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Energetische Sanierung: Förderungen im Überblick

Energetische Sanierung: Förderungen im Überblick

Ella, ManoMano-Redakteurin, Nürnberg

Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:

Ella, ManoMano-Redakteurin, Nürnberg

5 Min. Lesezeit
Mit einer energetischen Sanierung sorgen Sie für mehr Wohnkomfort, schonen die Umwelt und sparen langfristig Geld. Ein energieeffizientes Zuhause wird durch Förderprogramme vom Staat unterstützt, sodass sich die Investition noch schneller lohnt. Hier erfahren Sie mehr über förderfähige Maßnahmen und unterschiedlichen Fördermöglichkeiten (Zuschuss, Kredit, Steuerermäßigung).

Welche Förderungen gibt es für energetische Sanierungsmaßnahmen?

Im Rahmen des Kli­ma­schutz­pro­gramms 2030 gibt es viele Initiativen auf Bundes- und Länderebene, die energetische Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben für Gebäude unterstützen.

Es gibt drei hauptsächliche Arten der Förderung:

  • Investitionszuschuss

  • Zinsvergünstigter Kredit (mit Tilgungszuschuss)

  • Steuerermäßigung

Eine Übersicht der unterschiedlichen Fördermöglichkeiten für energieeffiziente Sanierungsprojekte

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (kurz BEG) unterstützt seit dem ersten Januar 2021 Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien. Es ist in drei Programmteile gegliedert: Einzelmaßnahmen (BEG EM), Wohngebäude (BEG WG) und Nicht-Wohngebäude (BEG NWG).

Die BEG soll schrittweise die Förderungen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ersetzen, zusammenfassen und vereinfachen. Die Förderanträge werden allerdings weiterhin an BAFA und KfW gestellt, die Träger der jeweiligen Förderprogramme bleiben.

Das neue Förderprogramm zielt sowohl auf Einzelmaßnahmen, als auch die ganzheitliche Sanierung zum Effizienzhaus ab und kann von Privatleuten, Unternehmen und Kommunen beantragt werden.

Sie haben die Wahl zwischen einem Zuschuss oder einem Kredit.

  • Für Zuschüsse wird der Förderantrag in den meisten Fällen ans Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt 

  • Einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss beantragen Sie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Detaillierte Informationen zu jedem Programm und einen praktischen Förderwegweiser finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK): Deutschland macht's effizient

Zuschüsse und Kredite müssen immer vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten beantragt werden.

Welche energetischen Einzelmaßnahmen sind förderfähig?

  • Dämmung von Dach, Keller und Fassade

  • Austausch alter Fenster und Türen

  • Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage

  • Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage

  • Einbau von digitalen Systemen zur Optimierung des Energieverbrauchs

  • Nutzung erneuerbarer Energien wie Solaranlagen und Solarthermie

Außerdem werden die Beratung, Planung und Baubegleitung durch zertifizierte Energieberater gefördert.

Gut zu wissen: Die BEG fördert bei der Sanierung oder Modernisierung Ihres Heims neben der Energieeffizienz auch Barrierefreiheit und Einbruchschutz.

Wie stellt man einen Antrag für die Bundesförderung für effiziente Gebäude?

Beratung fördern lassen

Energie­effizienz-Expertinnen und -Experten helfen Ihnen, die besten Maßnahmen und geeigneten Förderprogramme für Ihr Zuhause zu finden. Bis zu 80 % einer solchen Beratung werden gefördert, wenn der Experte auf der Energieeffizienz-Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) gelistet ist: https://www.energie-effizienz-experten.de/

5 % zusätzlich zur BEG erhalten Sie, wenn Sie sich einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen lassen, der sogenannte iSFP-Bonus.

Steuerermäßigung für Ihre energetische Sanierung

Neben Investitionszuschüssen und Krediten haben Sie seit Beginn des Jahres 2020 die Möglichkeit, die Kosten Ihrer energetischen Sanierung von der Steuer abzusetzen.

Welche Einzelmaßnahmen für mehr Energieeffizienz werden steuerlich gefördert?

  • Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen, Geschossdecken,

  • Erneuerung oder Einbau von neuen Fenstern oder Außentüren oder einer Lüftungsanlage.

  • Austausch der alten Heizungsanlage oder Optimierung der bestehenden Heizung (Bitte beachten Sie, dass die Anlagen über zwei Jahre alt sein müssen, um von einer Steuerermäßigung zu profitieren.)

  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung.

Wie hoch ist die steuerliche Förderung?

Laut Einkommensteuergesetz (EStG) § 35c können bis zu 20 % der Sanierungskosten (aber maximal 40.000 €) über 3 Jahre von der Steuer abgesetzt werden, wenn das Haus oder die Wohnung bei Beginn der Sanierung älter als 10 Jahre ist und Sie selbst dort wohnen. 

Die Kosten für einen qualifizierten Energieberater können sogar zu 50 % von Ihrer Einkommensteuer abgezogen werden.

Im Gegensatz zu Zuschüssen und Krediten, ist es bei der steuerlichen Förderung möglich, nach Abschluss der Arbeiten gefördert zu werden. Die Durchführung der Sanierungsmaßnahme muss nur durch das ausführende Fachunternehmen oder einen Energieberater bestätigt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite Deutschland macht’s effizient vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Weitere Förderungen für energetische Sanierung

Neben den Fördermitteln des Bundes gibt es Programme der einzelnen Bundesländer. Da die einzelnen Förderprogramme immer wieder geändert werden und es aufgrund erhöhter Nachfrage zu Förderstopps kommt, sollten Sie sich für aktuelle Informationen direkt bei den jeweiligen Förderbanken und Förderinstituten informieren. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick.

Informieren Sie sich auch über regionale oder kommunale Angebote. Beachten Sie bitte auch hier, dass es aufgrund erhöhter Nachfrage immer wieder zu Förderstopps kommt. Teilweise werden im Laufe des Jahres zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt, sodass die Förderprogramme wieder aufgenommen werden können.

Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen

Neben Förderungen für den Kauf und die Installation einer Solaranlage, können Sie von der Einspeisevergütung profitieren. Diese gibt es für die ersten 20 Jahre nach Inbetriebnahme der Anlage.

Der Strom, den Sie nicht für Ihren eigenen Bedarf verwenden, wird ins Stromnetz eingespeist und vergütet. Im April 2022 lag die Vergütung zum Beispiel bei 6,53 Cent pro kWh. Aktuelle und vergangene Fördersätze finden Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur

Um die Einspeisevergütung zu nutzen, müssen Sie Ihre Anlage an das örtliche Stromnetz angeschlossen und beim Netzbetreiber anmelden. Informieren Sie sich bei einem Energieberater oder Ihrem Stromversorger, bevor Sie Ihre PV-Anlage installieren lassen.

Mehr zur energetischen Sanierung und Modernisierung erfahren

Weitere Informationen rund ums Thema Energieeffizienz finden Sie hier:

Welche Solarmodule eignen sich für die energetische Modernisierung?

 

Ratgeber verfasst von:

Ella, ManoMano-Redakteurin, Nürnberg

Schon von Kindesbeinen an habe ich gerne in der Werkstatt meines Vaters gesägt, geschraubt und gebastelt. Heute, in meiner (kleinen) Wohnung, habe ich immer noch Platz für Upcycling- und DIY-Projekte und züchte Tomaten auf meiner Fensterbank. Um so glücklicher bin ich, dass ich beruflich stets über neue Heimwerker-Themen schreiben und lernen kann.

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