
So finden Sie das richtige Kochfeld
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Lola, ManoMano-Redakteurin
So funktioniert ein Kochfeld
Die in der Wohnung verfügbaren Brennstoffe oder Anschlüsse sind entscheidend für die Auswahl des richtigen Kochfeldes. Es gibt Wohnungen mit Gasanschluss, der auch für die Heizung und warmes Wasser sorgt, andere sind nur an das Stromnetz angeschlossen.
Wenn beides vorhanden ist, können Sie sich für Ihr Kochfeld zwischen diesen Energieträgern entscheiden.
Auswahl des Kochfeldes nach dem Energieträger
Die Funktionsweise von Kochfeldern unterscheidet sich je nach der Energiequelle, die sie nutzen, und das führt uns zu den verschiedenen Typen.
Wenn es sich um Gas handelt, wird dieses durch Leitungen zu den Brennern auf dem Kochfeld transportiert. Wird der Schalter aufgedreht, kann das Gas austreten und wird mit einem Funken (der durch einen Mechanismus im Herd selbst oder durch einen Anzünder ausgelöst wird) in Brand gesetzt. Die Flamme lässt sich nach Bedarf regeln, um das Kochgeschirr mit den Lebensmitteln zu erhitzen.
Bei einem Glaskeramikkochfeld liegt unter dem Glas für die einzelnen Kochstellen (die unterschiedlich groß sind) je ein Widerstand. Die Widerstände werden durch einen analogen (wie beim Gasherd) oder digitalen Schalter bedient, sodass sie sich erhitzen und die Hitze durch das wärmeleitende Glas übertragen. Die Intensität der Hitze wird durch Schalter geregelt. Bei vielen Modellen lässt sich neben anderen Funktionen auch die Garzeit einstellen.
Ein Induktionskochfeld dagegen funktioniert mit einem elektromagnetischen Feld zwischen dem Kochfeld und dem Boden des Kochtopfs. Das Kochfeld heizt sich nicht auf, erhitzt aber metallische Behälter.
Verschiedene Kochfeld-Modelle
Die Auswahl des Kochfelds nach der Energiequelle hängt mit den in der Wohnung vorhandenen Anschlüssen zusammen.
Kochfelder mit Gas oder offenem Feuer
Gaskochfelder haben eine lange Tradition. Es gibt Varianten, die aus Gasflaschen, meist mit Propangas, versorgt werden, andere sind an eine vorhandene Gasleitung angeschlossen, durch die Erdgas zugeführt wird. Elektroherde sind allerdings in Deutschland beliebter.
Moderne Gasherde sind mit einer Zündsicherung und einer Abschaltevorrichtung ausgestattet, um zu verhindern, dass weiter Gas austritt, wenn die Flamme erloschen ist. Außerdem gibt es neue Oberflächen, zum Beispiel aus Glas, die sich leicht reinigen lassen.
Gaskochfelder, die mit Gasflaschen betrieben werden, sind häufig nicht fest installiert und kommen unterwegs, in Zweit- oder Ferienwohnungen zum Einsatz.
Die Vorteile eines Gaskochfeldes sind seine leichte Bedienung und die schnelle Hitzeregulierung. Es genügt, die Flamme größer oder kleiner zu drehen. Für Gaskochfelder eignen sich Kochgefäße aus unterschiedlichem Material, die Temperatur bleibt gut erhalten. Der Verbrauch ist niedrig, auch der Anschaffungspreis ist eher gering, liegt aber in der Nähe der einfacheren Glaskeramikkochfelder.
Glaskeramikkochfelder
Sie sind optimal für Wohnungen ohne Gasanschluss und ersetzen nach und nach den traditionellen Vier-Platten-Herd. Meist sind sie mit einem Backofen kombiniert, die einfachste Lösung ist also, beide Elektrogeräte gleichzeitig zu installieren.
Es gibt auch Kochfelder, bei denen eine digitale Steuerung direkt in das Glas eingebaut ist. Sie bieten mehrere Funktionen, zum Beispiel unterschiedliche Temperaturstufen oder die unabhängige Steuerung der einzelnen Kochstellen. Eine praktische Funktion ist eine Automatik, die dafür sorgt, dass die eingestellte Temperatur konstant bleibt oder die Kochstelle sich gar nicht erst erhitzt, um Verbrennungen zu vermeiden.
Zu den Vorteilen dieser Kochfelder gehören die leichte Reinigung der Oberfläche und die Möglichkeit, die Temperatur genau zu wählen. Schwieriger ist es, die Garzeit zu berechnen, vor allem, wenn Sie bisher mit Gas gekocht haben. Nach dem Abschalten der Kochstelle kann die Restwärme zum Fertiggaren genutzt werden. Die Preise sind erschwinglich, das Design wird sehr geschätzt.
Induktionskochfelder
Induktionskochfelder sind eine weitere elektrisch betriebene Alternative zu Glaskeramik. Wie schon erwähnt, besteht der wichtigste Unterschied in der Heiztechnologie. Beim Induktionskochfeld wird unter der Glasfläche ein elektromagnetisches Feld erzeugt, Glaskeramikherde funktionieren auf der Basis von Widerständen.
Optisch sehen sie einander sehr ähnlich, mit ihrer glatten Oberfläche sind sie leicht zu verwechseln.
Der Vorteil eines Induktionskochfeldes ist der geringe Stromverbrauch (schätzungsweise 40 % weniger) und die Energieeffizienz, was sich in einer niedrigeren Stromrechnung niederschlägt. Diese Geräte sind außerdem sicherer, denn sie erhitzen sich nicht, sodass keine Verbrennungsgefahr besteht. Auf der kalten Oberfläche hängen auch keine Speisereste an, daher ist sie leichter zu reinigen.
Ein Nachteil ist der höhere Preis. Hinzu kommen spezielles Kochgeschirr (mit Eisen- oder ferromagnetischem Boden) oder Adapterböden für bereits vorhandene Töpfe und Pfannen. Allerdings wird modernes Kochgeschirr häufig so hergestellt, dass es sich für alle Herdarten eignet. Hitze ist nur vorhanden, solange die Kochstelle eingeschaltet ist.
So können Sie den Komfort erhöhen
Manche modernen Kochfelder sind schon mit einem geräuscharmen Dunstabzug ausgestattet, sodass sie sich besonders für Küche eignen, in denen der Platz optimal ausgenutzt werden muss. Außerdem bekommen Sie so zwei Küchengeräte in einem.
Wie hoch ist die Leistung eines Induktionskochfeldes?
Rechnen Sie damit, dass jede Kochstelle eine beachtliche Leistung haben kann, sodass insgesamt bis zu 7 kW anfallen können. Normalerweise werden nicht alle Kochstellen zugleich eingeschaltet, wohl aber andere Elektrogeräte. Auch das sollten Sie bei der Gesamtleistung für Ihren Haushalt berücksichtigen (üblich sind 3,3 kW). Eine praktische Funktion ist in diesem Zusammenhang ein Leistungsbegrenzer, mit dem sich die Leistung für jede Kochzone einstellen und bei Überschreiten der vorher festgelegten Grenze anpassen lässt.
Induktionskochfelder
Kochfelder im Vergleich
Art des Kochfeldes | Vorteile | Nachteile |
Gaskochfeld | Leichtes Anzünden, einfacher Gebrauch Von Profis verwendet | Ungeeignet für Küchen ohne Gasanschluss Umständliche Reinigung |
Glaskeramikkochfeld | Einfacher Gebrauch, leichte Reinigung Sparsam | Höherer Verbrauch als beim Induktionsherd |
Induktionskochfeld | Heizt schneller auf als Glaskeramik (geringerer Stromverbrauch) Minimaler Energieverlust; das Kochgeschirr wird erhitzt, nicht das Kochfeld | Spezielles Kochgeschirr oder Adapter erforderlich |
Mischkochfelder
Sie sind nicht besonders häufig, aber es gibt Kochfelder, die Gas- und Elektrokochstellen kombinieren. So können Sie die Vorteile beider Systeme nutzen, je nachdem, welche Lebensmittel Sie damit garen möchten.
Weitere Auswahlkriterien für Kochfelder
Maße
Wie andere Küchengeräte, die sich an Einbaumodulen orientieren, sind sie 60 cm breit. Es gibt allerdings auch Module für Küchenzeilen, die nur 30 cm breit sind. Andererseits sind auch Modelle verfügbar, die in Zehnerschritten breiter werden (70, 80 oder 90 cm).
Kochfelder: Design und Optik
Auch das Design spielt eine Rolle bei der Auswahl, denn es geht um den Stil Ihrer Küche. Vielleicht passt eine bestimmte Farbe oder Oberflächengestaltung besonders gut dazu. Schwarzer Lack, Stahl, Glas ... heutzutage ist die Auswahl bei allen Kochfeldtypen groß.
Anzahl der Kochstellen oder -zonen
Die Kochfelder können eine oder zwei (Module), aber auch bis zu fünf Kochstellen haben. Besonders häufig sind vier (eine kleine von 14 bis 20 cm, zwei mittelgroße von 21 bis 24 cm, und eine große mit 28 bis 32 cm) oder drei Kochstellen (je eine kleine, mittlere und große).
Besonders moderne Induktionskochfelder ermöglichen die sogenannte Flexinduktion. Das bedeutet, dass sich mehrere Kochstellen zu einer großen verbinden lassen. So passt sich das Gerät flexibel verschiedenen Kochgefäßen an und die Wärme wird besser genutzt.
Leichte Reinigung
Denken Sie an den Reinigungsaufwand, den jedes Kochfeld mit sich bringt.
Ein Gaskochfeld mehr Aufwand bei der Reinigung erfordert als ein elektrisches, denn Spritzer und Speisereste können sich an den Brennern festsetzen und diese verstopfen, sodass das Gas nicht mehr richtig austritt. Ein weicher Topfreiniger und Spülmittel sollten aber genügen.
Glaskeramik- und Induktionskochfelder können Sie mit einem feuchten Schwamm oder Tuch und einem für diese Flächen geeigneten Reinigungsmittel abwischen. Für Glaskeramik werden spezielle Schaber angeboten, um anhängende Speisereste zu entfernen. Dabei sollte die Oberfläche allerdings nicht zerkratzt werden. Induktionskochfelder haben den Vorteil, dass an ihnen keine Speisereste anhängen, weil die Oberfläche nicht erhitzt wird.
Wie viel kostet ein Kochfeld?
Wenn Sie ein begrenztes Budget haben, ist ein Gas- oder ein einfaches Glaskeramikkochfeld in der Preisklasse um 100 € eine Option, die Ihre Bedürfnisse erfüllt. Diese sind optimal für eine Zweit- oder Mietwohnung.
Wenn Sie etwas mehr ausgeben und in Ihre Küche investieren wollen, können Sie sich ein Induktionskochfeld zulegen. Hier schwanken die Preise beträchtlich. Sie beginnen bei etwa 200 € und können über 500 € hinausgehen, bei besonders hoch entwickelten Modellen sogar recht deutlich. Dies ist eine gute Option, wenn Sie Ihre Küche komplett neu gestalten.
Sicherheit
Wenn Kinder und alte Menschen im Haushalt leben, ist es sehr ratsam, das Verbrennungsrisiko gering zu halten. In diesen Fällen eignen sich Kochfelder mit automatischer Abschaltung oder Sicherheitsblockierung.
Steuerung per Smartphone
Diese Funktion geht vielleicht über die Grundausstattung bei Elektrogeräten hinaus, aber für eine nicht allzu ferne Zukunft, in der alle Elektrogeräte vernetzt sind, ist sie eine Überlegung wert.
Gaskochfeld
Auswahl des Kochfeldes nach dem Energieverbrauch
Dies ist ein grundlegendes Kriterium und verdient daher ein eigenes Kapitel. Küchengeräte sind für einen großen Teil des Energieverbrauchs in der Wohnung verantwortlich (ein elektrisches Kochfeld zum Beispiel für etwa 9 %). Es wird also zunehmend wichtiger, auf Energieeffizienz und geringen Verbrauch zu achten.
Ein elektrisches Kochfeld verbraucht mehr Energie als ein mit Gas betriebenes, aber je nach Nutzung und den jeweiligen Energiepreisen lohnt sich das Rechnen.
Kochfelder sind nicht mit einem Energielabel ausgezeichnet, was nicht bedeutet, dass sie nicht doch bestimmte Anforderungen an ökologisches Design erfüllen müssen, die von der EU für Haushaltsbacköfen, -kochmulden und -dunstabzugshauben festgelegt wurden (Verordnung (EU) Nr. 66/2014 der Kommission vom 14. Januar 2014).
Die Energieeffizienz einer Kochmulde wird in Wh/kg angegeben und muss unter dem in der Verordnung festgelegten Höchstwert liegen (195).
Für Gaskochfelder wird ein Prozentwert angegeben, der über dem in der Verordnung festgelegten Minimum liegen muss (55).
Diese Daten dienen dem Vergleich verschiedener Modelle.
Wenn in die Kochmulde auch ein Dunstabzug integriert ist, wird dieser mit einem entsprechenden Energieeffizienzlabel gekennzeichnet.
Elektrisches Kochfeld
Ein Kochfeld entsorgen
Wie andere Elektrogeräte können Sie Kochfelder in Wertstoffhöfen oder beim Händler entsorgen. Dort werden sie in für Elektro- und Elektronikaltgeräte vorgesehenen Bereichen abgestellt.
Mehr erfahren
Weitere Tipps und Tricks rund um die Ausstattung und Gestaltung Ihrer Küche finden Sie in folgenden Ratgebern:
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Ratgeber verfasst von:
Lola, ManoMano-Redakteurin
Vor 30 Jahren geriet ich wie zufällig in die Branche des Heimwerker- und Gartenhandels und entdeckte eine spannende Welt. Während dieser ganzen Zeit habe ich stetig dazugelernt (aber nicht so viel, wie ich es mir gewünscht hätte). Ich habe immer versucht, andere an meinem Wissen teilhaben zu lassen und ihnen dabei zu helfen, sich ebenso für das Heimwerken zu begeistern, wie ich es tue.