der Unterschied zwischen äquatorial und polar.

  • Die Bestimmung des Breitengrades zur Positionierung der Sonnenuhr in Bezug auf die Pole und den Äquator, und des Längengrades, um den Polstab in Bezug auf den Meridian auszurichten.

  • Maximale Sonneneinstrahlung mit Ausrichtung zum Süden oder Norden je nach Sonnenuhrmodell.

  • Darüber hinaus sollten Sie gute Sichtbarkeit und Witterungsschutz, vorhandene Bäume sowie Sträucher und weitere mögliche Störfaktoren berücksichtigen.

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Ausrichtung einer Sonnenuhr: An der Wand oder auf dem Boden

Damit die Sonnenuhr zum Ablesen der Zeit genutzt werden kann, muss sie entweder an der Wand angebracht oder auf dem Boden aufgestellt werden.

Die Vertikalsonnenuhr: Wird an der Wand angebracht

Die Wandsonnenuhr, deren Polstab parallel zur Rotationsachse der Erde und zum aufrecht stehenden Zifferblatt verläuft, muss, wie der Name schon sagt, an einer Wand angebracht werden.

Bodensonnenuhren oder Sonnenuhren zum Aufstellen: Wird auf dem Boden aufgestellt

Verschiedene Arten von Sonnenuhren müssen auf dem Boden installiert werden, darunter:

  • Die Äquatorialsonnenuhr, mit dem Polstab parallel zur Rotationsachse der Erde und das Zifferblatt parallel zum Äquator.

  • Die polare Sonnenuhr, mit dem Polstab parallel zur Rotationsachse der Erde und das Ziffernblatt ebenfalls parallel zu dieser Achse.

  • Die Bodensonnenuhr, mit dem Polstab parallel zur Rotationsachse der Erde und zum horizontalen Ziffernblatt.

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Wie eine Sonnenuhr nach Breiten- und Längengrad positioniert wird

Für die Positionierung der Sonnenuhr muss zunächst der Breiten- und Längengrad bestimmt werden. Um zu wissen, auf welchem Längen- und Breitengrad Ihre Stadt liegt, müssen Sie einfach nur auf einer Karte bzw. GPS im Internet oder auf Ihrem Mobiltelefon nachschauen.

Breitengrad und Neigung des Polstabs

Anhand des Breitengrads wird der Neigungswinkel des Polstabs bestimmt. Zum Beispiel ist der Breitengrad von Berlin 52,5° und der von München 48.1°. Der Polstab sollte daher in Berlin idealerweise eine Neigung von 52,5° im Verhältnis zum Ziffernblatt und 48,1° in München aufweisen. Beachten Sie jedoch, dass die Polstäbe auf 45° eingestellt sind und der Winkel nicht geändert werden kann (mit einigen Ausnahmen), und daher nicht genau die Zeit angezeigt wird. Natürlich können Sie die Sonnenuhr selbst entsprechend neigen, wodurch die Sonnenuhr allerdings leicht schräg steht.

3 Methoden zur Bestimmung des Sonnenmittags vom Längengrad aus

Anhand des Längengrads lässt sich der Meridian bestimmen, d.h. der höchste Punkt der Sonne im Laufe eines Tages, der die Nord/Süd-Ebene bestimmt. Der Sonnenmittag materialisiert sich durch den Schatten des Polstabs, der auf die Zahl XII der Sonnenuhr geworfen wird. Es gibt drei Möglichkeiten, ihn zu finden:

1. Die Schattenmethode

  1. Befestigen Sie einen Pfahl senkrecht zum Boden.

  2. Markieren Sie gegen 10 Uhr einen Punkt am Ende des Schattens und ziehen von dort aus mit einer am Fuß des Pfahls befestigten gespannten Schnur einen Halbkreis um den Pfahl.

  3. Markieren Sie zwischen 1:30 Uhr und 2:30 Uhr die Punkte, an denen der Schatten den von Ihnen gezeichneten Halbkreis berührt.

  4. Zeichnen Sie dann die Winkelhalbierende (die Mittellinie zwischen den beiden Punkten), die die Nord-Süd-Ebene angibt. Norden wird durch die Richtung des Schattens angezeigt, Süden durch die entgegengesetzte Richtung.

  5. Nun müssen nur noch der Stab und die Zahl 12 auf der Nord-Süd-Achse platziert werden, je nach gewähltem Sonnenuhrmodell mit Blick nach Norden oder Süden.

2. Die Kompass-Methode

Diese Technik ist zwar relativ einfach ist, aber auch nicht so genau, weil der magnetische Norden nicht mit dem geografischen Norden zusammenfällt. Für eine genaue Angabe besorgen Sie sich eine topografische Karte und addieren oder subtrahieren einige Grad entsprechend den magnetischen Neigungen in Relation zu Ihrer geografischen Position.

3. Die Uhr-Methode

Sie müssen von dem Datum und dem Längengrad des Standorts ausgehend die offizielle Ortszeit berechnen, die dem Sonnenmittag entspricht.

Erkundigen Sie sich nach der Zeitgleichung (E) am Tag der Einrichtung der Sonnenuhr. Sie finden diese Informationen in Astronomiebüchern oder bestimmten Kalendern.

Sie müssen dann die in Zeiteinheiten (1° = 4 Min. und 1' = 4 Sek.) ausgedrückte Längengradkorrektur addieren oder subtrahieren.

Addieren Sie die Längengradkorrektur, wenn ihr ein Minuszeichen vorangestellt ist (Grad West), oder ziehen Sie sie ab, wenn sie positiv ist (Grad Ost).

Nehmen wir zum Beispiel Paris am 15. Juli:

  • Zeitgleichung = + 6 Min.

  • Längengradkorrektur: 2°35' Ost = (2 x 4 Min.) + (35 x 4 Sek.) = entspricht - 10 Min. 20 Sek.

  • Sommerzeit = + 2 Std.

Von diesen Daten ausgehend erhalten Sie:

  • 12 Std. + 6 Min. - (10 Min. 20 Sek.) + 2 Std. = 13 Std. 56 Min. 20 Sek.

In diesem Beispiel sehen wir, dass der Sonnenmittag um 13:56:20 Uhr Ortszeit ist. Nach dieser Berechnung müssen Sie nur noch die Sonnenuhr entsprechend ausrichten.

Beachten Sie, dass anhand dieser Methoden die Sonnenzeit so genau wie möglich wiedergegeben werden soll. Wenn für Sie jedoch die Ästhetik im Vordergrund steht, entscheiden Sie sich für die in Ihren Augen am einfachsten erscheinende Methode, denn das Wichtigste ist schließlich, die Uhrzeit auf originelle und spielerische Art und Weise zu lesen!

Eine einfache und schnelle Alternative ist , die Sonnenuhr um 12 Uhr mittags so auszurichten, dass der Schatten des Polstabs auf die XII des Ziffernblatts fällt. Diese Methode ist allerdings auch ungenau, da die Sonnenzeit und die mitteleuropäische Zeit nicht gleich sind. Außerdem müssen Sie Ihre Sonnenuhr nach einiger Zeit nachjustieren.

Wie eine Sonnenuhr ausgerichtet wird

Auch wenn maximale Sonneneinstrahlung natürlich eine unabdingbare Voraussetzung dafür ist, dass die Sonnenuhr funktioniert, kann diese dennoch an vielen Standorten installiert werden. Draußen (Garten, Wand, Bank usw.), aber auch drinnen (Veranda, vor einem Fenster usw.).

Auch hier hängt die Ausrichtung von dem gewählten Sonnenuhrmodell ab:

  • Wenn Ihre Sonnenuhr meridonial ist, richten Sie sie am besten nach Süden aus.

  • Wenn Ihre Sonnenuhr septentrional ist, richten Sie sie am besten nach Norden aus.

Weitere Kriterien für die Installation von Sonnenuhren

Bei der Aufstellung einer Sonnenuhr sind noch weitere diverse Kriterien zu berücksichtigen:

  • Eine gute Sichtbarkeit, damit die Zeit leicht abgelesen werden kann und die Sonnenuhr zu einem eigenständigen dekorativen Element wird.

  • Schützen Sie sie vor schlechtem Wetter (Regen, Frost, Wind usw.), damit sie länger hält.

  • Achten Sie bei der Wahl des Standorts auf Pflanzen wie Kletterpflanzen oder andere Elemente, die Schatten werfen können.

  • Vermeiden Sie Unfälle im Zusammenhang mit dem Polstab (die Vorrichtung, die Schatten wirft), insbesondere in Anwesenheit von Kindern, indem Sie sie außerhalb ihrer Reichweite aufstellen oder -hängen.

 

Ratgeber verfasst von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.

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