
Fenster und Außentüren in der energetischen Sanierung
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München
Energieeffizienz von Fenstern und Türen
Zur energetischen Sanierung zählen alle Arbeiten, die den Energieverbrauch eines Hauses senken. Im Jahr 2018 machte das Heizen 67,6 % des Energieverbrauchs eines Haushalts aus. Alte Fenster und Türen sind für 10 bis 15 % der Wärmeverluste verantwortlich.
Zu den Hauptgründen für Wärmeverluste gehören verglaste Flächen (insbesondere mit einfacher Verglasung), Wärmebrücken, die sich an den Anschlussstellen zwischen Fensterrahmen und Wand befinden, undichte Stellen durch alte Dichtungen und Rahmen sowie ungeeignete Materialien, die Wärme leiten.
Der Austausch alter Fenster mit Einfachverglasung durch doppelt verglaste Fenster führt zu Einsparungen von 15 % in der Heizsaison.
Fenster und Türen: Wärmeverluste
Über alle Fenster, Fenstertüren oder Panoramafenster entweicht Wärme, da sie direkt atmosphärischen Einwirkungen ausgesetzt sind. Daher können über einen Fenstertausch die meisten energetischen Einsparungen gemacht werden.
Über Haustür und andere Außentüren geht weitere Wärme verloren. Eingangstüren öffnet sich direkt nach außen. Kellertüren führen von beheizten in unbeheizte Räume.
In den meisten Bundesländern ist für den Austausch von Fenstern keine Baugenehmigung nötig. Um auf Nummer sicher zu gehen, informieren Sie sich am besten bei der zuständigen Behörde. Manchmal müssen bestehende Bebauungspläne und Satzungen des Baugebiets eingehalten werden.
Arten von Fenstern
Fenster sind in verschiedenen Modellen erhältlich. So passen sie sich an Ihr Haus und Ihre Wünsche an. Sie besitzen Standardmaße, können jedoch auch passgenau gefertigt werden. Zudem sind folgende Modelle erhältlich:
Fenster mit Festverglasung;
Fenster mit einem, zwei oder mehr Flügeln;
Fenster mit anderem Öffnungsmechanismus.
Fenster mit Drehflügel
Hierbei handelt es sich um die häufigste Öffnungsart. Sie werden nach innen geöffnet. Dieser Fenstertyp eignet sich für alle Räume. Der Raum wird bestmöglich belüftet und die Pflege ist einfach.
Drehkippflügelfenster
Drehkippflügelfenster können sowohl ganz geöffnet als auch gekippt werden. Dies ermöglicht eine teilweise oder vollständige Öffnung. Diese Art Fenster eignet sich insbesondere für Küchen und Badezimmer.
Fenster mit Schiebeflügel
Diese Fenster sind platzsparend, da sie nicht in den Raum hineinschwingen. Sie sind besonders als Fenstertüren für den Garten beliebt. Sie eignen sich auch an Stellen, an denen nicht viel Platz zur Verfügung steht, beispielsweise über Arbeitsplatten in der Küche.
Fenster mit Kippflügel
Diese Art Fenster ermöglicht eine teilweise Öffnung. Dies ist an regnerischen Tagen praktisch. Sie werden oft in Kellern, Garagen oder in Badezimmern eingesetzt.
Fenster mit Schwingflügel
Schwingflügelfenster haben eine horizontale Drehachse in der Mitte des Fensters. Diese Öffnungsart kommt oft bei Dachfenstern zum Einsatz.
Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber Energetische Sanierung: So finden Sie die richtigen Fenster
Arten von Haustüren
Außentüren sind in mehreren Ausführungen erhältlich. Sie müssen bestimmte Merkmale aufweisen, damit eine Förderung im Rahmen der energetischen Sanierung möglich ist. Zudem haben Haus- und Hintertüren nicht die gleichen Sicherheitsanforderungen.
Türen ohne Glas
Eine Eingangstür ohne Verglasung bietet, je nach Material, maximale Sicherheit.
Verglaste Tür
Eine verglaste Tür lässt viel natürliches Licht ins Haus. Sie besteht aus Sicherheitsglas gegen Einbrüche.
Tür mit Glaseinsatz
Türen mit Glaseinsatz vereinen die Vorteile von einfachen Türen und Glastüren, da sie für viel Licht sorgen und gleichzeitig widerstandsfähig sind.
Weitere Außentüren
Genau wie eine Haustür können die weiteren Außentüren des Hauses entweder ohne Glas oder teilweise sowie ganz verglast sein. Welches Modell sich am besten eignet und wie hoch die Sicherheit sein muss, hängt davon ab, ob es sich um eine Kellertür oder eine Tür handelt, die zum Garten oder zum Balkon führt.
Merkmale von Türen und Fenstern
Die Merkmale aller Fenster und Türen müssen zum Gebäude passen, in das sie eingebaut werden. Hierzu zählen:
Wärmedämmung: Sie wird mit dem U-Wert gemessen (Uw für Fenster und Ud für Türen).
Schalldämmung: Sie wird über das Schalldämmmaß Rw in Dezibel dB) ausgedrückt.
Material: Die häufigsten Materialien sind PVC, Holz und Aluminium.
Widerstandsklasse: laut Norm DIN EN 1627.
Energieeffizienz und Anforderungen an Windwiderstandsfähigkeit, Schlagregendichtheit und Luftdurchlässigkeit laut geltenden Normen.
Fenster besitzen zudem weitere spezifische Merkmale wie die Anzahl der Verglasungen, das Füllgas zwischen den Verglasungen sowie U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) und g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad).
Türen und Fenster in der energetischen Sanierung
Wie bei der Warmwassererzeugung, der Wärmedämmung, der Wohnraumlüftung und dem Austausch von Heizsystemen ist der Einbau moderner Türen und Fenster wichtig für Energieeinsparungen im Haushalt und eine positive Ökobilanz.
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Ratgeber verfasst von:
Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München
Nach meinem Abschluss an einer Handelshochschule bot sich mir die Gelegenheit, eine Ausbildung zum Zimmermann zu machen. Was für ein edler, aber harter Beruf! Die Winter und der Regen trieben mich jedoch von den Dächern wieder herunter und direkt durch die Tür eines Eisenwarengeschäfts, in dem ich daraufhin – wenig überraschend – als Eisenwarenhändler gearbeitet habe. Vom Hammer bis zum Meißel habe ich im Laufe der Jahre auch alle Abteilungen in Heimwerkermärkten kennengelernt und weiß genau, wie die Produkte dort funktionieren und wofür man sie braucht. Neben meiner Tätigkeit für diese beiden Läden habe ich aber auch als Schlosser, Dachdecker, Tischler oder in der Industriebranche gearbeitet. Dank meiner praktischen Erfahrungen und meines technischen Know-hows weiß ich genau, was ein gutes Werkzeug oder die richtige Ausrüstung ausmacht. Und weil ich lieber schriftlich einen guten Rat gebe, als von Montag bis Samstag in einem Geschäft zu stehen und immer dieselbe Beratung zu geben, war es nur logisch, dass ich Autor geworden bin.