So finden Sie die richtige Matratze

So finden Sie die richtige Matratze

Sylvia, Journalistin, Dekorateurin, Dresden

Ratgeber verfasst von:

Sylvia, Journalistin, Dekorateurin, Dresden

93 Ratgeber

Wir verbringen fast ein Drittel unseres Lebens schlafend, und die richtige Matratze ist für unseren Komfort und unsere Schlafqualität von wesentlicher Bedeutung. Doch man muss auch ein für die eigenen Bedürfnisse geeignetes Modell finden, und zwar in Bezug auf Material, Maße, Härtegrad und Höhe. Und was ist mit Federung und Liegezonen? In diesem Matratzen-Ratgeber erfahren Sie mehr.

Wichtige Eigenschaften

  • Maße
  • Die Schaumstoffmatratze
  • Die Latexmatratze
  • Die Federkernmatratze
  • Höhe und Härtegrad
  • Liegezonen
  • Sommer- und Winterseite
Zu den Matratzen

Es gibt viele Kriterien, die die Wahl Ihrer Matratze beeinflussen. In erster Linie sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Ihre Körpergröße und eventuell die Ihres Partners oder Ihrer Partnerin sowie den im Schlafzimmer verfügbaren Platz bei der Auswahl der Maße;
  • Schaumstoffmatratze (Polyether, Polyurethan oder Viscoschaum),
  • Latexmatratze (Naturlatex oder synthetisch),
  • Federkernmatratze (Bonellfederkern, Taschenfederkern, Tonnentaschenfederkern);
  • Ihre Bedürfnisse in Bezug auf Komfort sowie Ihr Budget, bei der Auswahl der Federung:
  • die gleichen Bedürfnisse bei der Auswahl des Härtegrads und der Anzahl der Liegezonen der Matratze;
  • die Höhe der Matratze, die von der gewählten Federung abhängt, wobei alle Matratzentypen umso bequemer sind, je höher sie sind;
  • Ihre eventuelle Temperaturempfindlichkeit an kalten Winter- oder heißen Sommertagen. In diesem Fall können Sie sich für eine Matratze mit Winter- und Sommerseite entscheiden, die auf einer Seite besser durchlüftet und auf der anderen wärmer ist.

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Matratzen

Die Größe Ihrer Matratze hängt natürlich von Ihrer eigenen Größe ab, sowie eventuell von der Ihres Partners oder Ihrer Partnerin und dem im Schlafzimmer verfügbaren Platz, bzw. dem vorhandenen Bett. Da wir uns rund vierzig Mal pro Nacht umdrehen, sollte man zugunsten der eigenen Schlafqualität eine ausreichend breite Matratze wählen.

  • Was die Länge betrifft, sollte sie idealerweise 20 cm mehr betragen als die Körpergröße des größten Schlafenden. Die Standardgrößen betragen 190 oder 200 cm.
  • Die Standardbreite beginnt bei 90 cm für eine Person, 140 cm für zwei Personen und reicht bis zu 200 cm bei Kingsize-Matratzen.
  • Die häufigsten Größen sind folgende: 140 x 190, 160 x 200, 140 x 200, 90 x 200, 180 x 200 cm

Matratzentyp

Breite (cm)

Länge (cm)

Bett (1 Platz)

90

190 oder 200

Bett "Full" (1,5 Plätze)

120

190 oder 200

Bett "Standard" (2 Plätze)

140

190 oder 200

Bett "Queensize"

160

200

Bett "Kingsize"

180

200

Bett "Kingsize XL"

200

200

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Matratzen

Die Federung ist der Kern einer Matratze. Sie ist für eine gute Unterstützung Ihres Körpers von wesentlicher Bedeutung. Es gibt drei Hauptkategorien bei der Federung: Schaumstoff, Latex und Federkern (Wollmatratzen werden immer seltener). Die Wahl sollte bezüglich Ihrer Schlafgewohnheiten und Bedürfnisse erfolgen.

Die Schaumstoffmatratze

Dieser Matratzentyp kann aus Polyether, Polyurethan oder Viscoschaum bestehen. Alle drei haben den Vorteil, dass sie leicht und bequem sind. Je nach den eigenen Präferenzen gibt es die Schaumstoffmatratze in drei Härtegraden. Matratzen aus Polyether und Polyurethan bieten oft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Matratzen aus Polyether

Hierbei handelt es sich um synthetische Zellschaummatratzen mit einem geringen Raumgewicht, das in der Regel zwischen 20 und 35 kg/m³ liegt, und einer Höhe von mindestens 10 cm. Die preiswerten Matratzen besitzen eine begrenzte Lebensdauer und eignen sich am besten für sporadisch genutzte Schlafplätze.

Matratzen aus Polyurethan

Matratzen aus Polyurethan oder PUR-Schaum bieten eine bessere Punktelastizität als Matratzen aus Polyether und weisen ein höheres Raumgewicht auf, das zwischen 30 und 50 kg/m³ liegt. Somit bieten diese Matratzen eine gute Schlafunabhängigkeit und Langlebigkeit. Aber Vorsicht: PUR-Schaum ist sehr feuchtigkeitsempfindlich.

Viscoschaum-Matratzen

Viscoschaum oder viskoelastischer Schaum ist PUR-Schaum mit sehr hohem Raumgewicht: zwischen 50 und 85 kg/m³. Viscoschaum ist ein thermoelastischer Schaumstoff und hat die Eigenschaft, auf Körperwärme zu reagieren und sich bei jeder Bewegung den Körperkonturen anzupassen, bevor er wieder seine ursprüngliche Form annimmt. Und je höher die Dichte, desto stärker passt sich die Matratze mit Formgedächtnis an den Körper an.

Dieser Matratzentyp wird besonders für Menschen mit Rückenproblemen empfohlen und fördert auch die Durchblutung. Da sie die Bewegungen der Schlafenden absorbiert, bietet die Visco-Matratze außerdem eine gute Schlafunabhängigkeit. Personen, die im Schlaf stark schwitzen, wird allerdings von der hypoallergenen Matratze abgeraten, da sie weniger gut belüftet ist als beispielsweise ein Modell aus Latex.

Die Latex-Matratze

Dieser Matratzentyp kann aus Naturlatex (Produkt des Kautschukbaums) oder aus synthetischem Latex (Erdölprodukt) bestehen. Es gibt auch Mischungen aus beidem. Idealerweise wählt man einen Naturlatexanteil von mindestens 15 bis 20 %. Die Zusammenstellung sollte vor dem Kauf überprüft werden, vor allem da sich die Bezeichnung "100 % Naturlatex" oft auf Matratzen bezieht, die mindestens 85 % Naturlatex enthalten. Doch mit steigendem Naturlatexanteil steigt auch der Preis der Matratze.

Dank ihrer Wabenstruktur bietet die Latexmatratze eine hervorragende Belüftung, senkt so das Allergierisiko und kann in einem feuchten Schlafzimmer zum Einsatz kommen. Die hohe Punktelastizität dieses Modells bietet ausgezeichneten Halt und die Möglichkeit mehrerer Liegezonen.

Die Federkern-Matratze

Bei Federkernmatratzen sind drei Technologien zu unterscheiden, von der einfachsten bis zur fortschrittlichsten: Bonellfedern, Multispire-Technologie und Taschenfedern.

Bonellfederkernmatratzen

Bonellfedern oder traditionelle Federn werden heute weniger verwendet. Mit ihrer X-Form bieten die durch Stahldrähte verbundenen Federn eine gute Unterstützung, allerdings keine Schlafunabhängigkeit. Außerdem können sie etwas laut sein, neigen dazu, mit der Zeit zu verschleißen und schmiegen sich den Körperkonturen weniger gut an.

Federnkernmatratzen mit Multispire-Technologie

Dieser Matratzentyp besteht aus einem einzigen, durchgehenden Strahldraht, der zu vielen Federn gewunden wurde, um eine homogenere Unterstützung als bei Bonellfedern zu erzielen. Je höher die Anzahl der Federn, desto fester die Matratze. Darüber hinaus bieten diese Modelle eine ausgezeichnete Belüftung und sind besonders langlebig. Die Schlafunabhängigkeit ist allerdings nicht optimal.

Taschenfederkernmatratzen

Bei diesem Matratzentyp ist jede Feder in eine einzelne Stofftasche eingenäht. So wird eine optimale Schlafunabhängigkeit erzielt, da dank dieser Technik jede Feder einzeln und unabhängig von den anderen beweglich ist. Dies ist allerdings nicht der einzige Grund, weshalb diese Technologie heute am meisten verbreitet ist. Sie bietet auch einen sehr guten Halt und eine hervorragende Belüftung.

Der Hauptnachteil von Taschenfederkernmatratzen ist ihr hoher Preis, der allerdings auch immer im Licht der vielen Vorteile und der hohen Lebensdauer zu sehen ist.

Der Härtegrad oder die Dichte einer Matratze

Der Härtegrad hängt von dem Material der Matratze und ihrer Dichte ab: je höher die Dichte, desto höher der Härtegrad. Er reicht von sehr weich, weich, mittelhart und hart bis sehr hart und ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Morphologie. Grob kann man sagen, je schwerer und größer Sie sind, desto höher sollte der Härtegrad Ihrer Matratze sein.

Wenn Sie unter Rückenschmerzen leiden, sollten Sie ebenfalls zu weiche Matratzen vermeiden. Eine zu harte Matratze kann umgekehrt schnell unbequem werden und die Durchblutung beeinträchtigen. Gut zu wissen ist, dass es Matratzen gibt, die für unterschiedliche Bedürfnisse zweier Schlafender entwickelt wurden und zwei verschiedene Härtegrade aufweisen.

Die Höhe einer Matratze

Die Höhe der Matratze hängt in erster Linie von der Art der Federung ab. Generell gilt aber: je höher, desto bequemer. Aber auch hier ist zu bedenken, je höher, desto teurer und auch schwerer, was den Transport zu einem schwierigen Unterfangen werden lässt.

Bei Schaumstoffmatratzen und Latexmatratzen sollte man idealerweise eine Höhe von mindestens 15 cm wählen. Die Höhe von Federkernmatratzen sollte mindestens 20 cm, besser sogar 25 cm betragen.

Liegezonen

Liegezonen sorgen für maximalen Komfort in bestimmten Körperbereichen. Sie umfassen bis zu sieben Zonen, die folgende Körperbereiche mehr oder weniger stark stützen:

  • den Kopf;
  • die Schultern;
  • die Lendenwirbel;
  • das Becken;
  • die Oberschenkel;
  • die Beine;
  • die Füße.

Wenn Sie sich für eine Matratze mit Winter- und Sommerseite entscheiden, sollten Sie wissen, dass eine Seite mit einem dünneren, atmungsaktiven Drell (Matratzenbezug) versehen ist, während die andere Seite einen dickeren und damit wärmeren Drell aufweist.

Wenn sich die beiden Seiten nicht sichtbar unterscheiden lassen, achten Sie auf das Etikett, das immer auf die Winterseite genäht wird. Drehen Sie Ihre Matratze im Herbst auf die Winterseite und an den ersten warmen Tagen im Frühling auf die Sommerseite.

Grundsätzlich wird empfohlen, die Matratze alle acht bis zehn Jahre, sprich nach rund 30.000 Stunden Schlaf zu wechseln. Das ist aber nur ein durchschnittlicher Richtwert. Gewisse Anzeichen weisen darauf hin, wann es Zeit für eine neue Matratze ist.

5 Anzeichen, dass es Zeit für einen Matratzenwechsel ist

  1. Sie leiden unter Lendenwirbel-, Halswirbel oder Kopfschmerzen, in der Nacht oder am Morgen? Dann hat Ihre Matratze ausgedient oder ist nicht mehr für Ihre Morphologie geeignet.
  2. Ihre Matratze ist durchgelegen, der Abdruck Ihres Körpers als Mulde sichtbar? Dann reicht der Halt der Matratze nicht mehr aus, um Ihre Wirbelsäule ausreichend zu stützen und für einen erholsamen Schlaf zu sorgen.
  3. Sie müssen niesen, sobald Sie sich ins Bett legen? Ihre Nase läuft, Ihre Augen sind gereizt? Dann haben sich entweder Staub und Milben in einer zu alten Matratze angesammelt, oder die Materialien Ihrer Matratze sind nicht mehr für Sie geeignet und lösen Allergien aus. Auf alle Fälle ist es an der Zeit, Ihre Matratze zu wechseln. Idealerweise achten Sie beim Neukauf auf eine speziell hypoallergene Matratze.
  4. Sie wachen bei der kleinsten Bewegung Ihres Partners oder Ihrer Partnerin auf? Dann sollten Sie sich unbedingt eine Matratze mit einer guten Schlafunabhängigkeit anschaffen.
  5. Sie schwitzen nachts so stark, dass Ihr Schlaf darunter leidet? Dann ist Ihre Matratze nicht ausreichend belüftet und fördert den Wärmeaustausch nicht. Sie sollten in diesem Fall zu einer Matratze aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Wolle wechseln, was die Vermehrung von Schimmelpilzen und Bakterien einschränkt.

Fast neun von zehn Schlafenden leiden unter Rückenschmerzen. Um dies zu vermeiden, sollten bei der Wahl einer Matratze mehrere Kriterien berücksichtigt werden. 

Liegekomfort

Was den Liegekomfort betrifft, sollten Sie eine weiche oder besonders anschmiegsame Matratze wählen, die Ihre Rückenprobleme nicht verstärken, sondern Ihnen im Gegenteil eine gute, erholsame Nacht garantieren wird. 

Raumgewicht

Das Raumgewicht Ihrer Matratze, angegeben in kg/m³, sollte Ihrem Gewicht und Ihrer Morphologie entsprechen, da sie den Halt und den Härtegrad beeinflusst. Je schwerer und größer Sie sind, desto höher sollte das Raumgewicht Ihrer Matratze sein. 

Härtegrad

Wählen Sie auf keinen Fall eine zu harte Matratze. Dies erhöht nur die Druckstellen und damit Ihre Rückenschmerzen. Aber auch von einer zu weichen Matratze ist abzuraten, da eine solche keinen ausreichenden Halt für Ihre Wirbelsäule bietet. Am besten eignet sich die goldene Mitte: eine mittelharte Matratze.

Technologie der Matratze

Wenn Sie eine Schaumstoffmatratze kaufen möchten, wählen Sie ein Modell mit Viscoschaum. Dieser Matratzentyp wird für Personen mit Rückenleiden besonders empfohlen. Viscoschaum-Matratzen reagieren auf Körperwärme und passen sich bei jeder Bewegung den Körperkonturen an, bevor sie wieder ihre ursprüngliche Form annehmen, und absorbieren so die Bewegungen der Schlafenden und fördern die Durchblutung. 

In der Kategorie Federkernmatratzen bieten Taschenfederkernmodelle einen sehr guten Halt, eine ausgezeichnete Belüftung und eine gute Schlafunabhängigkeit. Latexmatratzen sorgen zusätzlich zum guten Halt für eine hervorragende Belüftung und damit ein vermindertes Allergierisiko. 

Temperaturregulierung

Wenn Ihnen nachts zu warm ist und Sie stark schwitzen, schlafen Sie unruhig, was auch Ihre Rückenschmerzen verstärkt. Wählen Sie in diesem Fall eine gut belüftete Matratze und natürliche Materialien wie Wolle oder Baumwolle, die den Wärmeaustausch fördern

Maße und Schlafunabhängigkeit

Auch wenn der Platz im Schlafzimmer eingeschränkt ist, wählen Sie immer eine Matratze, deren Maße für die Morphologie des größten Nutzers geeignet sind und die breit genug ist, damit sich die Schlafenden nicht gegenseitig stören. 

Eine Matratze mit Schlafunabhängigkeit ist eine Matratze, auf der Sie die Bewegungen des anderen weniger spüren. 

Liegezonen

Liegezonen erhöhen den Komfort einer Matratze in Bezug auf die verschiedenen Körperzonen und mindern so auch Rückenschmerzen. Die bis zu sieben Liegezonen bieten verschiedene Härtegrade für Kopf, Schultern, Lendenwirbel, Becken, Oberschenkel, Beine und Füße.

Was ist der Unterschied zwischen Liegekomfort und Halt? Wovon hängen sie ab und wie kann man sicher sein, dass sie sowohl den eigenen Präferenzen als auch der eigenen Morphologie entsprechen? Im Folgenden erfahren Sie mehr. 

Weicher oder kompakter Liegekomfort

Was den Liegekomfort betrifft, ist alles Geschmacksache. Doch der Liegekomfort darf nicht mit dem Halt verwechselt werden. Der Halt hängt vom Kern der Matratze ab und ermöglicht eine optimale Körperposition. Der Liegekomfort ist der Komfort, den man empfindet, wenn man sich hinlegt. Er hängt von der Füllung der Matratze ab. Je üppiger die Matratze gefüllt ist, desto weicher ist der Liegekomfort. Vielleicht mögen Sie es lieber weich und anschmiegsam, vielleicht lieber kompakt mit einer dünneren Füllung. 

Das Verhältnis von Halt und Raumgewicht

Der Halt ist bei der Auswahl einer Matratze ebenso wichtig, da er verhindert, dass der Körper zu stark in die Matratze einsinkt, und so die Wirbelsäule in der richtigen Position hält. So können Sie einen erholsamen Schlaf genießen und vermeiden Rückenschmerzen. 

Gewicht des Nutzers

Raumgewicht der Matratze

Härtegrad

Unter 50 kg

25 kg/m³ bis 65 kg/m³

Weich

50 kg bis 70 kg

65 kg/m³ bis 75 kg/m³

Weich

70 kg bis 100 kg

75 kg/m³ bis 85 kg/m³

Mittelhart

Über 100 kg

Über 85 kg/m³

Hart

Anti-Milben- und antibakterielle Matratzen wurden für Allergiker entwickelt. Einige wurden allerdings entsprechend behandelt, während andere auf natürliche Weise diese Eigenschaft aufweisen. 

Tipp: Eine gute Hygiene bei der Bekämpfung von Allergien hilft. Denken Sie also daran, Ihr Schlafzimmer täglich zu lüften und Ihre Matratze regelmäßig abzusaugen

Chemische Behandlung

Achten Sie darauf, ob und wie die Matratze zum Zwecke der Anti-Milben- bzw. antibakteriellen Wirkung behandelt wurde. Oft kommen nämlich gesundheits- und umweltschädliche Chemikalien zum Einsatz: Phtalate, Insektenschutzmittel usw. Darüber hinaus weisen diese Behandlungen eine eingeschränkte Wirksamkeitsdauer auf. Die Matratzen verlieren im Laufe der Zeit an ihrer Anti-Milben- oder antibakteriellen Wirkung. 

Überprüfen Sie also die eventuelle Schädlichkeit der zur Behandlung Ihrer Matratze verwendeten Produkte und deren Wirksamkeitsdauer, damit die Lösung nicht letztlich schlimmer ist als das Problem!

Es gibt auch Materialien, die eine natürliche Anti-Milben- oder antibakterielle Wirkung aufweisen, wie beispielsweise Naturlatex (Produkt des Kautschukbaums), Leinen, Bambusfaser, Kokosfaser oder auch Tencel®, das aus Eukalyptusfaser hergestellt wird

Anti-Allergie-Label

Darüber hinaus können Sie auf Anti-Allergie-Label achten. Dazu gehören: 

  • Das Anti-Allergie-Label Standard 100 von OEKO-TEX®, das garantiert, dass die für die Matratze und Bettwaren im Allgemeinen verwendeten Textilien keine vom Gesetz anerkannten Haut- und Inhalationsallergene sowie andere chemische Produkte enthalten.
  • Das Siegel ECARF der Europäischen Stiftung für Allergieforschung, das zertifiziert, dass die Textilfasern der Matratze keine der 26 vom Gesetz anerkannten allergieauslösenden Stoffe enthalten.

Es gibt zahlreiche Labels und Zertifikate, die Sie bei der Auswahl Ihrer Matratze berücksichtigen können. Hier eine nicht vollständige Liste: 

  • CertiPUR. Dieses Zertifikat, das sich ausschließlich auf PUR-Schaum bezieht, schränkt die Präsenz von gesundheits- oder umweltschädlichen Stoffen ein (Phtalate, flüchtige organische Verbindungen usw.).
  • ECARF. Dieses Label wird von der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) vergeben. Es zertifiziert, dass die Textilfasern der Matratze keine der vom Gesetz anerkannten allergieauslösenden Stoffe enthalten.
  • euroLATEX ECO-Standard. Dieses Label garantiert die Herstellung des Latex in Europa und schränkt die Präsenz gefährlicher Substanzen ein (Schwermetalle, Pestizide usw.).
  • EU Ecolabel. Dieses Gütesiegel zertifiziert Produkte, die über ihre gesamte Lebensdauer hinweg umweltfreundlich und gesundheitsunschädlich sind.
  • Global Organic Latex Standard (GOLS). Dieses Label garantiert, dass eine Matratze (und andere Produkte) mindestens 95 % zertifiziert biologische Rohstoffe enthält. Es legt auch Grenzwerte für Schadstoffe, Emissionsanforderungen und den Anteil an Polymeren und Füllstoffen fest.
  • GOTS. Dieses Siegel zertifiziert die biologische Erzeugung der Fasern, die in der Zusammensetzung der Bettwaren enthalten sind, sowie auch den Sozialschutz der Arbeiter.
  • LGA. Dieses Label zertifiziert die Langlebigkeit und Robustheit von Matratzen aus Naturlatex.
  • OEKO-TEX 100. Dieses Gütesiegel verbietet oder beschränkt die Verwendung bestimmter Schadstoffe (Chemikalien, Pestizide, Phtalate, Schwermetalle usw.).
  • Made in Germany. Dieses bekannte Label garantiert die Herstellung in Deutschland.

  • Bettwaren: sämtliche Elemente, aus denen sich ein Bett zusammensetzt, sprich Lattenrost, Matratze, Kopfkissen, Nackenrolle, Bettwäsche usw.
  • Bonellfedern: Federn in X-Form, die durch Strahldraht miteinander verbunden sind und einen dynamischen Halt bieten.
  • Raumgewicht: je höher das Raumgewicht, desto länger behält die Matratze ihre Form. Sie wird in kg/m³ angegeben.
  • Drell: Stoffbezug der Matratze. Er kann aus verschiedenen Materialien bestehen und gegen Bakterien oder Milben behandelt worden sein.
  • Federelemente oder Kontaktpads: synthetische, wie eckige Teller geformte Kautschukmodule, die auf Stegen fixiert sind und entsprechend der verschiedenen Liegezonen präzisen Halt bieten.
  • Festigkeitsregler: ermöglicht die Einstellung des gewünschten Haltes an verschiedenen Körperstellen.
  • Füllung: sämtliche Elemente im Inneren der Matratze (Schaumstoff, Wolle, Baumwolle …), aus denen sich die Füllung der Matratze, der Bettdecke oder des Kopfkissens zusammensetzt.
  • Halt: ermöglicht die ideale Körperposition im Schlaf. Er hängt vom Matratzenkern ab.
  • Härtegrad: von der Matratze gebotener Halt. Je nach Ihren Vorlieben und Ihrer Morphologie kann er von weich über hart und mittelhart bis sehr hart reichen.
  • Kaltschaum: Schaumstoff, der sich schnell an Ihre Morphologie anpasst und anschließend wieder seine ursprüngliche Form annimmt.
  • Kopfteil: dekoratives Element am Kopfende eines Bettes, sollte den Schlafenden ursprünglich vor Kälte schützen.
  • Latex: natürliches Produkt des Kautschukbaums oder synthetisches Produkt aus Erdöl. Beide Arten können gemischt werden.
  • Latten: Holzlamellen, aus denen sich die Federung des Lattenrostes zusammensetzt.
  • Lattenrost: Teil des Bettes, der die Matratze trägt. Er kann aus Latten, Federn oder auch Kontaktpads (Tellerlattenrost) bestehen.
  • Liegekomfort: der empfundene Komfort, wenn man sich auf die Matratze legt. Der Liegekomfort hängt von der Füllung der Matratze ab und kann weich, anschmiegsam oder auch kompakt sein.
  • Liegezonen: mehr oder weniger starker Halt für verschiedene Körperbereiche (eine bis sieben Zonen).
  • Matratze: Element des Bettes, auf dem man liegt. Sie befindet sich auf dem Bettgestell und setzt sich aus einem Kern und einer Füllung zusammen.
  • Matratzenbezug: wasserdurchlässiger Schutzbezug, der die Matratze sauber hält.
  • Matratzenkern: Kern der Matratze, der für Halt und Unterstützung des Körpers sorgt. Er kann aus Schaumstoff, Latex oder Federn bestehen.
  • Matratzenschutz: wasserundurchlässiger Schutzbezug, der die Matratze vor Feuchtigkeit und Kondenswasser schützt.
  • Nackenrolle: zylinderförmiges, längliches Kissen.
  • Punktelastizität: Fähigkeit einer Matratze, nach dem durch den Körper eines Schlafenden ausgeübten Druck wieder ihre ursprüngliche Form anzunehmen.
  • Schaumstoff mit Formgedächtnis: viskoelastischer Schaumstoff, auch Memory Foam genannt, mit sehr hoher Dichte, der sich ergonomisch der Körperform anpasst.
  • Schlafunabhängigkeit: Fähigkeit einer Matratze, die Übertragung von Bewegungen eines Schlafenden auf den anderen abzudämpfen.
  • Taschenfedern: in einzelne Taschen eingenähte Federn für eine bessere Schlafunabhängigkeit und einen guten Halt.
  • Topper: eine Matratzenauflage erhöht den Komfort einer Matratze durch eine zusätzliche Schicht.
  • Winter- und Sommerseite: eine atmungsaktive Seite für den Sommer, eine wärmere Seite für den Winter. Das Etikett der Matratze befindet sich immer auf der Winterseite.

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Zu den Matratzen

Ratgeber verfasst von:

Sylvia, Journalistin, Dekorateurin, Dresden, 93 Ratgeber

Sylvia, Journalistin, Dekorateurin, Dresden

Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, meine Feder für mich sprechen zu lassen und als Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen und schreibe seit über zwanzig Jahren darüber. Auf der Habenseite stehen bei mir verschiedene Lehrwerke, Romane und Erzählungen, zahlreiche Artikel voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.

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