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Eine Badewanne einbauen: So geht's

Eine Badewanne einbauen: So geht's

Didier, technischer Leiter, Frankfurt

Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:

Didier, technischer Leiter, Frankfurt

7 Min. Lesezeit
Der Einbau einer Badewanne im Bad erfolgt in mehreren Schritten. Ist die Badewanne waagerecht ausgerichtet und sind Wandleisten, Siphon sowie Badewannenverkleidung mit Revisionsklappe angebracht und alle Silikonfugen gezogen, haben Sie sich ein entspannendes Schaumbad verdient! In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erfahren Sie mehr.

Wichtige Eigenschaften

  • Vorbereitung
  • Positionieren der Badewanne
  • Anschluss von Überlauf, Ablauf und Siphon
  • Badewannenverkleidung
  • Positionieren der Badewanne und Anbringen der Badewannenschürze
  • Verfugen mit Silikon

Badewanne für mehr Komfort

Wer wünscht sich keine Badewanne in seinem Badezimmer? Ob eckig oder rechteckig, mit oder ohne Verkleidung – eine Wanne vereint Eleganz und Funktionalität und findet in jedem Badezimmer einen Platz. Sie können eine vorgefertigte Wannenschürze verwenden oder eine maßgefertigte Verkleidung aus verschiedenen Materialien bauen. Die Wanne kann zusätzlich mit einer Duschsäule, einem Duschvorhang oder einem Badewannenaufsatz ausgestattet werden. Aufgrund der vielfältigen Ausführungen und Formen gibt es keine allgemeingültige Anleitung für alle Einbauarten. Je nach Badewanne (mit oder ohne integrierte Armaturen, maßgefertigte Badewannenschürze usw.) und Badezimmer (Neu- oder Altbau) können Zusatzschritte nötig werden. Hierzu zählen: 

  • Entfernung der alten Wanne oder Dusche.

  • Anpassung der Rohre und Montage der Armatur

  • Anpassung der Abflussrohre.

  • Und noch vieles mehr. 

Vorkenntnisse

Für den Einbau einer Wanne sollten Sie sich mit Klempnerarbeiten auskennen. Hierzu zählen der Anschluss von Rohren, Siphon und Ablauf sowie das Ziehen von Silikonfugen. Sie müssen zudem Maß nehmen, Leisten, Verkleidung sowie Fliesen zuschneiden und anbringen, eine Wasserwaage benutzen, bohren sowie schrauben können.

Benötigte Zeit

Ungefähr 4 Stunden, abhängig von Badewannenform und -verkleidung

Personenanzahl

1 bis 2 Personen (je nach Gewicht der Wanne)

Arbeitsschritte

Schritt 1: Vorbereitung des Standorts und Abmessungen 

Schritt 2: Positionieren der Wanne

Schritt 3: Anschluss von Überlauf, Ablauf und Siphon

Schritt 4: Badewannenverkleidung

Schritt 5: Positionieren der Badewanne und Einbau der Badewannenschürze

Schritt 6: Badewanne verfugen

Werkzeuge und Materialien

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Handsägen

Badewanne einbauen im Video-Tutorial

1. Vorbereitung des Standorts und Abmessungen

Sobald Sie eine neue Badewanne gefunden haben, die von der Optik und der Größe her in Ihr Badezimmer passt, müssen Sie den Badewannen-Einbau vorbereiten.

  • Bringen Sie zuerst die verstellbaren Wannenfüße an und stellen Sie sie so ein, dass sie gleich hoch sind.

  • Rechnen Sie dabei einen Spielraum von mindestens 5 cm für den Siphon ein. Denken Sie daran, dass sich der Siphon unter der Badewanne befindet und den Boden nicht berühren darf.

  • Positionieren Sie die Wanne nun der richtigen Stelle und stellen Sie die Wannenfüße mit der Wasserwaage ein, bis die Wanne waagerecht steht. Markieren Sie die Höhe der Badewanne an der Wand, nachdem Sie die Badewanne ausgerichtet haben.

  • Entfernen Sie die Badewanne vorläufig wieder.

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Wasserwaagen

2. Positionieren der Badewanne

Anbringen der Wandleisten 

Mit Ausnahme von freistehenden Wannen werden Badewannen nicht nur von Füßen, sondern auch von Wandleisten gehalten.

Im nächsten Schritt müssen daher sogenannte Wannenleisten an der Wand befestigt werden. Diese besitzen bestimmte Abmessungen (z. B. 20 x 27 mm, 18 x 40 mm usw.). Je nach Badewannentyp und Wannenverkleidung kann Befestigungsmaterial im Lieferumfang enthalten sein.

  • Messen Sie die Höhe des Wannenrands ab und übertragen Sie die Maße unter die Markierungen, die Sie bereits auf die Wand gezeichnet haben. Dies zeigt Ihnen an, auf welcher Höhe Sie die Wannenleisten befestigen müssen.

  • Halten Sie sich beim Befestigen der Leisten an die Herstellerangaben. Oft wird an den Seiten 5 bis 10 cm Platz gelassen. Schrauben Sie die Wannenleisten ungefähr alle 20 bis 40 cm an die Wand. Benutzen Sie hierzu Dübel, die zur Wand passen.

  • Nun können Sie vor dem Einbauen der Badewanne Dichtband auf die Leiste kleben (dies ist bei Whirlpool-Badewannen Vorschrift, um die Schallübertragung zu reduzieren).

Einstellen der Wannenfüße

Sobald alle Leisten an der Wand befestigt sind, können Sie die Badewanne anbringen.

  • Sie muss vollkommen waagerecht stehen (mit Wasserwaage überprüfen) und der obere Wannenrand muss mit den zuvor eingezeichneten Markierungen übereinstimmen.

  • Die Wannenfüße sorgen dafür, dass auch die Vorderseite der Badewanne waagerecht steht und geben ihr zusätzlichen Halt. Sie werden von Hand mit einem Schlüssel an- und abgeschraubt.

  • Eine fertig eingebaute Badewanne muss auf den Wannenleisten und -füßen sitzen.

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Badewannen

3. Anschluss von Überlauf, Ablauf und Siphon

Schließen Sie die Ab- und Überlaufgarnitur an.

Halten Sie sich bei der Montage des Überlaufs (er besitzt oft einen Dichtring und wird an ein Rohr angeschlossen) an die Anleitung des Herstellers. Montieren Sie dann den Ablauf. Vergessen Sie nicht, zuvor die Schutzteile aus Kunststoff zu entfernen. Es ist wichtig, dass alles vollkommen dicht ist.

Anschluss der Abflussrohre

Der Siphon wird sowohl am Ablauf als auch an den Abflussrohren befestigt (in der Wand oder im Boden).  

  • Messen Sie die Länge, die das PVC-Rohr (oft 40 mm Durchmesser) besitzen muss, um die Badewanne mit dem Abflussrohr zu verbinden. Je nach Fall wird hierbei ein Rohrbogen benötigt.

  • Bevor Sie die Elemente verkleben, müssen Sie die Installation überprüfen. Wenn alles richtig sitzt, rauen Sie das Ende des Rohrs auf etwa 3 cm mit Schleifpapier an. Tragen Sie nun den Kleber auf und setzen Sie das Rohr auf den Abfluss oder den Rohrbogen.

  • Verbinden Sie dann das andere Ende des Rohrs mit dem Ablauf und schrauben Sie die Mutter fest (denken Sie an den Dichtring). Sobald der Kleber getrocknet ist, überprüfen Sie, ob der Ablauf dicht ist, indem Sie Wasser laufen lassen.

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Rohrbögen

4. Badewanne verkleiden

Badewannenschürze anbringen

Besteht die Wannenverkleidung aus einer Wannenschürze, die einbaufertig ist, passt diese exakt zu den Maßen der Badewanne (aus Kunststoff, im Lieferumfang enthalten oder separat gekauft). Die Wannenschürze wird unter den Rand der Badewanne eingesetzt und durch das Einstellen der Füße fixiert. Diese heben die Verkleidung um 1 oder 2 cm vom Boden an und blockieren sie auf diese Weise unter dem Wannenrand. Wannenschürzen können auch verfliest werden (die Fliesen werden zugeschnitten und an die Verkleidung geklebt) oder aus Holz bestehen, das gestrichen werden kann. 

Wannenverkleidung selber machen

Sie können ebenfalls festes Material zum Verkleiden Ihrer Badewanne verwenden, beispielsweise Porenbeton oder wasserfeste Gipskartonplatten. Wenn Sie keine passgenaue Wannenschürze anbringen, können Sie Platten auch selbst zuschneiden. Hierfür müssen Sie zuerst Maß nehmen (Höhe und Länge). Berücksichtigen Sie dabei, dass die Platten geneigt unter den Rand der Badewanne eingesetzt werden. Die Verkleidung wird an einem Träger befestigt, der zuvor an der Badewanne fixiert wird.

Dieser Träger wird nach dem gleichen Prinzip wie die Wannenleisten montiert: Markieren Sie die Stärke der Platten auf dem Boden und befestigen Sie je nach Verkleidung Leisten oder Metallschienen mittels Schrauben. Dieser Träger kann aus einem oder zwei Rahmen bestehen, die an den Ecken durch Winkel befestigt werden. Fügen Sie eine Revisionsöffnung in die Wannenverkleidung ein, damit Sie für Wartungsarbeiten einfachen Zugang zur Ablaufgarnitur haben. Die Maße der Revisionsöffnung werden auf die Wannenverkleidung übertragen und vor dem Einbau ausgeschnitten.

Ob einbaufertige oder selbst zugeschnittene Wannenverkleidung – nun wird die Wanne wieder von ihrem endgültigen Standort entfernt.

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Revisionsklappen

5. Positionieren der Wanne und Anbringen der Badewannenschürze

  • Entfernen Sie die Badewanne etwas von der Wand und ziehen Sie eine dicke Silikonfuge am oberen Rand entlang: an den Wandleisten und auf der Verkleidung am Träger sowie zwischen den Elementen.

  • Stellen Sie die Wanne nun erneut an ihren endgültigen Platz. Sie wird nun durch ihr Eigengewicht das Silikon zerdrücken. 

  • Schließen Sie über die Revisionsöffnung in der Wannenschürze wieder den Siphon an, wenn diese nicht abmontierbar ist (z. B. Verkleidung aus Porenbeton oder Gipskartonplatten).

  • Lässt sich die Verkleidung geneigt einsetzen und kann über Verschraubungen in der Höhe verstellt werden, vereinfacht dies die Montage. Bei Eckwannen werden die beiden Schürzenelemente durch passende, mitgelieferte Profilleisten verbunden.

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Eckwannen

6. Badewanne verfugen

Silikonfuge zum Abdichten der Wanne 

Die Silikonfuge wird dann gezogen, wenn die Wand bereits verkleidet ist (z. B. durch Fliesen).

Tragen Sie das Silikon entlang des gesamten Badewannenrands auf, der die Wand berührt. Die Fuge muss auch die Ecken gut abdichten. Das Silikon muss hierzu gleichmäßig aufgetragen und dann mit einem mit Seifenwasser benetztem Finger geglättet werden. Sobald das Silikon getrocknet ist, ist die Wanne einsatzbereit und einem entspannenden Bad steht nichts mehr im Weg! 

 

Ratgeber verfasst von:

Didier, technischer Leiter, Frankfurt

Heimwerkern: Ich liebe es! Die präzise Arbeit fasziniert mich, ich mag Holz, Metall und ich liebe es, etwas zu bauen, was es bisher nicht gibt. Das Zimmer meiner Tochter ist ein Beispiel, ihr Bett ist unter ihrem Schreibtisch eingebaut! Meine Leidenschaft hat sich inzwischen herumgesprochen: Meine Familie und Nachbarn fragen mich um oft Rat oder um Hilfe für Ihre Projekte. Auch Sie berate ich gerne bei der Auswahl Ihrer Werkzeuge oder bei DIY-Projekten.

Der Spezialist für Heimwerk, Haus und Garten

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