
Fliesen bohren: So geht's
Ratgeber verfasst am 14. Februar 2024 von:
Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München
Wichtige Eigenschaften
- Bohrmaschine mit Drehzahlregler
- Diamant- oder Hartmetallbohrer
- Wasser
Die richtigen Werkzeuge und Vorgehensweisen zum Bohren von Fliesen
Die Fliesen müssen aus unterschiedlichen Gründen und in verschiedenen Räumen durchbohrt werden:
Unterputz-Installation eines Schalters in einer verfliesten Wand;
Befestigung einer Handbrause oder eines Duschvorhangs;
Installation eines Küchenmöbels oder einer Lichtleiste auf einer gefliesten Oberfläche;
usw.
Hierfür sind jedoch grundlegende Kenntnisse nötig, um die Fliesen nicht zu beschädigen.
So geht‘s
Diese Arbeiten sind allen Heimwertkern zugänglich, vorausgesetzt, sie wissen, wie man eine Bohrmaschine verwendet und Maße überträgt.
Benötigte Zeit
10 Minuten je Bohrung
Empfohlene Personenzahl
1 Person
Werkzeuge und Verbrauchsstoffe
Bohrmaschine mit Drehzahlregler
Ebene Oberfläche zum Ausführen der Bohrungen, sofern die Fliesen noch nicht verlegt wurden
Fliesenbohrer aus Hartmetall
Diamantbohrer für kleinere Löcher
Lochsäge mit Hartmetallkranz oder Diamantbesatz
Maßband und Blei- bzw. Filzstift
Klebeband
Persönliche Schutzausrüstung
Diamantbohrer
Wie bohrt man Fliesen, ohne sie zu beschädigen?
Jeder Heimwerker kann Fliesen bohren, um eine Armatur, einen Schalter, eine Steckdose, einen Spot oder ein Regal zu installieren. Meist sind die Fliesen bereits verlegt und man darf keinen Fehler machen.
Verwenden Sie eine Bohrmaschine mit Drehzahlregler, jedoch keinen Schlagbohrer, um die Fliesen nicht zu beschädigen.
Bohren Sie Fliesen, ohne sie zu brechen: verlegt oder nicht verlegt
Markieren Sie die verschiedenen Bohrpunkte, indem Sie die Maße übertragen oder sich vorstellen, was Sie befestigen möchten.
Schützen Sie die Fliesen mit Klebeband oder Abdeckpapier, um die Fliesen vor dem Verrutschen zu schützen und übertragen Sie die genauen Maße.
Wenn Sie einen einfachen Bohrer verwenden, müssen Sie eine konstante und reduzierte Drehzahl verwenden und die Bohrmaschine gerade halten.
Wenn Sie die Fliesen mit einer Lochsäge bohren, müssen Sie die Mitte der Bohrung zuvor mit dem Zentrierbohrer der Lochsäge markieren.
Bohren Sie anschließend mit einer konstanten und niedrigen Drehzahl und üben Sie einen gleichmäßigen Druck auf die Lochsäge aus.
Entfernen Sie das Klebeband bzw. Abdeckpapier und befeuchten Sie die Fliese, um zu verhindern, dass sich die Lochsäge überhitzt.
Die Fliese muss stets feucht sein. Bohren Sie mit einer konstanten und reduzierten Drehzahl.
Wenn Sie eine unverlegte Fliese bohren, drehen Sie sie um, bevor Sie sie vollständig durchbohrt haben und bohren Sie auf der anderen Seite weiter. Der Zentrierbohrer durchbohrt die Fliese vor der Lochsäge. Drehen Sie die Fliese einfach um, um die Lochsäge in dieser Bohrung wieder anzusetzen.
Bohrmaschine mit Drehzahlregler
Bohren von Löchern mit kleinem Durchmesser im Video erklärt
Bohren von Löchern mit großem Durchmesser und einer Lochsäge im Video erklärt
Bohren von Feinsteinzeug und Keramik
Zum Bohren von Löchern in Feinsteinzeug, emaillierten Feinsteinzeug oder Massivfliesen, wird ein Bohrer mit Diamantsegmentkopf benötigt.
Für das Bohren von Keramikfliesen ist in der Regel ein Hartmetallbohrer ausreichend.
Lochsägen für Hohlwanddosen
Lochsägen haben einen Durchmesser von 63 mm, speziell für Hohlwanddosen und die Montage von Steckdosen.
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Ratgeber verfasst von:
Sebastian, Heimwerker Autodidakt, München
Nach meinem Abschluss an einer Handelshochschule bot sich mir die Gelegenheit, eine Ausbildung zum Zimmermann zu machen. Was für ein edler, aber harter Beruf! Die Winter und der Regen trieben mich jedoch von den Dächern wieder herunter und direkt durch die Tür eines Eisenwarengeschäfts, in dem ich daraufhin – wenig überraschend – als Eisenwarenhändler gearbeitet habe. Vom Hammer bis zum Meißel habe ich im Laufe der Jahre auch alle Abteilungen in Heimwerkermärkten kennengelernt und weiß genau, wie die Produkte dort funktionieren und wofür man sie braucht. Neben meiner Tätigkeit für diese beiden Läden habe ich aber auch als Schlosser, Dachdecker, Tischler oder in der Industriebranche gearbeitet. Dank meiner praktischen Erfahrungen und meines technischen Know-hows weiß ich genau, was ein gutes Werkzeug oder die richtige Ausrüstung ausmacht. Und weil ich lieber schriftlich einen guten Rat gebe, als von Montag bis Samstag in einem Geschäft zu stehen und immer dieselbe Beratung zu geben, war es nur logisch, dass ich Autor geworden bin.