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Energiekosten senken: So geht's

Energiekosten senken: So geht's

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

7 Min. Lesezeit
Möchten Sie Geld sparen, indem Sie Ihren Energieverbrauch senken? Hierfür reicht es, wenn Sie Ihre tagtäglichen Gewohnheiten ein wenig ändern. Vom Senken der Raumtemperatur um ein Grad und dem Abschalten von Geräten im Standby bis hin zur Verbesserung der Wärmedämmung oder dem Wechsel des Energieversorgers – unser Ratgeber verrät Ihnen, wie es geht!

Gewohnheiten im Alltag ändern und Energie sparen

Wer Energie sparen möchte, kann schon mit kleinen Gesten große Änderungen herbeiführen:

  • Egal, womit Sie heizen: Wenn Sie die Raumtemperatur um ein Grad senken, sparen Sie ungefähr 7 % Ihrer Heizkosten! Experten empfehlen eine Raumtemperatur von 19 °C im Wohnbereich, 16 °C in den Schlafzimmern und 21 °C im Badezimmer.

  • Denken Sie auch daran, alle Zimmer täglich für etwa 5 Minuten zu lüften, um den Feuchtigkeitsgehalt in Ihrem Wohnraum zu vermindern.

  • Lassen Sie Ihre Geräte nicht im Standbymodus. Manche Geräte, wie Fernseher, verbrauchen in diesem Betriebsmodus mehr Energie als im angeschalteten Zustand! Ziehen Sie auch die Stecker von ungenutzten Ladekabeln für Smartphones und Laptops.

Heizkosten senken

Die Heizung ist in der Regel der Energiefresser Nummer eins im Haushalt. Hier lohnt es sich, wenn Sie neben den täglichen Gesten zur Entlastung der Heizrechnung auch in Ausrüstung investieren, die auf lange Sicht Kosten spart.

Ein Raumthermostat hilft dabei, die Raumtemperatur auf den Grad genau zu regeln.

Noch besser als ein klassisches Raumthermostat ist ein programmierbares Thermostat. Letzteres ermöglicht es, die Temperatur in Ihrer Abwesenheit zu senken und unnötiges Heizen zu vermeiden. Intelligente Thermostate lassen sich über Ihr Smartphone, Ihren Computer oder ein Tablet steuern und ermöglichen es, die Temperatur ganz nach Ihren Wünschen einzustellen. Somit können Sie bis zu 20 Prozent Energie sparen!

Energiefresser ausfindig machen

Bei einem offenen Kamin gehen ungefähr 90 % der Kalorien, die eigentlich Ihren Wohnraum heizen sollen, über den Abzug verloren. Um den Wirkungsgrad zu erhöhen, sollte er daher mindestens mit einem Kaminventilator oder – besser noch – mit einem Kamineinsatz ausgestattet werden.

Auch alte Elektroheizkörper, die sehr viel Strom verbrauchen, und alte Heizanlagen sollten ausgetauscht werden. Achten Sie auch hier darauf, Geräte einzubauen, die einen hohen Wirkungsgrad aufweisen.

Warmluftverteilung verbessern

Damit Ihre Heizkörper auch wirklich gut heizen, muss die warme Luft frei zirkulieren können. Daher sollte nichts auf ihnen abgestellt werden. Auch Möbel sollten nicht zu nah an den Heizkörpern stehen. Entstauben Sie Ihre Heizkörper zudem regelmäßig und denken Sie daran, sie vor jeder Heizperiode zu entlüften (Wasserheizkörper).

Lassen Sie Ihren Heizkessel einmal pro Jahr vom Fachbetrieb warten.

Energiekosten im Badezimmer senken

Neben der Heizung treibt auch der Warmwasserverbrauch die Energiekosten in die Höhe. Aber auch hier können Sie Ihre Energierechnung mit ein paar einfachen Tricks senken:

  • Stellen Sie eine niedrigere Wassertemperatur an Ihrem Heizkessel ein (55 bis 60 °C). Diese Temperaturen sorgen für eine angenehme Wärme, während gleichzeitig die Bildung von Bakterien und Kesselstein verhindert wird.

  • Lassen Sie warmes Wasser nur dann laufen, wenn Sie es auch wirklich brauchen, beispielsweise beim Händewaschen oder Duschen.

  • Ein Vollbad verbraucht drei- bis fünfmal so viel Wasser wie eine Dusche, weshalb es sparsamer ist zu duschen.

  • Wenn die Wasserrohre durch Räume laufen, die nicht beheizt sind, sollten sie mit Schläuchen aus Weichschaum gedämmt werden, damit weniger Kalorien verloren gehen und Sie Geld sparen.

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Energiesparen in der Küche

Küchengeräte sind für etwa 7 % der Energiekosten verantwortlich. Um in der Küche Geld zu sparen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Statten Sie Ihre Küche mit einem Induktionskochfeld aus. Dieses verbraucht ungefähr 30 % weniger Energie als Cerankochfelder und 50 % weniger als klassische Kochplatten.

  • Ein Ofen mit Umluft ermöglicht es, mehrere Gerichte auf einmal zuzubereiten. Mikrowellen verbrauchen 5-mal mehr Energie als traditionelle Öfen und sollten daher nur für schnell zubereitete Gerichte verwendet werden.

  • Denken Sie daran, Ihre Herdplatten und Ihren Ofen ein paar Minuten vor dem Ende der Zubereitungsdauer auszuschalten, um die Restwärme zu nutzen.

  • Der Verbrauch von Kühlschrank und Gefrierschrank hängt mit der Außentemperatur zusammen. Daher sollten sie nicht in der Nähe einer Wärmequelle stehen. Lassen Sie zudem Platz über und hinter den Geräten, damit die Luft besser zirkulieren kann. Denken Sie daran, die Türen von Kühl- und Gefrierschränken immer schnell zu schließen und lassen Sie Gerichte abkühlen, bevor Sie sie hineinstellen, damit nicht zu viel Energie verbraucht wird. Denken Sie zudem daran, Ihre Kühl- und Gefriergeräte regelmäßig abzutauen.

  • Reinigen Sie regelmäßig die Brenner Ihres Gaskochfelds, damit diese einwandfrei funktionieren. Eine gelbe Flamme ist ein Hinweis auf zu wenig Sauerstoff.

  • Erhitzen Sie Wasser in einem sparsamen Wasserkocher. Wenn Sie es lieber in einem Kochtopf erhitzen, sollten Sie einen Deckel benutzen.

Energiesparen bei Waschmaschine, Geschirrspüler und Trockner

Geräte zum Reinigen von Wäsche und Geschirr sind zwar in den letzten Jahren sparsamer geworden, dennoch gehören sie zu den Energiefressern. So sparen Sie Energie und Geld:

  • Der Trockner zählt zu den Haushaltsgeräten, die am meisten Energie verbrauchen. Daher ist es besser, seine Wäsche hängend zu trocknen. Wählen Sie in jedem Fall einen Trockner mit Feuchtigkeitssonde. Dank ihr wird die Trocknungsdauer automatisch angepasst.

  • Bei einer Waschmaschine haben Sie die Wahl zwischen mehreren Waschprogrammen. Waschen bei niedriger Temperatur reicht meistens vollkommen aus ... und verbraucht bis zu dreimal weniger Energie.

  • Eine Geschirrspülmaschine hat den Ruf, weniger Wasser zu verbrauchen als das Spülen von Hand. Das gilt insbesondere dann, wenn Sie beim Spülen Wasser laufen lassen. Stellen Sie beim Geschirrspüler, wenn möglich, jedoch das Sparprogramm ein.

  • Vergessen Sie nicht, Sieb und Dichtungen regelmäßig zu reinigen.

  • Denken Sie außerdem daran, dass Nachtstrom günstiger ist als Tagstrom. Was ist Nachtstrom? Beim Nachtstrom profitieren Sie zwischen 22 und 6 Uhr von vergünstigten Stromtarifen. Der Tarif für Tag- und Nachtstrom ist jedoch meist teurer als ein Normalstromtarif. Er lohnt sich nur dann, wenn Sie Ihre stromintensiven Geräte hauptsächlich nachts laufen lassen.

Energiesparen bei Elektrogeräten und Leuchtmitteln

Energieeffizienzklasse auswählen

Auch Elektrogeräte wie Computer oder Staubsauger verbrauchen Strom. Um ihren Stromverbrauch besser einschätzen zu können und sparsame Geräte zu kaufen, gibt es die "Energieverbrauchskennzeichnung". Sie besteht aus 7 bis 10 Energieeffizienzklassen. A+++ bis D für Kühlgeräte, Fernseher usw. A+++ bis G für Gas-Kühlschränke und Weinschänke. Eine Kühl-Gefrierkombination mit einer Effizienzklasse von A+++ verbraucht beispielsweise 70 % weniger Energie als ein ähnliches Gerät der Klasse A+.

Sparsame Beleuchtung

Nichts geht über natürliches Licht. Wenn Sie jedoch künstliches Licht benötigen, sollten Sie auf LEDs und Kompaktleuchtstofflampen zurückgreifen. Diese verbrauchen weniger Strom als klassische Glühbirnen. Achten Sie auch hier auf die Energieeffizienzklasse.

Aber auch kleine Gesten im Alltag helfen dabei, Strom zu sparen. Schalten Sie immer das Licht aus, wenn Sie einen Raum verlassen und entfernen Sie regelmäßig Staub von Ihren Leuchtmitteln.

Energiesparen durch Wärmedämmung und Anbieterwechsel

Energiesparen durch Wärmedämmung

Wussten Sie, dass durch ein schlecht gedämmtes Dach 30 % der Wärme entweicht? Hierzu kommen 25 % durch die Wände und 13 % durch die Fenster. Wenn Sie Ihr Haus dämmen lassen, können Sie daher auf lange Sicht Geld sparen. Bei einer energetischen Sanierung steht Ihnen eine steuerliche Förderung zu. Die Förderdatenbank des Bundes

Energiesparen durch Anbieterwechsel

Der Wechsel des Strom- und Gasanbieters ist heute ein Kinderspiel. Vergleichen Sie, genau wie beim Einkauf von Heizöl, die verschiedenen Anbieter miteinander. Nehmen Sie die Angebote und Tarife genau unter die Lupe. Wenn Sie zusammen mit Ihren Nachbarn den Stromanbieter wechseln und bestimmte Energieverträge kombinieren, können Sie in manchen Fällen von vergünstigten Tarifen und Rabatten profitieren.

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Ratgeber verfasst von:

Sylvia, Journalistin und Dekorateurin, Dresden

Nach meiner Zeit bei mehreren Fernsehsendern entschied ich mich, als freischaffende Journalistin und Herausgeberin zu arbeiten. Meine Interessen und auch meine Texte gehen in die verschiedensten Richtungen: Ich liebe das Dekorieren und das Heimwerken genauso sehr wie historische oder wissenschaftliche Themen. Meine Artikel für ManoMano sind voller Tipps aus dem Bereich Deko und DIY, die ich in meinem alten Haus, das ich eigenhändig saniere, ausprobiert habe.

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