So finden Sie den richtigen Kamin

So finden Sie den richtigen Kamin

Anne, Malerin aus Dortmund

Ratgeber verfasst von:

Anne, Malerin aus Dortmund

Möchten Sie Ihren offenen Kamin in eine leistungsfähige Heizung umwandeln, aber die Wahl zwischen Einbaukamin, Holzkamin und Kaminofen mit doppeltem Brennraum fällt Ihnen schwer? In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr: von der richtigen Größe und Leistung eines Kamins bis zu möglichen Förderungen für Ihr Vorhaben.

Wichtige Eigenschaften

  • Heizleistung
  • Material
  • Kamingröße
  • Wirkungsgrad
Zu den Kaminen

Der passende Kamin für Ihr Heim -Auswahlkriterien

Der passende Kamin für Ihr Heim -Auswahlkriterien

Ein Kamin ist eine echte Investition. Bei der Wahl sollten Sie mehrere Kriterien beachten:

- Kamineinsatz oder Holzkamin;

- Standort und Art des Kamins – an der Wand, freistehend, eckig oder asymmetrisch;

- Heizleistung im Verhältnis zum zu beheizenden Volumen und der Wärmedämmung des Hauses:

  •  etwa 0,04 kW/m3 für gut gedämmtes Wohnhaus;

  • etwa 0,024 kW/m3 für ein sehr gut gedämmtes Wohnhaus;

- Betriebsautonomie – von einigen Stunden bis zu 24 Stunden im Dauerbetrieb;

- Wirkungsgrad und eventuelle staatliche Förderungen;

- Größe des Kamins und zulässige Länge der Holzscheite;

- Material des Feuerraums

  • Vermiculit, zerbrechlich und gute Wärmespeicherung;

  • Schamotte, widerstandsfähig und weniger gute Wärmespeicherung;

  • Gusseisen, widerstandsfähig und gute Wärmespeicherung;

- Material der Verkleidung

  • Stein;

  • Metall;

- Design – klassisch oder zeitgenössisch.

Kamineinsatz

Kamineinsatz

Der Kamineinsatz ist ein Holz-Heizgerät mit einer flachen Oberseite, das in einen bereits existierenden offenen Kamin eingefügt wird.

Holzkamin

Holzkamin

Der Holzkamin verfügt über eine Ofenhaube. Diese sitzt über dem Kamin, und leitet den Rauch in Richtung des Abzugsrohrs ab. Die Ofenhaube ist pyramidenförmig und wird beim Einbau auf dem Kamin angebracht.

Der Holzkamin wird im Allgemeinen einfach Kamin genannt. Er kann offen oder geschlossen sein.

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Ofenrohre und Zubehör

Welche Kamintypen gibt es?

Es gibt fünf verschiedene Arten Kamine: freistehende Kamine, hängende Kamine, an der Wand stehende Kamine, Eck-Kamine und asymmetrische Kamine.

Freistehender Kamin

Freistehender Kamin

Diese Art Kamin wird, wie der Name schon sagt, frei im Zimmer installiert. Diese Kaminöfen sind sehr ästhetisch und modern. Sie bestehen oft aus Stahl und überzeugen mit klaren Formen. Auch der Schwedenofen gehört zu den freistehenden Kaminen. Kamindesigns können achteckig, rechteckig oder viereckig sein. Modelle, die rundum verglast sind, bieten einen besonders eindrucksvollen Blick auf die tanzenden Flammen.

Hängender Kamin

Hängender Kamin

Wie der freistehende Kamin wird der frei hängende Kamin mitten im Zimmer angebracht. Er schwebt über dem Boden und verleiht dem Raum einen modernen Look. Als echtes Designobjekt und gehört zu den Premium-Kaminen.

An der Wand stehender Kamin

An der Wand stehender Kamin

Der an der Wand stehende Kamin ist der traditionelle Kaminofen. Er besteht aus Stein oder Metall. Sein Design kann klassisch oder modern sein.

Asymmetrischer Kamin

Asymmetrischer Kamin

Er sollte nicht mit dem Eckkamin verwechselt werden. Der Unterschied zwischen beiden Modellen liegt in der asymmetrischen Gestaltung des Kamins. Dieser Kamin kann z. B. an einem harten Bau oder an einem Holzreservoir angebracht werden.

Eckkaminöfen

Eckkamine können in Ecken aufgestellt werden. Sie sind in klassischen oder modernen Ausführungen erhältlich.

Kamin: offen, geschlossen oder einbaubar?

Leistung, Funktionalität, Ästhetik: Im Folgenden finden Sie einen Vergleich der drei Arten von Holzkaminen.

Offene Kamine

Offene Kamine

Zu den Vorteilen des offenen Kamins zählt der Charme eines tollen, knisternden Kaminfeuers. Aber seine Leistung ist eher begrenzt. Er bietet einen Wirkungsgrad von nur maximal 15 %, weswegen diese Art Kamin eher in der Kategorie Dekoration oder Zusatzheizung zu finden ist. Durch die Installation eines Kamineinsatzes in Ihrem offenen Kamin können Sie den Wirkungsgrad schnell von 15 auf 70 % steigern! Eine hervorragende Alternative um in den Genuss eines klassischen Kaminfeuers zu kommen und dabei die Leistung einer richtigen Heizung zu erhalten und das ohne dabei die existierende Baustruktur Ihres Kamins zu verändern!

Geschlossener Kamin

Geschlossener Kamin

Der geschlossene Kamin eignet sich ideal, wenn Sie einen Kamin einbauen wollen, der eine gute Heizleistung hat. In der Regel besteht er aus Gusseisen (robust, langlebig und gute Wärmeabgabe). Andere Modelle sind aus feuerfestem Stein. Sie sind günstiger als Gusseisen, halten die Temperatur und geben recht gut Wärme ab. Ein geschlossener Kamin kann mehr als 70 % der produzierten Wärme verwerten. Der Wirkungsgrad und die Wärmeleistung unterschieden sich je nach Holzqualität, Einstellungen des Kamins, Abzug etc.

Nachteil: Sie müssen zwingend ein Metallrohr im Abzug anbringen. Wenn Sie bereits einen Kamin haben, müssen Sie ihn austauschen, da der geschlossene Kamin sich nicht anpassen lässt. Außerdem ist ein regelmäßig Entfernen der Asche notwendig.

Einbaukamin

Einbaukamin

Er nimmt wenig Platz weg und ersetzt einen offenen Kamin. Die Wärme des Einbaukamins wird vor dem Kamin abgegeben und ein Lüftungssystem wärmt die Luft, die im Haus zirkuliert. Je nach Typ ist die Verbrennung mehr oder weniger schnell. Einbaukamine sind weniger leistungsfähig als ein Holzkamineinsatz. Sie stellen jedoch eine gute Alternative dar, wenn Sie Ihren offenen Kamin mit seiner authentischen Optik behalten wollen. Beachten Sie, dass die Luftaustritte aus dem Schornstein blockiert werden müssen.

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Kamineinsätze

Eigenschaften eines leistungsstarken Kamins

Drei Kriterien helfen dabei, die Leistung und den Komfort eines Holzkamins einzuschätzen: die Heizleistung, der Wirkungsgrad und die Betriebsdauer.

Heizleistung

Die Heizleistung wird in Watt (W) oder Kilowatt (kW) angegeben (1 kW = 1000 W) und bezieht sich auf die Wärmemenge, die der Kamin abgibt. Die Heizleistung variiert zwischen 8 und 18 kW. Je mehr Zimmer Sie heizen wollen, desto höher sollte die Heizleistung sein. Wenn Sie schnell die erforderliche Heizleistung berechnen wollen, können Sie von 1 kW = 10 m² ausgehen.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad stellt das Verhältnis zwischen der abgegebenen Energie und der verbrauchten Energie dar und wird in Prozent angegeben.

Je höher der Wirkungsgrad, desto wirtschaftlicher ist Ihr Holzkamin. Wenn Sie Holz in Ihren Kamin legen, wird die Energie, die in diesem enthalten ist, in Form von Wärme bei der Verbrennung abgegeben. Wenn es sich um eine Hauptheizung handelt, ist es sehr wichtig, einen Kamin mit hohem Wirkungsgrad zu wählen.

Gut zu wissen: 70 % gilt als zufriedenstellend und 80 % als guter Wirkungsgrad. Ein Wirkungsgrad von 100 % existiert nicht.

Dual-Fire-Technologie

Kamine mit Dual-Fire-Technologie, also mit zwei Brennkammern, ermöglichen die Weiterverwertung des Holzgases aus der ersten Verbrennung in einer zweiten Brennkammer. Das ist sehr ökologisch und steigert die Leistung, denn mehr verbranntes Gas bedeutet weniger Luftverschmutzung. Dadurch wird zudem der Wirkungsgrad wesentlich gesteigert.

Betriebsdauer

Die Betriebsdauer ist die Dauer der Holzverbrennung, ohne zusätzliches Feuerholz hinzuzufügen, um die Wärme zu halten.

Die Betriebsdauer eines Kamins liegt zwischen 10 und 12 Stunden bei einem geschlossenen Kamin und zwischen 2 und 3 Stunden bei einem offenen Kamin. Sie beeinflusst direkt Ihren Komfort, da Sie je nach dem Holz nachlegen müssen.

Kamine mit Dauerbetrieb-Funktion bieten die Möglichkeit, das Feuer 24 Stunden lang bei einer reduzierten Intensität zu halten.

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Holzkamine

Kaminofen: So berechnen Sie die Heizleistung

Heizleistung

Wie oben dargestellt, können Sie die Heizleistung ganz einfach berechnen. Die Wärmedämmung des Wohnraums muss miteinbezogen werden, um nicht zu viel zu heizen. Es gibt zwei Berechnungsmethoden.

Wohnraum, der neu gedämmt wurde

Diese Art Wohnraum erfordert eine Leistung von 100 W pro zu heizendem m² oder 0,04 kW pro m3; 10 kW werden also zum Heizen von 100 m² benötigt (100 x 100 = 10 000 W = 10 kW).

Das Volumen (bei einer Deckenhöhe von 2,50 m) für eine Fläche von 100 m² entspricht 250 m3 (250 x 0,04 = 10 kW).

Neuer Wohnraum

60 W pro m² oder 0,024 kW pro m3 reichen aus. In unserem Beispiel brauchen Sie für 100 m² eine Leistung von 6 kW (100 m² x 60 W oder 250 m3 x 0,024 kW = 6 kW).

Ein Kamin mit Stein- oder Metallverkleidung?

Stein- oder Metallverkleidung

Bei der Wahl des Holzkamins zählt auch die Optik – alles hängt von der Deko ab, die Sie gerne hätten. Schließlich hat jeder seinen ganz individuellen Stil!

Steinverkleidung

Steinverkleidung

Stein ist ein natürliches, robustes Material und in vielen verschiedenen Farben und Formen erhältlich. Für eine rustikalen oder traditionellen Einrichtungsstil sollten Sie sich für Gard-Stein entscheiden. Für eine Designer-Deko sollten Sie sich lieber für weißen, beigefarbenen oder schwarzen Stein mit poliertem Finish entscheiden. Feuerfester Stein speichert Wärme gut (und gibt daher mehr Wärme ab).

Metallverkleidung

Metallverkleidung

Freunde moderner Wohnzimmer entscheiden sich für einen Metallkamin! Dieser Kamin ist in verschiedenen Farben und Formen erhältlich und passt sich perfekt Ihrer Inneneinrichtung an. Achten Sie auf die Preise, die bei manchen Modellen ins Unermessliche steigen.

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Holzkamine

Kamin: welches feuerfeste Material für den Kamin?

Ein Kamin kann aus verschiedenen feuerfesten Materialien bestehen, deren Wärmeabgabe und Langlebigkeit variieren. Dieses Material wird nicht einzeln ausgewählt, da es in den Kamin integriert ist.

Vermiculit

Vermiculit verfügt über eine zufriedenstellende Wärmespeicherung, ist aber leicht und empfindlich. Es nutzt sich schnell ab und kann mit Keramik überzogen sein. Selbst wenn es die Temperatur schnell steigen lässt, sind seine Eigenschaften im Vergleich zu Gusseisen und Schamotte weniger gut.

Schamotte

Schamottsteiner sind stoßresistent, doch als Wärmespeicher schneiden sie ein wenig schlechter als Vermiculit ab. Dieses Material ist dicht und schwer.

Gusseisen

Gusseisen ist solide und speichert Wärme effizient. Es ist widerstandsfähig und schwer.

Welche Größe für Ihren Kamin?

Welche Größe für Ihren Kamin?

Holzkamine werden nach der Länge ihrer Fassade klassifiziert. Die Standard-Maße sind:

  • 67 cm;

  • 78 cm;

  • 89 cm;

  • Panorama „16:9“ (von 90 cm bis 130 cm).

Die Abmessungen der Scheiben sind Standardwerte, aber die Seitenlängen variieren je nach Marke.

Aus diesem Grund verfügt jede Marke über ihre eigenen Kaminverkleidungen, die nicht untereinander austauschbar sind. Es gibt unterschiedliche Ausführungen mit 1, 2 oder sogar 3 Glasseiten und verschiedenen Formen: gerade, rund, prismaförmig etc.

Die Maße der Fassade beeinflussen die Größe des Kamins und dementsprechend auch die Länge der Holzscheite. Dies hat wiederum einen Einfluss auf Betriebsdauer und Leistung.

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Holzkamine

Kamin: Schiebetür oder Schwenktür?

Kamin: Schiebetür oder Schwenktür?

Schwenktür

Die Schwenktür ermöglicht nur eine klassische Öffnung in Richtung der Vorderseite des Kamins.

Berücksichtigen Sie daher den Öffnungsradius der Tür, bevor Sie Ihr etwas vor dem Kamin abstellen – sonst müssen Sie jedes Mal alles umräumen, wenn Sie Feuerholz nachlegen!

Schiebetür

Diese Tür wird nach oben geöffnet und verschwindet über der Feuerstelle. Sie kann aber auch zur Seite geöffnet werden – 2 in 1! So können Sie den Charme des guten alten offenen Kaminfeuers genießen (indem Sie die Scheibe nach oben schieben) und andererseits von der Leistung einer echten Heizung profitieren (Sie brauchen nur die Scheibe zu schließen). Es handelt sich um eine hervorragende Lösung für alle, die sich nicht zwischen Heizleistung und Kaminfeuer-Charme entscheiden wollen.

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Kamineinsätze

Kamin: 9 Tipps für die richtige Wahl

Kamin: 9 Tipps für die richtige Wahl

Achten Sie beim Kauf auf folgende Elemente:

  1. Kompatibilität mit Braunkohlebriketts,

  2. Dauerbetriebs-Funktion bis zu 24 Stunden,

  3. Belüftung, bessere Wärmeverteilung,

  4. Scheibenspülsystem, gegen Verschmutzung,

  5. Glaskeramik-Scheiben,

  6. Kalte-Hand-Funktion, sicher für Haushalte mit Kindern,

  7. Herausnehmbarer Aschekasten für leichte Reinigung,

  8. Vorhandensein eines Holzfachs,

  9. Maße – denken Sie an den Platzbedarf!

Staatliche Förderung für Kamine

Wie andere nachhaltige Heizsysteme kann auch ein Kamin Teil Ihres energetischen Sanierungsprojekts sein, mit dem der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen von Gebäuden gesenkt werden sollen.

Staatliche Förderung für Kamine

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Anne, Malerin aus Dortmund

Anne, Malerin aus Dortmund

Ich bin ausgebildete Malerin, mit einer Weiterbildung zur Bodenlegerin! Außerdem habe ich Leidenschaft für Heimwerken und Dekoration. Ich liebe Antiquitäten, das Restaurieren und Upcyclen von Möbeln! Nach der vollständigen Renovierung des Hauses meiner Schwester, das gleiche Spiel in diesem Sommer bei meiner Nichte: Estrich, Fliesen, Gipskarton, wir probierten uns in allen Handwerksbereichen aus! Und wenn ich heute meine Erfahrungen teilen kann, freue ich mich darüber.

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