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Thuja-Hecke schneiden: So geht's

Thuja-Hecke schneiden: So geht's

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

6 Min. Lesezeit
Auch wenn der große Thuja-Trend inzwischen vergangenen Zeiten angehört, ist und bleibt die Thuja einer der am häufigsten als Hecke gepflanzten Nadelbäume. Damit die Hecke allerdings optisch etwas hermacht und auch, um das Wachstum der Bäume in Höhe und Breite zu regulieren, müssen Thuja-Hecken regelmäßig und zur richtigen Zeit geschnitten werden.

Wichtige Eigenschaften

  • Zeitpunkt für den Schnitt
  • Notwendiges Werkzeug
  • Persönliche Schutzausrüstung
  • Schnitttechniken

Wann sollte man eine Thujahecke schneiden?

Um eine schöne Hecke zu erhalten, die sowohl am Stamm als auch an der Spitze dicht und gleichmäßig gewachsen ist, und ihr Wachstum sowohl in der Höhe als auch in der Breite zu regulieren, muss eine Thujahecke mindestens zweimal pro Jahr geschnitten werden:

  • ein erstes Mal im Mai;

  • ein zweites Mal im Spätsommer, zwischen Ende August und Ende September.

Außerhalb dieser beiden Hauptzeiten können Sie Ihre Hecke noch mehrmals schneiden. Achten Sie aber darauf, den Schnitt nicht bei Frost oder großer Hitze vorzunehmen.

Die beiden Schnitte wirken sich unterschiedlich auf die Entwicklung der Bäume aus:

  • Der Frühjahrsschnitt ist vor allem für junge Thujen förderlich. Diese bilden schnell neue Triebe, wodurch die Hecke dichter wird.

  • Der Schnitt im Spätsommer, der in dem Moment erfolgt, in dem sich der Baum auf den Winter vorbereitet, besitzt keine stimulierende Wirkung. Er bewahrt die ästhetische Form der Hecke.

Junge Thujen sollten geschnitten werden, noch bevor sie die gewünschte Höhe erreicht haben. Schneiden Sie sie so bald wie möglich nach der Pflanzung der Bäume. So erhalten Sie eine dicht und gleichmäßig gewachsene Hecke.

Wenn die Hecke die gewünschten Maße erreicht hat und Sie ihr Wachstum verlangsamen wollen, müssen Sie sie im Frühjahr stärker zurückschneiden. Die Hecke sieht dann eine Zeit lang weniger schön aus, aber die schnell wachsenden jungen Zweige werden dicht und gleichen diesen Effekt bald aus.

Werkzeuge und Material

Persönliche Schutzausrüstung

Die hier aufgeführte Liste ist nicht vollständig. Die persönliche Schutzausrüstung muss an die jeweilige Arbeitssituation angepasst werden.

Die Verwendung einer Heckenschere mit Teleskopgriff erleichtert die Arbeit, da so höhere gelegene Stellen geschnitten werden können, ohne dass man auf eine Leiter oder ein Gerüst klettern muss. Denn der Gärtner hat den besten Halt, wenn er mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht. Indem Sie den Schneidbalken ausrichten, können Sie auch das Dach der Hecke schneiden.

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Richtschnüre

Eine Thujahecke richtig schneiden: So geht's

Denken Sie daran, die Bäume in der Trockenperiode einen oder zwei Tage vor dem Heckenschnitt zu wässern. Die Feuchtigkeit fördert die Wundheilung und das Wachstum neuer Triebe. Vergessen Sie nicht, Ihre Hecke nach jedem Schnitt erneut zu bewässern und zu düngen, um das Wachstum anzuregen.

Das Schneiden der Seiten

Beginnen Sie mit den vertikalen Seiten der Hecke. Man sollte Hecken leicht schräg schneiden, sprich sie am Stamm etwas breiter lassen und nach oben hin etwas mehr zurückschneiden. Auf diese Weise bekommt das Blattwerk mehr Licht und kann sich optimal entwickeln.

Schneiden Sie am besten von unten nach oben. Wenn Sie umgekehrt vorgehen, bleiben die oben abgeschnittenen Zweige an den unteren Trieben hängen. Schneiden Sie die neuen Triebe auf bis zu 1/3 ihrer Länge zurück.

Das Schneiden mit der Heckenschere erfordert eine gewisse Geschicklichkeit, ermöglicht aber auch einen präzisen Schnitt. Die lange Schnittbreite der Heckenschere verhilft zu einem regelmäßigeren Schnitt und vermeidet Löcher. Beim Schneiden müssen Sie darauf achten, dass Sie die Klinge parallel zur Hecke halten.

Denken Sie daran, die Arbeit von Zeit zu Zeit zu unterbrechen und einige Schritte zurückzutreten, um zu überprüfen, dass der Schnitt immer noch regelmäßig ist.

Das Schneiden der Baumspitzen

Wenn Sie mit den Seiten fertig sind, muss die Hecke oben geschnitten werden. Dazu müssen Sie zunächst die Schnitthöhe festlegen. Um diese Grenze zu markieren, sollten Sie an jedem Ende der Hecke einen Pfosten aufstellen und zwischen den beiden Pfosten eine Richtschnur spannen. Wenn die Hecke über Eck verläuft, benötigen Sie einen dritten Pfosten.

Sie können die horizontale Ausrichtung der Schnur nach Augenmaß überprüfen oder mit ausgestrecktem Arm die Hecke entlang an der Schnur vorbeilaufen. Diese muss sich im Verhältnis zum Arm (oder zur Hand) immer auf gleicher Höhe befinden. Denken Sie daran, dass für Hecken an der Grenze zum Nachbargrundstück bezüglich der Höhe und des Abstands zum angrenzenden Grundstück Vorschriften gelten. Diese sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Es ist sicherer und praktischer, anstatt einer Leiter ein Gartengerüst zu verwenden. Gartengerüste lassen sich dank ihrer Rollen leicht transportieren, sind einstellbar und stabil.

In der Regel schneidet man 30 cm der Länge zurück. Sie können horizontal schneiden, sollten in Regionen mit starkem Schneefall im Winter allerdings darauf achten, die Baumwipfel nach oben hin abzurunden. So verhindern Sie, dass sich der Schnee auf der Hecke häuft und den Pflanzen schadet.

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Gerüste

Was passiert mit dem Schnittgut?

Der Heckenschnitt erzeugt eine große Menge an Schnittgut. Zur Entsorgung gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Das Schnittgut können Sie am Fuß der Hecke als eine Art Mulch verteilen oder es nach dem Trocknen als Bodenabdeckung für eine andere Hecke oder andere Bäume verwenden. Es zersetzt sich langsam und hält den Boden feucht.

  • Alternativ können Sie das Schnittgut schreddern und als Mulch für Gemüseanbau oder Blumenbeete verwenden.

  • Ansonsten bleibt noch die Möglichkeit, es zum Wertstoffhof zu bringen.

Achten Sie jedoch auf den Säuregehalt dieses Schnittguts. Es eignet sich eher für Heidepflanzen oder solche, die leicht saure Böden bevorzugen, wie beispielsweise Zitruspflanzen.

Was tun, wenn die Hecke zu breit geworden ist?

Hierbei handelt es sich um das häufigste Problem mit Thujen und Hecken im Allgemeinen, wenn diese nicht regelmäßig genug geschnitten werden. Es lässt sich ausgleichen, wenn Sie schnell genug eingreifen.

Wenn die Hecke sehr lange nicht geschnitten wurde, sollten Sie sie auf keinen Fall zu stark zurückschneiden, da so Löcher im Pflanzenwuchs entstehen können, die nicht oder kaum wieder zuwachsen. Nadelbäume mögen es nicht, zu stark geschnitten zu werden, abgesehen von Eiben. Wenn Sie sich dennoch dazu gezwungen sehen, sollten Sie wissen, dass das Erscheinungsbild der Hecke nach dem Schnitt im besten Fall unverändert bleibt. Im schlimmsten Fall trocknen die Zweige aus und die Thujen gehen ein. Die radikalste Lösung besteht darin, die Bäume zu fällen und an der gleichen Stelle neue Heckenpflanzen in den Boden zu setzen. In letzterem Fall brauchen die Wurzeln nicht unbedingt aus dem Boden entfernt zu werden, da sie nicht wieder ausschlagen und die neuen Sträucher dazwischen gepflanzt werden können.

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Sträucher
 

Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.

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