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Bäume und Sträucher schneiden: So geht’s

Bäume und Sträucher schneiden: So geht’s

Albert, Verantwortlich für Gartenpflege, Bochum

Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:

Albert, Verantwortlich für Gartenpflege, Bochum

5 Min. Lesezeit
Ob zur Formbildung und Pflege, für eine reiche Ernte oder als Rückschnitt – Bäume und Sträucher sollten regelmäßig geschnitten werden, damit sie gesund bleiben und ansprechend aussehen. In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr über verschiedene Schnitte und über das passende Werkzeug für den Baumschnitt.

Wichtige Eigenschaften

  • Zweck
  • Arten des Stutzens
  • Werkzeuge
  • Jahreszeit

Warum sollte man Bäume und Sträucher schneiden?

Bäume und Sträucher erfüllen im Garten verschiedene Funktionen: Sie sehen schön aus, spenden Schatten, bilden einen natürlichen Sichtschutz (z.B. Hecken) oder liefern frisches Obst aus dem eigenen Garten. Damit sie nicht zu viel Platz einnehmen, sollten Sie die Pflanzen regelmäßig zurückschneiden. Das ist auch für die Pflanzengesundheit selbst von Vorteil.

Durch einen Rückschnitt tragen Sie zur Beseitigung von nutzlosen Zweige bei, die den Pflanzen die nötige Kraft nehmen, um sich harmonisch zu entwickeln. Ein weiterer Zweck des Stutzens ist die Formgebung der Pflanzen von den Setzlingen bis hin zu den ausgewachsenen Exemplaren: Hierbei spricht man auch von einem Formschnitt. Bei Obstbäumen geht es natürlich darum, die Fruchtbildung zu fördern. In manchen Fällen beschränkt sich der Schnitt jedoch auf das Ausbalancieren des Baumes oder Strauches, wie es bei einigen Arten der Fall ist, die das Stutzen nicht gut vertragen, unter anderem dem Nussbaum oder der japanischen Goldorange.

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Holzsägen

Einen Baum schneiden im Video-Tutorial erklärt

Wann und wie oft man Zierbäume und Ziersträucher stutzt

Zierbäume und -sträucher haben, wie ihr Name schon sagt, eine dekorative Funktion. Sie sind wegen ihrer Blätter, Blüten oder Rinde beliebt.

Jede Art hat ihre besonderen Eigenschaften in Bezug auf Blütezeit, Widerstandsfähigkeit (d. h. Kältebeständigkeit) und Wachstum. Jede Pflanze hat vor allem in Bezug auf den Rückschnitt ihre eigenen Bedürfnisse. Die Häufigkeit des Stutzens hängt in der Regel vom Wachstum und Wildwuchs der Pflanze ab: je stärker sie wächst, desto häufiger muss sie geschnitten werden. Dies ist insbesondere der Fall bei Elaeagnus (Ölweiden) oder Pyracantha (Feuerdorn), die mindestens zwei Schnitte pro Jahr erfordern.

In der Regel erfolgt der Schnitt stets nach der Blüte. Seien Sie jedoch vorsichtig bei bestimmten Arten in mildem Klima. Der späte Winter oder das zeitige Frühjahr sind der beste Zeitpunkt um solche Arten zu schneiden. Achten Sie hierbei stets darauf, Frostperioden oder extreme Kälte zu vermeiden.

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Zierbäume und -sträucher

Stutzen zur Formbildung: vom Setzling an

Zweck des Schneidens ist es, der Pflanze die erwünschte Form zu geben, sobald sie in einen Topf oder in den Boden eingesetzt wird. Besonders empfehlenswert ist dies bei Obstbäumen oder bei schattenspendenden Bäumen wie etwa der Maulbeerplatane. In diesem speziellen Fall geht es darum, horizontal wachsende Zweige zu bewahren und die nach oben wachsenden regelmäßig zu entfernen. Die gewünschte Form ist die eines Sonnenschirms mit hinreichendem Durchmesser, um einen schönen Schattenbereich zu gewährleisten. 

Ein weiterer typischer Fall des formbildenden Stutzens ist der Bonsai, bei dem sich das Stutzen über das gesamte Leben des Baumes erstreckt. Diese Formschnittkunst verleiht den kleinen Bäumen ihre wohlbekannte Wolkenform. Es geht darum, Bäume und Sträucher nach Belieben zu formen und der Kreativität dabei freien Lauf zu lassen. 

Das Beschneiden von Sträuchern in Hecken oder einzeln wird durch die Verwirklichung origineller Formen zu einer eigenständigen und für jedermann zugänglichen kreativen Tätigkeit.

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Sträucher

Erhaltungsschnitt: die gewünschte Form beibehalten

Das Stutzen zur Pflege wird, anders als das zur Formbildung, an bereits großen Pflanzen vorgenommen, welche die gewünschte Form und das gewünschte Volumen bereits erreicht zu haben. Der Erhaltungsschnitt wird an einzelnen Pflanzen oder Hecken durchgeführt, wobei das Hauptziel darin besteht, ihre Form zu erhalten, indem die Triebe aus dem Vorjahr entfernt werden.

Bei den meisten Sträuchern sollte dies in der Regel im Frühjahr oder Herbst erfolgen, je nach Blüte und Widerstandsfähigkeit der Pflanzen. Daher ist es ratsam, sich über die empfohlenen Schnittzeiten für jede Pflanzenart zu informieren.

Sie können auch im Sommer schneiden, sollten aber darauf achten, Trockenperioden oder hohe Temperaturen zu vermeiden. Bei Bäumen hingegen wird der Pflege- oder Rückschnitt meist im Winter durchgeführt.

Starker Rückschnitt

Im Gegensatz zum Erhaltungsschnitt zielt der radikale Rückschnitt darauf ab, die altes Holz an der Basis zu entfernen, um das Wachstum neuer Ableger zu fördern. Er sollte etwa alle drei Jahre an Sträuchern durchgeführt werden. Die Operation ist relativ einfach: Es geht darum, die ältesten Äste zu finden und sie dann mit einer Gartenschere oder einem Fuchsschwanz zu schneiden.

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Gartenschere

Tipps zur Vorgehensweise

Welchen Schnitt Sie auch durchführen (schonender Form- oder Pflegeschnitt oder radikaler Rückschnitt) - geeignetes und gewartetes Werkzeug ist unerlässlich, nicht nur für ein erfolgreiches Gelingen, sondern auch für die Gesundheit der Pflanzen. Eine gut geschärfte Gartenschere, Kettensäge oder Heckenschere führt glatte Schnitte durch, was die Abheilung der frischen Schnittstellen an Bäumen und Sträuchern fördert und so Krankheiten vorbeugt.

„Denken Sie auch daran, die Klingen zwischen zwei Schneidevorgängen zu reinigen. Entfernen Sie, wenn nötig, das Harz von Nadelbäumen und andere Rückstände mit einem geeigneten Reinigungsmittel. Desinfizieren Sie sie auch mit Alkohol, um die Übertragung von Krankheiten unter den Pflanzen zu verhindern.“

Was Sie für das Stutzen von Bäumen und Sträuchern benötigen 

Werkzeug und Material

Persönliche Schutzausrüstung

Diese Liste ist nicht vollständig. Die persönliche Schutzausrüstung muss an die jeweilige Arbeitssituation angepasst werden.

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Gartenscheren
 

Ratgeber verfasst von:

Albert, Verantwortlich für Gartenpflege, Bochum

Seit einigen Jahren betreibe ich einen Service für Gartenpflege für Privatpersonen und Unternehmen. Ich leite ein Team von Gärtnern und sorge für die Erstellung und Pflege von Grünflächen. Auf der anderen Seite vermittle ich mein Know-how an die Kunden in Hinblick auf die Erhaltung und Verbesserung ihrer Gärten. Nach einer kaufmännische Ausbildung begann ich meine Karriere in der Hotellerie, wandte mich aber schnell dem Landschaftsbau zu, wo ich durch diverse Weiterbildungen solide technische Fähigkeiten erwarb. Auch im Privaten bin ich der Kunst des Gartenbaus zugewandt. Mit meiner Frau habe ich unseren Garten von A bis Z gestaltet und ich pflege ihn mit Sorgfalt, genauso wie den Gemüsegarten! Und bezüglich Heimwerken gibt es keine Ausnahme! Und ja, Gartenarbeit ist auch heimwerken: Pergola, Gartenhaus, Pflaster, Zaun und so weiter... Es ist immer etwas in einem Garten zu tun! Nach den Arbeiten sind meine Frau und ich stolz auf das erreichte Ergebnis und freuen uns, es in vollen Zügen genießen zu können! Ihnen Tipps zu geben und Ihnen bei der Wahl der Werkzeuge, bei der Pflege oder der Verschönerung Ihres Gartens zu helfen, macht mir stets Freude.

Der Spezialist für Heimwerk, Haus und Garten

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