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So finden Sie die richtigen Bienenpflanzen

So finden Sie die richtigen Bienenpflanzen

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Ratgeber verfasst von:

Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

125 Ratgeber

Das Bienensterben ist ein Problem, das uns alle betrifft. Doch wir können den Bestäubern beim Überleben helfen, indem wir bienenfreundliche Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon säen. Dazu müssen Sie aber die richtigen Pflanzen auswählen. Zu beachten sind Blütezeit, Nektar- oder Pollenertrag – dieser Ratgeber hilft Ihnen, die richtigen Bienenpflanzen zu finden!

Wichtige Eigenschaften

  • Blütezeit
  • Nutzen für die Bienen
  • Pollen und Nektar
  • Sorte der Bienenpflanze
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Bei der Auswahl der geeigneten Pflanzen müssen folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • die Fläche, die für diese Pflanzen zur Verfügung steht,
  • der Zeitraum, in dem Sie sie säen wollen,
  • die Blütezeit,
  • der Zweck, den die Pflanzen im Garten erfüllen: Obst, Gemüse, Kräuterpflanze, Zierpflanze,
  • der Wachstumszyklus der Pflanzen (einjährige Pflanzen, mehrjährige Pflanzen, Bäume).

Wie alle anderen Pflanzen müssen sie natürlich an das örtliche Klima und die Beschaffenheit des Bodens angepasst sein.

Bienenpflanzen sind Pflanzen, die durch die Bienen, die ihren Pollen sammeln, direkt oder indirekt an der Honigherstellung beteiligt sind. Hier sammeln die Bienen 4 wichtige Inhaltsstoffe: Nektar, Pollen, Propolis und Honigtau. Dabei sind die ersten beiden bei weitem die wichtigsten:

  • Der Nektar ist ein Rohstoff bei der Honigproduktion.
  • Die Pollen dienen den Bienen als Nahrung.

Doch haben Bienen noch eine andere, wichtigere Aufgabe als die Produktion von Honig: Sie besuchen nacheinander die Blüten und hinterlassen auf jeder ein wenig Pollen von den zuvor besuchten Blüten. Auf diese Weise sorgen die Tiere für die Bestäubung vieler Pflanzenarten.  Dies zeigt, wie wichtig das Nektarsammeln der kleinen Bestäuber ist, auch wenn andere Insekten ebenso ihren Beitrag zur Bestäubung leisten, wenn auch in geringerem Maße.

Angesichts des Rückgangs der Bestäuber wurde im Jahr 2018 die „EU-Initiative für Bestäuber“ gegründet. Diese schlägt Maßnahmen vor, um den Rückgang der wilder Bestäuberinsekten einzudämmen, denn zahlreiche Zierpflanzen, Gemüse- und Kräuterpflanzen, Obst- oder Feldkulturen sind von der Bestäubung durch Bienen abhängig.

Die Aktivitätsperiode der Bienen reicht von Ende Februar bis Ende Oktober, weshalb die Tiere eine Flora mit gestaffelten Blütezeiten benötigen. Am Ende des Winters, wenn die Außentemperatur über 10 °C klettert, suchen die Bienen nach Pollen, um ihre Larven ernähren zu können und das Eierlegen der Königin einzuleiten.

Dies ist eine wirklich kritische Zeit, da die Insekten ausgehungert aus dem Winter kommen und Pflanzen, die Nahrung liefern, noch rar sind. Glücklicherweise bilden Haselnuss-, Weiden- und Mandelbäume ihre Blüten sehr früh aus und sind deshalb gut besucht.

Von Anfang Mai bis Juli finden die Bienen in der Regel ausreichend Nahrung. Im Hochsommer tritt dann gewöhnlich eine kleine Durststrecke auf: Dann sind dürreresistente Pflanzen wie Natternköpfe und Sedum-Arten gefragt.

Gemüse- und Kräuterpflanzen

Mit Ausnahme von Kräuterpflanzen werden nur wenige Gemüsepflanzen von Bienen aufgesucht. Dazu zählt zum Beispiel der Kürbis, der bei Hummeln sehr beliebt ist. Kräuterpflanzen hingegen ziehen viele Bestäuber an: Fenchel, Salbei, Thymian, Koriander, Rosmarin ...

Zierblumen

Einige Zierblumen, egal ob einjährig, zweijährig oder mehrjährig, sind bei bestäubenden Insekten sehr begehrt. Zu diesen zählen Katzenminzen, Dahlien, Zinnien, Cosmea und Krokusarten. Wählen Sie jedoch lieber einblütige statt zweiblütige Arten. Letztere blühen zwar spektakulärer, sind aber für Insekten weniger attraktiv. Blumenmischungen für Wiesenblumen (oder brach liegende Flächen) eignen sich dafür besonders gut.

Feldblumen

Einige Feldblumen wie Raps und Sonnenblumen werden von Bienen sehr aktiv bestäubt. Hier muss aber das Verbot von Pflanzenschutzmitteln (insbesondere Insektiziden) zum Blütezeitpunkt unbedingt eingehalten werden.

Obstbäume

Zu den besten Bienenpflanzen gehören alte Apfel- und Kirschbäume. Kastanienbäume liefern einen beliebten Honig.

Zierbäume und -sträucher

Die Robinie oder Falsche Akazie, die den „Akazienhonig“ liefert, die Zwergmispel, der Ahorn und nicht zu vergessen die Linde zählen zu den bienenfreundlichsten Arten.

Pflanzenart

Name der Pflanze

Blütezeit

Nutzen

(N: Nektar / P: Pollen)

Wildblumen und Zierblumen

Kornblume

Mai bis Juli

N/P

Borretsch

April bis September

N

Heidekraut und Besenheide

Juni bis September

N

Distel (Kratzdistel)

Juni bis September

N/P

Raps

April bis Juli

N/P

Echter Beinwell

Juni/Juli

N

Gemeine Dahlie

Juni bis Oktober

P

Purpur-Sonnenhut

Juni bis August

N/P

Goldlack

April bis September

N/P

Saat-Luzerne

Juni bis September

N

Steinklee

Mai bis September

N/P

Acker-Senf

April bis September

N/P

Mauerpfeffer (Sedum)

Mai bis Juli

N

Phazelie

Mai bis September

N

Löwenzahn

Mai

N/P

Salbei

Juni bis September

N/P

Klee

April bis August

N/P

Natternköpfe

Juni bis September

N

Gemüse- und Kräuterpflanzen

Koriander

Juni bis September

N

Kürbis, Zucchini

Mai bis September

N

Pastinake

Juli bis September

N/P

Rosmarin

Februar/März

N

Echter Salbei

Mai/Juni

N/P

Thymian

April bis Juni

N

Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen

Faulbaum

Juni bis August

N

Geißblatt

März bis Juni

N

Zwergmispel

März bis Oktober

N

Ahorn

April/Mai

N

Eukalyptus

Dezember /Januar

N

Kirschlorbeer

April bis Juni

P

Gemeiner Efeu

September /Oktober

N/P

Robinie

Mai/Juni

N/p

Linde

Juni

N/P

Wilder Wein

Juni/Juli

N

Wolliger Schneeball

Mai bis Oktober

P

Obstbaumarten

Sauerkirsche (Prunus cerasus)

April/Mai

N/P

Kastanie

Juni/Juli

N/P

Himbeere (und Maulbeere)

Mai bis August

N/P

Gemeine Hasel

Januar bis März

P

Apfel

April/Mai

N/P

Pflaume

März/April

N/P

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Ratgeber verfasst von:

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Johannes, leidenschaftlicher Gärtner, Bonn

Schon als Dreikäsehoch half ich zu Hause bei der Gartenarbeit mit. Wahrscheinlich entwickelte ich damals mein Interesse für Pflanzen und fürs Gärtnern. Später habe ich Biologie und Agrarwissenschaften studiert. Für verschiedene Verlage verfasste ich über 25 Jahre lang zahlreiche Bücher über Pflanzen und Pilze (für die ich eine besondere Vorliebe habe), bevor ich zu Gartenratgebern überging und damit zu einer Leidenschaft aus Kindheitstagen zurückkehrte. Ich habe auch regelmäßig für verschiedenste Garten- oder Naturzeitschriften gearbeitet. Und weil ich ohne Garten kein richtiger Gärtner wäre, habe ich mir meine eigene Grünoase geschaffen. Hier setze ich seit 30 Jahren verschiedene Anbauverfahren um, die ich gerne mit Ihnen teile.

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