Wer sind wir
So finden Sie die richtige Zusatzheizung

So finden Sie die richtige Zusatzheizung

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München

Ratgeber verfasst von:

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München

261 Ratgeber

Eine Zusatzheizung ist in der Zwischensaison unverzichtbar in schlecht beheizten Wohnbereichen oder Nebenräumen. Gebläse für das Badezimmer, Ölofen, Gas-Zusatzheizung oder herkömmlicher Radiator: wir erklären Ihnen alles, um die passende Zusatzheizung zum richtigen Preis und mit der richtigen Leistung zu finden!

Wichtige Eigenschaften

  • Heizvolumen
  • Elektrisch
  • Gas
  • Heizöl
  • Bioethanol
Zu den Zusatzheizungen

Eine Zusatzheizung ist eine zusätzliche Heizung zur Zentralheizung des Hauses, die die Temperatur in dem Raum, in der sie betrieben wird, um einige Grad erhöht. Die Zusatzheizung nutzt unterschiedliche Energiequellen wie Gas, Heizöl, Bioethanol oder auch Strom. Mobile Zusatzheizungen sind mit Füßen oder Rädern ausgestattet.

Die Größe, Form sowie das Design sind je nach Technologie und Leistung unterschiedlich.

Eine Zusatzheizung ist vor allem nützlich, wenn die Temperaturen im Herbst beginnen zu sinken oder im Frühling wieder steigen, und es nicht nötig ist, die Zentralheizung einzuschalten. Sie ermöglicht ebenfalls, sich die Installation eines festen Heizkörpers in einem Raum zu ersparen, den Sie nicht täglich nutzen (Gästezimmer, Nebenraum, Werkstatt usw.), um die Temperatur dort bei starker Kälte auf einem gewissen Niveau zu halten und/oder eine zu schwache Zentralheizung zu unterstützen.

Eine autonome Zusatzheizung – und besonders Modelle mit Gas- oder Heizölbetrieb – sorgen selbst bei Stromausfällen für wohlige Wärme.

Mehrere elektrische Heizkörper sind auf dem Markt erhältlich. Sie unterscheiden sich durch die Art der Wärmeproduktion, die Wärmeverteilung und den integrierten Wärmeträger.

Konvektoren

Diese Heizkörper werden sehr schnell warm und verteilen die Wärme durch Konvektion im Raum (die Luft wird durch die Zirkulation der Moleküle erwärmt). Konvektoren stehen auf Füßen, sind leicht und verfügen manchmal über ein Gebläse.

Ölradiatoren 

Ölradiatoren verfügen über einen flüssigen Wärmeträger, der den Raum durch Strahlung erwärmt. Diese Art Heizkörper erwärmt sich langsamer, wobei sie jedoch sparsamer sind, da sie selbst den Raum erwärmen, wenn sie nicht mit Strom versorgt werden. Ölradiatoren sind eher schwer und mit Rädern ausgestattet.

Heizlüfter 

Heizlüfter sind leicht und blasen durch einen Lüfter, der sich hinter dem Heizwiderstand befindet, warme Luft in den Raum. Sie sind eher klein, können auf einen Waschtisch oder ein Regal gestellt werden und erwärmen kleinere und gut isolierte Räume schnell.

Keramikheizlüfter

Keramikheizlüfter erwärmen den Raum durch Strahlung und verfügen eventuell über ein Gebläse, um den Raum noch schneller zu erwärmen. Diese im Vergleich zum Heizlüfter schwereren und empfindlicheren Modelle können ebenfalls auf einer ebenen Unterfläche aufgestellt werden.

Infrarotheizkörper

Heizstrahler verfügen über Füße, sind leicht und kleiner als Konvektoren, und erwärmen den Raum durch Strahlung. Dieses Modell besonders beliebt, weil es den Raum innerhalb kurzer Zeit angenehm warm macht.

Elektrische Kamine

Diese können aufgestellt oder an der Wand befestigt werden und bieten ein modernes oder auch rustikales Design. Elektrische Kamine lassen sich nahtlos in die Innendekoration integrieren.

Handtuchheizkörper

Diese Art Heizkörper kann als Zusatzheizung oder auch als Teil der Zentralheizung verwendet werden. Sie werden durch Warmwasser über einen Heizkessel versorgt oder können bei einer elektrischen Anlage über ein Energiemanagementsystem programmiert werden.

Die Handtuchheizkörper werden an der Wand befestigt oder einfach aufgestellt, wobei sie je nach Modell (und Größe) mehr oder weniger Platz benötigen. Sie heizen durch Strahlung und verfügen über einen Wärmeträger im Innern. Einige Modelle verfügen über ein zusätzliches Gebläse, um die Temperatur im Badezimmer rasch zu erhöhen.

Gas-Zusatzheizungen sind meist eher groß, unschön und setzen eine zusätzliche Gasflasche voraus. Diese Pfandflasche enthält meist 13 kg Gas. Manche Modelle können auch mit einer 6-kg-Gasflasche betrieben werden, wofür jedoch ein Adapter notwendig sein könnte. Diese Gasheizungen sind autonom und verfügen über Räder.

Gas-Katalyseheizung

Die Heiztechnik dieser Geräte gibt die Wärme durch Strahlung ab. Sie kommen vor allem in großen Räumen zum Einsatz, da sie besonders leistungsstark und eher klein sind.

Gas-Infrarotheizung

Die Gas-Infrarotheizung ist ebenso groß wie die Gas-Katalyseheizung. Das Gas wird auf einer Keramik-Oberfläche verteilt, bevor es entzündet wird, um die Wärme durch Strahlung und Konvektion im Raum abzugeben. Diese Modelle sind besonders ästhetisch und eignen sich ausschließlich für den Innenbereich.

Gasheizung mit blauer Flamme

Diese eher weniger verbreiteten Gasheizungen haben durch den Edelstahl-Brenner eine blaue Flamme und geben die Wärme durch Konvektion und Strahlung ab. Diese eher großen Modelle bieten eine ähnliche Optik wie die Gas-Katalyseheizungen.

Gas-Gewerbestrahler

Die Gas-Gewerbestrahler eignen sich vor allem für das Heizen von Baustellen, Märkten oder Werkstätten, sofern Sie direkt daneben arbeiten, da die Strahlungskraft eher gering ist. Diese Gasstrahler werden direkt auf einer Gasflasche montiert und mit dieser über einen Gasschlauch und Druckregler verbunden.

Die Ölöfen können in zwei Kategorien aufgeteilt werden: Öfen mit Docht und elektronische Öfen.

Ölofen mit Docht

Diese nutzen die einfache oder doppelte Verbrennung, wobei Letztere sparsamer ist und mehr Wärme erzeugt. Ölöfen mit Docht können eigenständig betrieben werden, bieten eine unterschiedliche Heizleistung und benötigen zwei LR20-Batterien (Zündung). Die Laufzeit beträgt etwa 15 Stunden und der Docht muss ab und an erneuert werden. Sie sind eher schwer, werden auf den Boden gestellt und geben die Wärme durch Strahlung ab.

Elektronische Ölöfen

Diese Öfen werden mit Heizöl und Strom betrieben, da sie auf der Inverter-Technologie basieren, um die Leistung zu regulieren. Sie können programmiert werden (bis zu 7 Tage verspäteter Start), halten automatisch die Solltemperatur im Raum, verfügen über ein Gebläse, sind geruchsärmer und hübscher noch dazu.

Die Bioethanol-Kamine sind vor allem ein echter Hingucker in Ihrem Wohnzimmer und weniger eine effiziente Heizung. Sie werden einfach aufgestellt oder an der Wand befestigt, wobei besondere Vorsicht bei Kleinkindern im Haushalt gilt. Sie werden mit Bioethanol betrieben und setzen eine ausreichende Be- und Entlüftung im Raum voraus.

Bioethanol-Kamine können teilweise sehr viel Platz in Anspruch nehmen, müssen befestigt oder können ganz einfach auf eine ebene Fläche wie auf einem Wohnzimmertisch gestellt werden.

Die Heiztechnologien, Formen, das Gewicht und der nötige Platzbedarf sind grundlegende Kriterien, die bei der Auswahl der Zusatzheizung je nach Raum zu berücksichtigen sind.

Wohnzimmer

Schlafzimmer

Büro

Badezimmer

Küche

Garage/Werkstatt

Ölradiatoren

*

*

*

*

Konvektor

*

*

*

*

Heizstrahler

*

*

*

Heizgebläse

*

Keramikheizung

*

Handtuchheizkörper

*

Elektrische Kamine

*

*

*

Ölofen

*

*

*

Bioethanol-Kamin

*

*

Gasheizung

*

*

Es hindert Sie zwar nichts und niemand daran, einen Bioethanol-Kamin in der Garage oder einen Ölofen in einem Schlafzimmer zu verwenden. Sie sollten sich jedoch vorab einige Fragen in Bezug auf die Heizleistung, den Wärmekomfort, die Geruchsbildung (selbst geringe), die Wärmeverteilung und das Design stellen, um zu ermitteln, welche Zusatzheizung sich für den jeweiligen Raum eignet.

Die Leistung einer Zusatzheizung kann ganz einfach berechnet werden, da sie sich lediglich auf die Größe bzw. das Volumen des Raumes bezieht. Berücksichtigen Sie hierbei einen Richtwert von 100 Watt also 0,1 kW pro m². Nachdem Sie also die Fläche (Länge x Breite) des Raumes berechnet haben, in dem Sie die Heizung nutzen möchten, müssen Sie diesen Wert lediglich mit 0,1 kW multiplizieren, um die nötige Leistung zu erhalten.

Wenn Sie die Leistung des Heizkörpers je nach Volumen des Raumes berechnen möchten, müssen Sie die Fläche mit der Höhe des Raumes multiplizieren und den erhaltenen Wert wiederum mit 0,04 kW. Möchten Sie die Zusatzheizung in mehreren Räumen nutzen, dann müssen Sie die Leistung dem größten Raum anpassen und eher einen Heizkörper mit zwei Heizstufen wählen.

  1. Schätzen Sie die nötige Heizleistung so gut wie möglich ein und passen Sie die Größe des Heizkörpers dem größten zu beheizendem Volumen an.
  2. Bevorzugen Sie eine Zusatzheizung mit mehreren Heizstufen, um unterschiedliche Volumen optimal beheizen zu können.
  3. Entscheiden Sie sich im Badezimmer für einen elektrischen Heizkörper – oder Handtuchheizkörper – mit Gebläse, um die Raumtemperatur schnell ansteigen zu lassen.
  4. Bioethanol-Kamine werden ebenso wie Ölöfen mit Docht nicht in Haushalten mit Kleinkindern empfohlen.
  5. Besorgen Sie sich einen besonders hübschen elektrischen Kamin, um Ihrem Schlaf- oder Wohnzimmer mehr Ambiente zu verleihen.
  6. Falls Sie sich für einen Ölofen entschieden haben, um einen kleinen Raum zu beheizen, sollten Sie eher ein elektronisches Modell wählen, um sich die lästige und kostspielige Wartung (Austausch von Docht + Brenner) zu ersparen.
Zu den Zusatzheizungen

Ratgeber verfasst von:

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München, 261 Ratgeber

Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München

Nach meinem Abschluss an einer Handelshochschule bot sich mir die Gelegenheit, eine Ausbildung zum Zimmermann zu machen. Was für ein edler, aber harter Beruf! Die Winter und der Regen trieben mich jedoch von den Dächern wieder herunter und direkt durch die Tür eines Eisenwarengeschäfts, in dem ich daraufhin – wenig überraschend – als Eisenwarenhändler gearbeitet habe. Vom Hammer bis zum Meißel habe ich im Laufe der Jahre auch alle Abteilungen in Heimwerkermärkten kennengelernt und weiß genau, wie die Produkte dort funktionieren und wofür man sie braucht. Neben meiner Tätigkeit für diese beiden Läden habe ich aber auch als Schlosser, Dachdecker, Tischler oder in der Industriebranche gearbeitet. Dank meiner praktischen Erfahrungen und meines technischen Know-hows weiß ich genau, was ein gutes Werkzeug oder die richtige Ausrüstung ausmacht. Und weil ich lieber schriftlich einen guten Rat gebe, als von Montag bis Samstag in einem Geschäft zu stehen und immer dieselbe Beratung zu geben, war es nur logisch, dass ich Autor geworden bin.