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So finden Sie den richtigen Pelletofen

So finden Sie den richtigen Pelletofen

Dieter, technischer Leiter, Frankfurt

Ratgeber verfasst von:

Dieter, technischer Leiter, Frankfurt

115 Ratgeber

Pelletöfen ähneln sich alle, nur ihre Wärmeübertragung unterscheidet die verschiedenen Modelle: Sie funktionieren mit Konvektionswärme, Warmluftverteilung oder können wasserführend sein. Um den bestmöglichen Pelletofen auszuwählen und um mehr über das Umweltzeichen Blauer Engel zu erfahren, folgen Sie unserem Ratgeber!
Zu den Pelletöfen

Die Auswahl eines Pelletofens hängt vorrangig von folgenden Faktoren ab:

  • Wird er in einem Wohnraum installiert und stellt nur eine Zusatzheizung dar, wählen Sie am besten einen Pelletofen mit Konvektionswärme.
  • Stellt er die Hauptheizart in einem beliebigen Raum dar, sollten Sie sich für einen Pelletofen mit Warmluftverteilung entscheiden, der die warme Luft in allen Räumen verbreitet (hierfür wird ein Verteilernetz benötigt).
  • Wird er mit WW-Heizkörpern oder einer WW-Bodenheizung verwendet, ist ein wasserführender Pelletofen ist ideal.
  • Ihren Bedürfnissen:
  • 0,04 kW/m3, also 100 W/m² für ältere Häuser mit Standard-Wärmedämmung (bei einer Deckenhöhe von 2,5 m).
  • 0,024 kW/m3, also 60 W/m² für neue Häuser mit sehr guter Wärmedämmung (bei einer Deckenhöhe von 2,5 m).
  • Seine Heizleistung, die vom Raumvolumen (in m3) und der Wärmedämmung abhängt, wird folgendermaßen berechnet:
  • Sein Wirkungsgrad, also das Verhältnis zwischen verbrauchter und abgegebener Energie. Ein hoher Wirkungsgrad steht für Effizienz und Wirtschaftlichkeit (ab 70 %).
  • Seine Heiz-Programme, die zu Ihrem Lebensstil passen sollten.
  • Das Fassungsvermögen des Brennstoffbehälters, das ungefähr zwischen 15 und 50 kg liegt und die maximale Heizdauer beeinflusst.
  • Der Rauchabzug, der über Ofenrohre und einen klassischen Schornstein (40 cm über dem Dachfirst) geschieht oder durch einen nachträglich angebauten Edelstahlschornstein.
  • Die staatlichen Zuschüsse, die dabei helfen, Geld zu sparen.

Pelletöfen funktionieren, wie der Name schon sagt, mit Pellets. Verschiedene Optionen verbessern den Komfort und vereinfachen die Bedienung:

  • Die Warmwasserproduktion macht es möglich, den Pelletofen an eine Bodenheizung oder an Warmwasser-Heizkörpern anzuschließen;
  • Die Programmierung mit Zeitschaltuhr, Sparmodus, Abwesenheitsmodus usw. ;
  • Die WLAN-Verbindung ermöglicht smarte Steuerung.
  • Ein externer Sensor, der die Einhaltung der Solltemperatur ermöglicht.

Als Brennstoff werden Holzpellets verwendet. Gelagert werden sie in einem Tank oder einem Trichter, von wo aus sie durch ein Schneckengetriebe zur Brennschale befördert werden. Die Entzündung erfolgt durch eine Zündkerze oder einen elektrischen Widerstand und wird durch die Verbrennungsluftzufuhr, die oft durch ein Gebläse unterstützt wird, sowie durch die regelmäßige Beibringung von Pellets aufrechterhalten. Die benötigte Pelletmenge hängt von der erwünschten Heizleistung ab.

Dieser gesamte Mechanismus wird mit einem Regler kombiniert, der auf eine bestimmte Solltemperatur eingestellt wird. Dank eines Sensors kann der Pelletofen die Pellet- und Luftzufuhr regulieren, um die erwünschte Temperatur zu erreichen und zu halten. Bei den meisten neueren Systemen können mehrere Programme mit unterschiedlichen Betriebszeiten und Solltemperaturen eingestellt werden. Dieses Prinzip ist bei allen Pelletöfen dasselbe, unterschiedlich ist jedoch die Wärmeverteilung. Ihr Stromverbrauch ist gering und liegt im Allgemeinen zwischen 80 und 400 W.

Der benötigte Rauchabzug hängt vom jeweiligen Modell und seinem Installationsort ab. Der Rauch kann auf zwei Arten entweichen:

  • entweder über einen bereits eingebauten Schornstein (40 cm über dem Dachfirst);
  • oder über einen Edelstahlschornstein, der an der Außenfassade des Hauses angebracht wird.

Was Leistung und Verbrauch angeht, so bestechen Pelletöfen durch ihren hohen Wirkungsgrad, der meistens zwischen 80 und 95 % liegt. Auch was die Heizkosten angeht, sind Pelletöfen im Vergleich zu Heizöl, Gas und elektrische Heizkörper sehr sparsam. Sie haben zudem nur geringe Schadstoffemissionen. Die Holzpellets werden aus gepressten Sägespänen hergestellt, ohne den Zusatz von Klebstoff oder anderen Mitteln. Achten Sie beim Kauf auf das Umweltzeichen Blauer Engel, das für Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit steht.

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Pelletofen

Wenn eine Frage zu Pelletöfen kontrovers diskutiert wird, dann diese: Reicht ein Pelletofen allein aus, um ein Haus oder eine Wohnung zu heizen? Und die Antwort lautet: Jein!

Ein Pelletofen muss ein paar Bedingungen erfüllen, um als Hauptheizart genutzt werden zu können:

  • Er muss im Zentrum des Hauses stehen, wenn er mit Konvektion funktioniert, der zu heizende Raum muss so offen wie möglich sein, darf nicht über mehrere Etagen gehen und sollte maximal 100 m² groß sein. Die Türen der zu heizenden Räume müssen immer offenstehen, das Haus muss eine sehr gute Wärmedämmung aufweisen und Temperaturunterschiede tolerieren.
  • Die warme Luft muss alle zu heizenden Räume erreichen, wenn es sich um ein Modell mit Warmluftverteilung handelt, und der Pelletofen muss eine ausgezeichnete Wärmedämmung aufweisen.
  • Handelt es sich um einen wasserführenden Pelletofen, so muss ein Netz aus Warmwasser-Heizkörpern oder eine Bodenheizung vorhanden sein.

In jedem Fall muss die Leistung des Pelletofens ausreichen, um das gesamte Raumvolumen des Hauses oder der Wohnung zu heizen. Das Badezimmer muss mit einem Elektroheizkörper ausgestattet sein. Es ist außerdem wichtig, bei der Wahl des Ofens auf seine unterschiedlichen Programme zu achten. Idealerweise sollte der Pelletofen über WLAN steuerbar sein. Sein Tankinhalt sollte bei 25 kg liegen, damit er nicht ständig nachgefüllt werden muss.

Pelletöfen mit Warmluftverteilung

Dieser Ofentyp verbreitet die Wärme denk eines oder mehrerer Gebläse im ganzen Haus. Dies erlaubt einen schnelleren Temperaturanstieg. Manche Modelle sind mit Hüllrohren ausgestattet, die die warme Luft in abgelegene Räume auf einem anderen Geschoss leiten. Der Nachteil dabei ist, dass diese Modelle ein vernehmbares Grundrauschen verursachen, wobei neuere Modelle durch leistungsfähige Dämpfungsgehäuse dleiser arbeiten. Ein Rohrsystem kann die warme Luft des Pelletofens in alle Räume des Hauses leiten. Im Normalfall ist dieses Rohrsystem bis zu 6 m lang, bei sehr leistungsstarken Öfen kann die Länge jedoch sogar bis zu 15 m betragen. Die Menge der warmen Luft wird in Kubikmeter pro Stunde (m3/h) gemessen.

Pelletöfen mit Konvektionswärme

Hier gilt das Prinzip der passiven Wärmeverteilung. Diese Öfen sind zumeist mit feuerfesten Werkstoffen ausgestattet, wobei die Wärme angestaut und dann an den zu heizenden Raum abgegeben wird. Der Temperaturanstieg ist jedoch langsamer, was die Verbreitung der Wärme in andere Räume ausschließt. Dafür ist diese Ofenart beim Betrieb vollkommen lautlos. Pelletöfen mit Konvektionswärme werden am besten zentral installiert, auf der gleichen Etage, auf der auch geheizt werden soll. Zur Wärmeverteilung müssen die Türen der zu heizenden Räume offenstehen. Aus diesen Gründen sind Pelletöfen mit Konvektionswärme in Häusern mit mehreren Etagen kaum, bzw. gar nicht sinnvoll. Sie kommen dort höchstens im Erdgeschoss, als Zusatzheizung im Wohnzimmer, zum Einsatz. Sollen sie als Hauptheizart dienen, muss die Wohnung eine sehr gute Wärmedämmung aufweisen. Zudem muss der Ofen in der Mitte der Wohnung bzw. des Hauses stehen. Allerdings ist in diesem Fall ein Pelletofen mit Warmluftverteilung die bessere Wahl, da er gleichmäßiger heizt.

Wasserführende Pelletöfen

Wasserführende Pelletöfen heben sich von den anderen Ofenarten ab, da die von ihnen generierte Wärme auch dazu dient, Warmwasser zu erzeugen. Pelletöfen können Ihren Wohnraum durch ein Fußbodenheizungssystem heizen. Sie können auch dazu dienen, Ihr Haushaltswasser zu erhitzen. Obwohl die Technik dieser Geräte komplexer ist, bleibt die Bedienung der wasserführenden Pelletöfen recht einfach. Ist das Warmwassernetz sehr groß, muss jedoch beachtet werden, dass die Betriebszeit des Pelletofens gering sein kann, er oft nachgefüllt werden muss und der Wirkungsgrad geringer ist, als bei herkömmlichen Heizsystemen. Unabhängig vom Modell Ihres Pelletofens erfordert der sichere und reibungslose Betrieb das Vorhandensein eines Frischlufteinlasses und eines Schornsteins für die Rauchentsorgung. Der Pelletofen muss ebenfalls den Ansprüchen der Norm DIN EN 14785 entsprechen und eine CE-Zertifizierung aufweisen. Zudem existiert das Umweltschutzzeichen Blauer Engel, das energieeffiziente und emissionsarme Holzpelletöfen auszeichnet.

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Pelletöfen

Sobald Sie die nötige Leistung für Ihren Pelletofens berechnet haben, sollten Sie verschiedene Modelle miteinander vergleichen, z. B. hinsichtlich der Wärmeübertragung. Um die richtige Wahl zu treffen, folgen Sie einfach unseren Tipps!

Pelletöfen: Die richtige Wärmeübertragung

  • Wenn Ihr Pelletofen in Ihrem Wohnzimmer steht oder Sie Angst haben, vom Rauschen des Gebläses gestört zu werden, sollten Sie ein Modell mit Konvektionswärme wählen.
  • Wenn der Pelletofen als Zusatzheizung benutzt wird, brauchen Sie ein Gerät, das schnell heizt. Ein Ofen mit Warmluftverteilung ist dafür perfekt geeignet. Gleiches gilt, wenn die warme Luft auch andere Räume oder Etagen heizen soll. In diesem Fall benötigt Ihr Pelletofen mit Wärmeverteilung ein Mehrraumheizsystem über Rohre.

  • Wenn Sie mit Ihrem Ofen auch Ihr Haushaltswasser erwärmen möchten oder wenn Ihr Haus schon über einen hydraulischen Heizkreislauf verfügt, dann könnte ein wasserführender Pelletofen genau das Richtige für Sie sein.

Regulierung eines Pelletofens

Für die richtige Regulierung verfügen die meisten Pelletöfen über einen PID-Regler ("proportional-integral-derivative controller"). Dieser Regler-Typ ermöglicht es, eine gewisse Heiztemperatur aufrechtzuerhalten (über Sensoren), die Sie zuvor einstellen können. Dazu sei jedoch gesagt, dass bei einigen Pelletöfen der Sensor bereits in der Struktur integriert ist und andere externe Sensoren besitzen. Solche externen Sensoren, die zentral im zu beheizenden Raum platziert werden, ermöglichen eine genauere Temperaturmessung.

Programmierung eines Pelletofens

Vergewissern Sie sich vor dem Kauf des Pelletofens, dass dieser voreingestellte Programme aufweist, die zu Ihrem Lebensrhythmus passen. Bei den meisten Modellen können Sie mehrere Programme pro Tag und über mehrere Tage einstellen. Einige Pelletöfen bieten zusätzlich folgende Programme:

  • Sparmodus – Hierbei wird der Pelletofen in den Stand-by-Modus geschaltet, sobald die gewünschte Temperatur erreicht wurde, um Pellets zu sparen.
  • Abwesenheitsmodus – Hierbei hält der Pelletofen eine Mindesttemperatur aufrecht, die in der Regel 15 °C beträgt, aber individuell einstellbar ist.
  • Signal für Pelletmangel – Ein Signal gibt an, wenn der Tank des Ofens fast leer ist.
  • WLAN-Unterstützung oder Fernbedienung.
  • Alarm bei offener Ofentür und offenem Fülltrichter usw.

Achten Sie auf die Beschreibung der Heizprogramme des Ofens, der Sie interessiert, und überprüfen Sie, dass er auch wirklich zu Ihren Bedürfnissen passt.

Pelletofen mit Smartphone oder Computer steuern

Die smarte Steuerung eines Pelletofens ist praktisch und ermöglicht Folgendes:

  • Ein-/Ausschalten des Ofens aus der Ferne
  • Leistung erhöhen/senken
  • Temperatur erhöhen/senken
  • Abgas- und Raumtemperatur überprüfen
  • Fehler-Reset durchführen

Das Auffüllen des Pelletofens

Oft wird dieses Merkmal nicht beachtet, dabei entscheidet es über die Häufigkeit, mit der Pellets nachgefüllt werden müssen. Die meisten Tanks können den Inhalt eines ganzen Pelletsacks von 15 kg aufnehmen.

Es gibt aber auch Modelle mit einer größeren Füllkapazität (z. B. 25 kg). Diese müssen nicht täglich nachgefüllt und dafür ausgeschaltet werden, besitzen also eine längere Betriebsdauer.

Das Nachfüllen erfordert viel Kraft, da die 15 kg schweren Säcke über den Pelletofen gehoben werden müssen, um die Pellets in den Tank zu füllen. Wenn Ihnen dies schwerfällt, gibt es auch zusätzliche Befüllungsvorrichtungen, die diesen Hebevorgang entbehrlich machen. Ob eine solche Vorrichtung mit Ihrem Pelletofen kompatibel ist, können Sie der jeweiligen Beschreibung des Ofens entnehmen. Pelletöfen funktionieren mit elektromechanischen Teilen und müssen somit gewartet werden. Die meisten Pelletöfen funktionieren mit einem Schneckengetriebe, einige wenige noch mit Schaufelrädern, wobei die Förderschnecke jedoch immer mehr zum Einsatz kommt.

Pelletöfen: Eine Frage des Designs

Immer mehr Hersteller bieten Pelletöfen mit einem attraktiven Design an, was jedoch nicht das Hauptauswahlkriterium sein sollte. Moderne Öfen sind in unterschiedlichen Formen, die sich an Ihre persönliche Inneneinrichtung anpassen, erhältlich. Lassen Sie hinter dem Pelletofen immer genügend Freiraum oder bauen Sie eine thermische Schutzplatte ein. Lassen Sie zudem 60 bis 90 cm Platz vor dem Ofen. Nachdem Sie all dies berücksichtigt haben, können Sie sich der Form und Farbe widmen, die Ihr Herz höherschlagen lässt!

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Pelletofen

Die Leistung ist der Wert, mit dem die Heizkraft eines Pelletofens bemessen wird, sie wird in Watt (W) oder Kilowatt (kW) ausgedrückt; 1000 W = 1 kW. Als normierte Messeinheit entspricht die Leistung den europäischen Normen EN 13229 und EN 13240.

Die Leistung eines Pelletofens wird stets für ein Volumen in Kubikmetern (m3) angegeben bzw. für eine Fläche in Quadratmetern (m²). Da die Leistung vom Heizvolumen abhängt, ist sie für den Pelletverbrauch entscheidend.

Die Leistung eines Pelletofens hängt jedoch nicht nur vom Volumen, sondern auch von der Wärmedämmung Ihres Hauses bzw. Ihrer Wohnung ab. In der Regel wird folgende Gleichung für die Schätzung der nötigen Leistung herangezogen: 1 m² = 0,1 kW.

Demnach benötigen Sie für einen 80 m² großen Wohnraum einen 8-kW-Pelletofen. Dieser Wert gilt für eine Innentemperatur von 21 °C bei einer Außentemperatur von minus 7 °C.

Für die Wahl eines Pelletofens und die Berechnung seiner Leistung ist also die Qualität der Wärmedämmung ein entscheidendes Kriterium:

  • Häuser und Wohnungen mit Standard-Wärmedämmung
  • Häuser und Wohnungen mit sehr guter Wärmedämmung

Häuser und Wohnungen mit Standard-Wärmedämmung

Häuser und Wohnungen mit Standard-Wärmedämmung benötigen eine Heizleistung von 100 W (0,1 kW) pro Quadratmeter (m²), bzw. 0,04 kW pro Kubikmeter (m3). Das bedeutet, dass eine 90 m² große Wohnfläche mit 225 m3 (bei einer Deckenhöhe von 2,5 m) einen Pelletofen mit einer Leistung von 9 kW benötigt (225 x 0,04 oder 90 x 0,1).

Häuser und Wohnungen mit sehr guter Wärmedämmung

Neuere Häuser und Wohnungen mit sehr guter Wärmedämmung benötigen eine Heizleistung von 60 W (0,6 kW) pro Quadratmeter (m²), bzw. 0,024 kW pro Kubikmeter (m3). Eine 90 m² große Wohnfläche mit einem Volumen von 225 m3 würde in diesem Fall einen Pelletofen mit einer Leistung von 5,4 kW benötigen (225 x 0,024 oder 90 x 0,6). Für den Fall, dass die berechnete Leistung keiner auf dem Markt erhältlichen Pelletofen-Leistung entspricht, gilt es, sich dem Sollwert durch Aufrunden so gut es geht anzunähern (bei unserem Beispiel auf 5,5 kW oder 6 kW).

Der Wirkungsgrad von Pelletöfen

Der Wirkungsgrad ist bei Pelletöfen ausgezeichnet und sogar besser als bei Holzöfen, insbesondere dank des Brennstoffs mit sehr niedrigem Wassergehalt (der Wassergehalt von Pellets liegt unter 10 %). Pelletöfen haben außerdem eine elektronische Regulierung, mit der exakt die Menge an Pellets verbraucht wird, die für das Erreichen der gewünschten Temperatur nötig ist. Wenn Sie die Herstellerangaben erreichen wollen (meist ein Wirkungsgrad von 80 bis 90 %), müssen Sie den Pelletofen richtig einstellen. Ein Pelletofen, der zwar die richtige Größe aufweist, aber falsch eingestellt wurde, hat keine Chance, Ihre Erwartungen zu erfüllen, da der Pelletverbrauch zu hoch sein wird, der Ofen zu schnell verschmutzt, Fehler auftreten können und er anfällig für Pannen sein wird.

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Pelletofen

Fläche des zu heizenden Wohnraums

Volumen des zu heizenden Wohnraums

Leistung bei Häusern und Wohnungen mit Standard-Wärmedämmung

Leistung bei Häusern und Wohnungen mit sehr guter Wärmedämmung

Leistung bei wärmegedämmten Häusern und Wohnungen

80 m²

200 m3

8 kW

4,8 kW

8 kW

100 m²

250 m3

10 kW

6 kW

10 kW

110 m²

275 m3

11 kW

6,6 kW

11 kW

120 m²

300 m3

12 kW

7,2 kW

12 kW

130 m²

325 m3

13 kW

7,8 kW

13 kW

Für den Rauchabzug eines Pelletofens gibt es zwei Vorrichtungen:

  • ein Schornstein mit Außenwandmontage;
  • ein Schornstein mit Innenmontage.

Schornstein mit Innenmontage

Die beim Heizen entstehenden Abgase werden über einen Schornstein abgeleitet. Er besteht aus einem Ofenrohr (vom Ofen zur Decke) und dem Außenrohr (das zum Dach führt). Schornsteine unterliegen bestimmten Vorschriften und Anforderungen. Alte gemauerte Schornsteine können unter bestimmten Umständen vom Profi nachgerüstet werden, um mit Pelletöfen genutzt werden zu können. Hierzu kann im Zuge einer Kaminsanierung ein einwandiger Edelstahlschornstein eingebaut werden, der mit einem Pelletofen kompatibel ist.

Schornsteine mit Außenwandmontage sind das Mittel der Wahl, wenn Ihr Haus noch keinen Kamin besitzt.

Schornstein mit Außenwandmontage

Auch hier bietet sich ein Edelstahlschornstein an, der für eine gute Dämmung jedoch doppelwandig sein muss. Der Schornstein wird an der Hausfassade angebracht. Er besitzt zwei Vorteile:

  • Er stellt eine kostengünstige Alternative zum Nachrüsten eines bereits vorhandenen Schornsteinsystems dar.
  • Er ist einfach zu installieren, da er an der Fassade angebracht wird.

Ob Sanierung oder Neubau: Arbeiten am Schornstein sollten nur von Profis durchgeführt werden. Am besten wenden Sie sich an einen Schornsteinbauer oder Ihren Schornsteinfeger, um mehr über spezielle Anforderungen und Vorschriften zu erfahren.

Verschiedene Angaben helfen dabei, die Leistung eines Pelletofens einzuschätzen. Auf dem Datenblatt eines Pelletofens finden sich folgende Merkmale:

  • Wärmeleistungsbereich (minimal und maximal);
  • Wirkungsgrad (bei minimaler und maximaler Leistung);
  • Rauchgastemperatur (bei Nennwärmeleistung und reduzierter Leistung);
  • CO-Ausstoß (bei Nennwärmeleistung und reduzierter Leistung);
  • Staub- und Feinstaub-Ausstoß (bei Nennwärmeleistung und reduzierter Leistung);
  • Tankinhalt;
  • Verbrauch von Pellets (bei maximaler und minimaler Leistung);
  • Heizdauer (bei maximaler und minimaler Leistung);
  • Durchmesser der Lufteintritts- und Abgasrohre;
  • Maximales Raumheizvolumen;
  • Stromverbrauch (minimal und maximal);
  • Förderdruck im Schornstein (bei Nennwärmeleistung und reduzierter Leistung);
  • Abmessungen und Gewicht;
  • Einstellung von Programmen, Funktionen und Modi;
  • Eigenschaften der Tür;
  • Merkmale der Nachfüllart über die Klappe;
  • Zulässige Pelletgröße;
  • Wärmeverteilung über Konvektionswärme oder Warmluftverteilung.

Der Blaue Engel

Die Installation eines Pelletofens ist nicht gerade günstig. In bestimmten Fällen können Sie jedoch von staatlichen Zuschüssen profitieren, die es ermöglichen, Geld zu sparen. In Deutschland gibt es hierfür die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).

Das Umweltzeichen "Blauer Engel" zeichnet Produkte aus, die besonders umweltschonend sind. Achten Sie beim Kauf Ihres Pelletofens und Holzpellets auf dieses Siegel. Der Blaue Engel garantiert:

  • Energieeffizienz;
  • die Nutzung nachwachsender Rohstoffe;
  • Emmissionsarmut.
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Pelletofens

1. Ein guter Kundendienst

Einen Pelletofen zu kaufen ist natürlich der wichtigste Schritt, aber damit ist es nicht getan. Informieren Sie sich über die verschiedenen Pelletmarken und die Qualität des Kundendiensts: schnelle Intervention eines Technikers, Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Preise usw.

2. Minimal- und Maximalleistung garantieren Ersparnisse

Die richtige Größe des Pelletofens ist besonders wichtig für eine optimale Leistung. Die Minimalleistung muss auch in Betracht gezogen werden, denn eine zu hohe Minimalleistung kann einen Überverbrauch an Pellets verursachen.

3. Wirkungsgrad und Wirtschaftlichkeit gehen Hand in Hand

Je höher der Wirkungsgrad eines Pelletofens, desto wirtschaftlicher arbeitet er. Sie sollten daher einen Pelletofen mit hohem Wirkungsgrad (80 %) wählen.

4. Installation und Wartung für einen problemlosen Betrieb

Auch Wartung und Reinigung des Pelletofens dürfen nicht vernachlässigt werden. Manches können Sie selber durchführen, für andere Arbeiten benötigen Sie Hilfe vom Profi.

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Wartung und Reinigung

Die Qualität der Pellets hat einen direkten Einfluss auf die Verschmutzung des Ofens und der Rohre. Um die besten Pellets zu finden, sollten Sie zunächst die Angebote verschiedener Verkäufer vergleichen. Vereinfacht kann man sagen, dass ein 100 m² großer Wohnraum mit einem 10-kW-Ofen als einziges Heizsystem im Schnitt 1.350 kg, also 1,35 Tonnen, Pellets verbraucht.

Sie sollten nach Möglichkeit DINplus- und ENplus-zertifizerte Pellets aussuchen. DINplus- und ENplus-Zertifikate zeugen von Pellets mit sehr niedrigem Wassergehalt (weniger als 10 %), weniger als 1 % Feinstaub und einem Heizwert von 4,6 bis 5,3 kWh/kg. Viele Pellets besitzen das Zertifikat Premium ENplus-A1. Pellets, die mit dem Gütezeichen Blauer Engel ausgezeichnet wurden, müssen strengeren Richtlinien entsprechen und sind umweltfreundlicher (z.B. aus nachhaltige Forstwirtschaft und mit erneuerbaren Energien hergestellt).

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Wartung und Reinigung

Wie jedes Heizsystem mit Brennstoffen erfordert auch der Pelletofen eine regelmäßige Wartung und Reinigung. Die jährliche Wartung übernimmt der Fachmann.

Gut gewartete Öfen, Dichtungen, Rohrverbindungen und Rohre sind wichtig, um eine saubere Verbrennung zu gewährleisten und Rußablagerungen zu vermeiden, die zu Leistungsverlusten und Unfällen führen können.

Wie die Warmwasserbereitung, die Wärmedämmung, die Belüftung und andere Heizsysteme kann auch der Pelletofen Teil eines energetischen Sanierungsprojekts sein, mit dem der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen von Gebäuden gesenkt werden sollen.

Zu den Pelletöfen

Ratgeber verfasst von:

Dieter, technischer Leiter, Frankfurt, 115 Ratgeber

Dieter, technischer Leiter, Frankfurt

Zehn Jahre lang habe ich erst als Techniker, dann als technischer Leiter gearbeitet und war stets darum bemüht, den besten Wartungsservice zu liefern. Für die Dauer von acht Jahren habe ich viel über die Möglichkeiten und die Verwaltung in der Vergabe von Unteraufträgen gelernt. Heute kann ich meiner Karriere im Projektmanagement nachgehen und trotzdem als vielseitig ausgebildeter Fachmann arbeiten. Heimwerken? Ich liebe es! Gute Werkzeuge, präzises Arbeiten, Holz, Metall – da blühe auf. Und wenn es etwas nicht gibt, stelle ich es selbst her. Das Zimmer meiner Tochter ist der beste Beweis: Ihr Bett befindet sich unter ihrem Schreibtisch! Meine Familie und die Nachbarn kommen immer auf mich zu, wenn sie einen Rat benötigen. Meine Erfahrungen in der Hausrenovierung und mein Know-how aus den verschiedensten Bereichen der Baubranche dienen mir dabei, wenn es darum geht, Ihnen bei der Wahl der richtigen Werkzeuge zu helfen!

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