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So finden Sie den richtigen Holzherd

So finden Sie den richtigen Holzherd

Haja, Hobby-Heimwerkerin, Stuttgart

Ratgeber verfasst von:

Haja, Hobby-Heimwerkerin, Stuttgart

21 Ratgeber

Ein neuer alter Trend: Der Holzherd hat sich in die moderne Küche eingeladen. Ein richtiges Heizgerät mit dem man auch kochen kann. Der Küchenherd besteht meist aus Gusseisen oder Stahl und bietet einen mit Elektro- oder Gasherden vergleichbaren Wirkungsgrad. In diesem Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf achten müssen.
Zu den Holzöfen

Auf einem Feuer zu kochen oder gemütlich dem prasselnden Herd zu lauschen, erinnert viele Menschen an die Küche ihrer Oma. Moderne Küchenherde gibt es in verschiedenen Ausführungen und Designs:

  • Klassisch – Hierbei handelt es sich um ein Gerät, das, wie ein Holzofen, mit Holz betrieben wird.
  • Wasserführend – Hierbei wird warmes Wasser für den Warmwasserspeicher und die Heizkörper produziert, es handelt sich also um einen Kaminofen, der auch als Zentralheizung dienen kann. Der Holzherd ist hierfür mit einer sogenannten Wassertasche ausgestattet.

Neben diesen beiden Kriterien hängt die Wahl eines Küchenherdes auch von folgenden Faktoren ab:

  • Gut isolierte Häuser benötigen etwa 0,04 kW/m3.
  • Sehr gut isolierte Häuser benötigen etwa 0,024 kW/m3.
  • Die Leistung, die das Raumheizvolumen des Herds angibt. Sie hängt von der Wärmedämmung des Hauses ab:
  • Der Wirkungsgrad – Je höher er ist, desto wirtschaftlicher ist der Betrieb des Herdes, da weniger Brennstoff benötigt wird (eine doppelte Verbrennung verbessert den Wirkungsgrad).
  • Die Größe des Feuerraums, die zum Teil einen Einfluss auf die Brenndauer in Stunden hat (einstellbar mit dem Feuerrost). Man findet folgende feuerfeste Werkstoffe:
  • Vermiculit, gute Wärmespeicherung, aber empfindlich;
  • Schamotte, weniger gute Wärmeleistung, aber widerstandsfähig;
  • Gusseisen, gute Wärmespeicherung und widerstandsfähig.
  • Die Kompatibilität mit Holzpellets.

Sekundäre Kriterien wie Ofengröße und Stil sind eine Frage der Bedürfnisse und des Geschmacks. Ob antiker Herd aus Emaille oder moderner Küchenofen in Weiß bleibt Ihnen überlassen. Der Rauchabzug kann sich über oder hinter dem Gerät befinden (meistens werden beide Möglichkeiten angeboten). Achten Sie darauf, dass der Durchmesser des Ofenrohrs mit dem, des Kaminofens übereinstimmt, falls dieses ersetzt wird.

Ein Herd wird insbesondere als Heizapparat verwendet – als einziges Heizmittel oder zusätzlich zur Zentralheizung. Holzherde sind im Allgemeinen aus Gusseisen oder Stahl. Küchenherde unterscheiden sich untereinander durch ihre Leistung, die die Heizstufe bzw. die Heizleistung definiert. So findet man zwei Kategorien von Herden, je nach Heizart: einfacher Holzherd und wasserführender Küchenofen.

Einfache Küchenherde

Heizungsherde verfügen über eine Heizleistung zwischen 4 kW und 12 kW. Sie heizen den Raum, in dem sie sich befinden, und angrenzende Räume.

Wasserführende Holzherde

Ein wasserführender Küchenherd heizt Wasser auf, das den Heizkörper und/oder Warmwasserspeicher versorgt, also eine Zentralheizung für alle Zimmer darstellt. Die Wassertasche besteht aus Edelstahl mit einer Dicke von bis zu 3 mm oder aus Stahl mit einer Dicke von 6 mm und kann bis zu 12 Heizkörper versorgen. Damit wird Ihr Herd zu einem richtigen Heizkessel. Wasserführende Holzherde haben eine Leistung von bis zu 20 kW (inkl. Leistung der Wassertasche). Wasserführende Herde mit integrierter Wassertasche geben oft zwei Arten von Leistungen an: die raumseitige Heizleistung sowie die wasserseitige Heizleistung. Die raumseitige Heizleistung gibt die Wärme an, die der Herd abgibt und die wasserseitige Heizleistung gibt die Wärmeleistung des Wassers an, das die Heizkörper versorgt. Die Summe dieser beiden Leistungen ergibt die Gesamtleistung des Geräts. Jede Leistung entspricht einem Raumheizvermögen, das von den Herstellern angegeben wird. Mit einer Leistung von beispielsweise 12 kW kann man bis zu 430 m3  heizen. Hierbei handelt es sich um eine reine Angabe zu Informationszwecken. Damit die Leistung optimal ist, muss sie in Korrelation zur Wärmedämmung Ihres Hauses und seiner Luftdichte stehen.

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Warmwasserspeicher

Hierbei handelt es sich um ein fundamentales Kriterium bei der Wahl Ihres Heizungsherdes. Die Leistung beeinflusst direkt den Komfort, den Ihnen das Gerät durch seine Heizleistung bringt, seinen Verbrauch von Brennstoff und, in geringerem Ausmaß, die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen. Die Leistung wird in Watt (W) oder Kilowatt (kW) angegeben. In diesem Fall entsprechen 1000 W = 1 kW. Die Leistung wird kontrolliert und muss den europäischen Normen entsprechen (EN 13229 und EN 13240). Sie bezieht sich auf die Oberfläche (in m²) oder das Volumen (in m3) und muss bei jeder Berechnung großzügig aufgerundet werden, wenn die Leistung nicht identisch ist.

Bevor wir ins Detail gehen, sollten Sie wissen, dass auch der leistungsstärkste Holzherd gegen einen schlecht oder gering gedämmten Wohnraum nichts ausrichten kann.

Grob geschätzt benötigt ein älteres Einfamilienhaus mit Standard-Wärmedämmung etwa 100 W/m² bzw. 0,04 kW/m3. Neuere, besser gedämmte Häuser kommen mit 60 W/m² bzw. 0,024 kW/m3 aus. Hätte das ältere Haus mit der Standard-Wärmedämmung eine Größe von 100 m², müsste die Leistung des Küchenherdes sich also auf ca. 10 kW belaufen (100 x 100 = 10 000 W = 10 kW). Das Volumen wird für eine Deckenhöhe von 2,50 m angegeben, d. h. bei einer Fläche von 100 m² beträgt das Volumen 250 m3 (250 x 0,04 = 10 kW). Für neuere Häuser mit besserer Wärmedämmung reichen 60 W/ m² oder 0,024 kW/m3 aus. Bei einer Wohnung von 100 m² muss die Leistung des Küchenherdes also bei 6 kW liegen (100 m² x 60 W oder 250 m3 x 0,024 kW = 6 kW).

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Holzherde

Der Wirkungsgrad wird in Prozent angegeben und drückt die Relation zwischen der produzierten und der verbrauchten Energie aus. Je nach Herd variiert der Wirkungsgrad zwischen 70 und 85 %. Je höher der Wirkungsgrad, desto besser ist die Relation zwischen verbrauchter und abgegebener Energie und umso weniger Brennstoff verbraucht das Gerät bei gleicher Wärmeabgabe. Ein Holzherd mit hohem Wirkungsgrad ist besonders effizient – 80 % Wirkungsgrad ist ein sehr gutes Ergebnis und 70 % sind zufriedenstellend. Dabei sollten Sie beachten, dass es einen Wirkungsgrad von 100 % nicht gibt, da die Verbrennung nie vollständig ist. Um den Wirkungsgrad zu verbessern, verfügen einige Holzherde über ein doppeltes Verbrennungssystem. 

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Holzherde

Eine doppelte Verbrennung ermöglicht es, ein Maximum an Energie zurückzuerhalten und daher die Temperatur sowie den Brennstoffverbrauch besser zu kontrollieren. Dafür brauchen Sie ein Modell, das mit mehreren einstellbaren Kaltluftzufuhren und verschiedenen Heißluftausgängen ausgestattet ist. Die kalte Luft oder Primärluft hat zum Ziel, die Flammen zu verstärken, um so eine bessere Verbrennung des Holzes zu erzielen. Die heiße Luft, Sekundärluft genannt, stellt die Gasverbrennung sicher (Gas, das durch das Holz bei der Verbrennung ausgestoßen wird). Bei einer einfachen Verbrennung wird nur sehr wenig Gas verbrannt, daher ist der Wirkungsgrad geringer. Bei einer doppelten Verbrennung können Sie leicht einen Wirkungsgrad von 80 % erreichen oder sogar noch mehr je nach Modell. Und da der Wirkungsgrad ein Synonym für den Verbrauch ist, gilt: mehr Wärme = weniger verbrauchtes Holz = Ersparnis!

Die Größe des Feuerraums entscheidet darüber, wie viele Holzscheite der Holzherd aufnehmen kann, und über seine Betriebsdauer. Je nach Modell ist ein Küchenherd in der Lage, Holzscheite von 30 cm bis 60 cm aufzunehmen. Je kürzer die Holzscheite sind, desto besser ihr thermischer Wirkungsgrad. Ihr Feuer brennt normalerweise ca. 4 bis 12 Stunden. In dieser Hinsicht hat sich der Holzherd jedoch weiterentwickelt, denn es gibt Modelle, die Holz mit Pellets kombinieren, mit dem Ziel, die Betriebsdauer und den Nutzungskomfort zu verbessern. Holz- und Pelletherde sind vorteilhaft, denn die Holzscheite werden automatisch mit einem Brenner angezündet. Der Pelletbrenner (ein System, das von Pelletöfen stammt) ist mit einem Thermostat ausgestattet, das dazu beiträgt, die Temperatur automatisch zu halten.

Wenn die Temperatur erreicht ist, schaltet sich der Brenner aus. Die Betriebsdauer wird also im Vergleich zu einem klassischen Küchenherd verdoppelt: Sie kann bis zu 24 Stunden betragen bei einer Heizleistung von 3 kW. Ein anderer Vorteil ist, dass, wenn keine Scheite mehr vorhanden sind, die Pellets übernehmen. Das lässt Ihnen mehr Freizeit... zum Holzhacken zum Beispiel!

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Holzscheite

Vermiculit

Die Wärmespeicherfähigkeit von Vermiculit ist zufriedenstellend, aber hinsichtlich der Isolierung ist er Schamotte und Gusseisen unterlegen. Vermiculit heizt sich schnell auf, ist leicht und empfindlich und oft mit Keramik beschichtet. Vermiculit verschleißt schnell.

Schamotte

Schamotte ist widerstandsfähig gegenüber Stößen, speichert die Wärme allerdings weniger gut als Vermiculit. Es handelt sich um ein schweres Material.

Gusseisen

Gusseisen ist das beste Material im Hinblick auf Wärmespeicherung und Festigkeit. Gusseisen ist widerstandsfähig und schwer.

Wissenswertes über Feuerroste

Der Feuerrost dient zur Kontrolle der Heizleistung.  Er kann leicht durch eine Kurbel verstellt werden, um von einer Position in eine andere zu wechseln. Es gibt hierbei zwei Konfigurationen:

  • Winter– untere Position, dadurch erhöht sich die Ausnutzung des Brennstoffs, um eine maximale Heizleistung zu erzielen;
  • Sommer– obere Position, dadurch verringert sich die Ausnutzung des Brennstoffs, wodurch sich die Heizleistung vermindert, ohne dass sich dies auf die Kochleistung auswirkt.

Der Küchenofen

  • Natürlich! Was wäre der Holzherd sonst anderes als ein Heizkessel? Viele Herde verfügen über einen Backofen mit einem Thermostat. Die Größe des Küchenofens wird in Zentimeter angegeben und kann je nach Größe über mehrere Roste verfügen. Der Ofen besitzt eine Sicherheitstür aus Glas, die, je nach Modell, mehr oder weniger groß ist.
  • Alternative Energien für einen Holzherd

    Neben dem klassischen Herd, der nur durch Holz befeuert wird, gibt es inzwischen Modelle, die andere auch Energiequellen nutzen, wie Gas, Elektrizität oder Pellets. So können Sie sich verschiedene Energiequellen zunutze machen, je nach Lebensrhythmus, Holzvorrat und Nutzerkomfort.

    Vorschriften und Normen

    Achten Sie beim Kauf auch unbedingt darauf, dass der Herd Ihrer Wahl den geltenden Vorschriften und den europäischen Normen entspricht!

    Die Anschaffung eines Holzherds kann schnell ins Geld gehen. Wie gut, dass der Staat unter bestimmten Bedingungen Fördergelder auszahlt, die den Preis für den Erwerb und die Installation etwas auffangen. Die zu erfüllenden Voraussetzungen sind allerdings sehr streng und die Zuschüsse werden nur in wenigen Fällen gestattet. In Deutschland gibt es dafür die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die entweder beim BAFA oder bei der KfW beantragt werden kann. Informieren Sie sich am besten beim Schornsteinfeger oder Heizungsbauer Ihres Vertrauens.

    Weitere Informationen rund ums Thema Heizen und Kaminofen finden Sie in diesen Ratgebern:

    Zu den Holzöfen

    Ratgeber verfasst von:

    Haja, Hobby-Heimwerkerin, Stuttgart, 21 Ratgeber

    Haja, Hobby-Heimwerkerin, Stuttgart

    Meine Ausbildung im Bereich Management hat eigentlich nichts mit Dekoration oder Heimwerken zu tun. Die Leidenschaft für das Heimwerken habe ich erst vor kurzem entdeckt. Genauer gesagt vor 5 Jahren, als mein Mann und ich ein Haus kauften und es vom Keller bis zum Dachstuhl renovierten. Als absolute Anfängerin wagte ich mich nach und nach an verschiedene Arbeiten im Innen- und Außenbereich. Am Anfang half mir mein Mann viel dabei, aber der Schüler übertraf schnell den Meister! Grünflächen gibt es rund um Stuttgart zuhauf und so beschäftigte ich mich bald auch mit Gartengeräten verschiedenster Art. Inzwischen fragt mein gesamtes Umfeld mich um Rat, wenn es ums Heimwerken geht. Hier möchte ich meine Tipps und Tricks mit Ihnen teilen!

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