
Terrassendielen aus Holz auf Tragbalken verlegen: So geht's
Ratgeber verfasst am 15. Februar 2024 von:
Jennifer, Heimwerkerin, Düsseldorf
Wichtige Eigenschaften
- Material und Querschnitt der Dielen
- Art des Untergrunds
- Standort
- Verlegung auf Fundament oder Sockeln
- Gewünschte Terrassenhöhe
Voraussetzungen für das Verlegen von Terrassendielen auf Tragbalken
Für welche Montageart Sie sich auch entschieden haben, Sie werden Tragbalken verwenden müssen. Bevor Sie mit dem Anlegen einer Holzterrasse beginnen, müssen Sie mehrere Dinge festlegen:
Montageart;
Holzdielen oder Dielen aus Verbundwerkstoff (WPC);
Format der Dielen;
Querschnitt der Balken;
Verlegungsplan.
Arbeitsschritte
Vorbereitung des Bodens vor dem Verlegen der Tragbalken
Wahl des Fundaments zur Befestigung der Balken
Verlegungsplan
Bestimmen der Balkenstärke
Befestigung der Tragbalken am Fundament
Verlegung der Terrassendielen auf den Holzbalken
Befestigung der Abschlussleisten und Auftragen einer Beschichtung auf die Dielen
Terrassendielen
Holzterrasse auf Tragbalken anlegen: das Video-Tutorial
1. Vorbereitung des Bodens vor dem Verlegen der Tragbalken
Bevor Sie die Tragbalken verlegen, müssen Sie den Boden vorbereiten. Je nach Untergrund der zukünftigen Terrasse müssen Sie die am besten geeignete Montageart wählen und den Boden entsprechend vorbereiten.
Ebenheit
Der Untergrund muss eben sein und nach außen hin mindestens 1 % abfallen. Zur Überprüfung der Ebenheit und des Gefälles können Sie ein Laser-Nivelliergerät, eine Wasserwaage, eine Richtlatte und/oder eine Richtschnur verwenden.
Verlegung von Geotextil
Die Verlegung von Geotextil ist beim Anlegen einer Holzterrasse von zentraler Bedeutung. Egal ob Sie auf dem Erdboden oder einem Betonfundament arbeiten, Geotextil verhindert den Pflanzenwuchs.
Laser-Nivelliergeräte
2. Wahl des Fundaments
Verlegung auf Beton
Wenn Ihr Betonfundament bereits ein Gefälle von 1 % aufweist, das für das Anlegen Ihrer Terrasse erforderlich ist, können Sie die Tragbalken direkt auf dem Boden verlegen, ohne Stelzlager zu verwenden. Stattdessen fügen Sie zwischen Boden und Balken Gummipads für Tragbalken ein. Dank dieser Auflagepads befinden sich die Balken nicht in direktem Kontakt mit dem Boden und sind so vor Wasser geschützt. Allerdings sollten Sie mindestens Balken aus kesseldruckimprägniertem Holz der Dauerhaftigkeitsklasse 3-4 oder Tropenholz verwenden.
Verlegung auf Stelzlagern
Diese Lösung eignet sich besonders gut, wenn Sie Ihre Terrasse auf einem Betonfundament verlegen möchten, das ein zu hohes Gefälle aufweist. Die Stelzlager sind in verschiedenen Höhen erhältlich und einstellbar. So können Sie Ihre Terrasse auf einem Untergrund verlegen, der nicht den Voraussetzungen entspricht. Lesen Sie hierzu den Ratgeber Holzterrasse auf Stelzlagern bauen: So geht's.
Verlegung auf Fundamentstein
Diese Art der Verlegung wird hauptsächlich auf einem weichen Untergrund wie Gras oder Erde angewendet. Wie bei einer Hochterrasse müssen Sie für die Aufstellung von Fundamentsteinen oder Betonträgern ein Fundament anlegen.
3. Verlegungsplan erstellen
Egal welche Montageart Sie für Ihre Terrasse gewählt haben: Sie müssen immer mit einem Verlegungsplan beginnen.
Abstand zwischen zwei Balken und zwei Stützen
Der Abstand zwischen den Balken hängt vom Querschnitt und von der Länge der ausgewählten Terrassendielen ab. Dieser Abstand legt fest, wo sich die Stützen zwischen zwei parallelen Balken befinden.
Stärke der Dielen | Maximaler Abstand zwischen den Balken |
20 bis 23 mm | maximal 40 cm |
23 bis 28 mm | maximal 50 cm |
mehr als 36 mm | maximal 60 cm |
In dieser Tabelle finden Sie den maximalen Abstand zwischen zwei Balken je nach Dielenstärke. Vielleicht müssen Sie je nach Größe Ihrer Dielen einen kleineren Abstand wählen, damit sich die Nahtstelle zwischen den Dielen in der Mitte des Balkens befindet und Sie weniger Materialverlust haben. Wenn Sie Ihre Terrasse auf Stelzlagern oder Fundamentsteinen aus Beton verlegen, müssen Sie zwischen zwei Stützen unter dem gleichen Balken einen Abstand von maximal 60 cm einhalten.
Stelzlager
4. Bestimmen der Balkenstärke
Nachdem Sie nun mit dem Verlegungsplan fertig sind, kennen Sie die Anzahl der benötigten Stelzlager oder Auflagepads. Um die gewünschte Höhe der fertigen Terrasse zu erreichen, müssen Sie von diesem Wert die Stärke der Dielen und der Balken abziehen. So erhalten Sie die Höhe Ihrer Sockel (Fundamentsteine aus Beton, Stelzlager, Fundamentplatte ...).
5. Befestigung der Tragbalken am Fundament
Sobald das Fundament für Ihre Tragbalken fertig ist, müssen Sie letztere nur noch daran befestigen:
Betonfundament: Bohren Sie die Tragbalken vor und befestigen Sie sie in Abständen von 80 cm mithilfe von Sechskant-Holzschrauben oder Schlagdübeln am Boden.
Stelzlager: Bohren Sie die Tragbalken vor und befestigen Sie sie anschließend mit Edelstahlschrauben direkt an den Stelzlagern.
Fundamentsteine: Die Befestigung ist die gleiche wie bei einem Betonfundament.
6. Verlegung der Terrassendielen auf den Holzbalken
Jetzt müssen Sie nur noch die Terrassendielen auf den Tragbalken verlegen. Sie haben die Wahl zwischen zwei Befestigungsarten: mit Schrauben oder per Clip-System. Sie sollten allerdings mindestens Schrauben des Typs A2 verwenden, am besten Torx-Schrauben.
Befestigung mit Schrauben
Die Dielen müssen an den entsprechenden Balken jeweils mit zwei in einer Linie ausgerichteten Schrauben befestigt werden. Daher sollten Sie die Terrassendielen etwa 2 cm vom Rand entfernt vorbohren.
Schrauben Sie Ihre Terrassendielen mit Schrauben des Typs A2 oder A4 fest, deren Länge mindestens das Zweieinhalbfache der Dielenstärke beträgt.
Befestigung per Clip-System
Schrauben Sie die Clips auf beiden Seiten jeder Diele am jeweiligen Tragbalken fest.
Verlegen und Zuschneiden der Dielen
Ihre Dielen müssen perfekt rechtwinklig zu den Balken befestigt werden. Es kann vorkommen, dass die Dielen verzogen sind. In diesem Fall können Sie einen Ausrichter für Terrassendielen verwenden. Außerdem ist es wichtig, einen Abstand von mindestens 3 mm zwischen jeweils zwei parallelen Dielen zu lassen. Wenn Sie die erste Reihe Dielen verlegt haben, müssen Sie die letzte Diele mit einer Kreissäge bündig mit dem letzten Balken abschneiden, damit Sie anschließend die Abschlussleisten befestigen können. Das übrig gebliebene Stück können Sie je nach dessen Länge weiterverwenden, um eine neue Dielenreihe zu beginnen.
Wichtig ist, dass sich eine Diele auf mindestens drei Balken stützt.
Kreissägen
7. Befestigung der Abschlussleisten und Auftragen einer Beschichtung auf die Dielen
Abschließend werden die Abschlussleisten befestigt und die Dielen behandelt.
Abschlussleisten
Je nachdem, welche Verlegeart Sie für Ihre Terrasse gewählt haben, können Sie verschiedene Abschlüsse verwenden:
Metallleisten bei niedrigen Terrassen.
Spezielle Terrassenleisten.
Identische Terrassendielen.
Dielenschutz
Bevor Sie Ihre Terrasse mit einer Schutzbeschichtung behandeln, müssen Sie sie mit dem Besen oder dem Staubsauger gründlich reinigen. Das zu verwendende Produkt hängt vom Dielentyp ab. Hier einige Vorschläge:
Terrassendielen aus WPC: WPC-Entgrauer.
Terrassendielen aus Tropen- oder Nadelholz: Öl oder Holzsättiger.
Terrassendielen aus wärmebehandeltem Holz: Entgrauer oder Farbe.
Holzpflege
Voraussetzungen für die Verlegung von Terrassendielen auf Tragbalken
Vorkenntnisse
Damit diese Arbeit gelingt, sollten Sie sich mit folgenden Dingen auskennen:
Grundlagen der Maurerarbeit;
Verwendung einer Bohrmaschine und Wahl der richtigen Bohrer;
Verwendung einer Kreissäge;
Verwendung einer Stichsäge;
Maße nehmen;
Verwendung einer Wasserwaage oder eines Laser-Nivelliergerätes;
Identifizierung des Untergrunds und Wahl der Befestigungsdübel;
Umgang mit Handwerkzeugen wie Schraubendreher, Hakenschüssel usw.
Benötigte Zeit
8 Stunden für 10 m²
Personenanzahl
2 Personen
Werkzeuge und Material
Bohrmaschine, Bohrer und Fräse
Schrauben und Befestigungsdübel
Schraubendreher
Maßband und Bleistift
Wasserwaage oder Laser-Nivelliergerät
Stichsäge
Kreissäge
Winkel und Winkelschmiege
Richtlatte
Richtschnur
Persönliche Schutzausrüstung
Sicherheitsschuhe
Arbeitskleidung
Diese Liste ist nicht vollständig. Die persönliche Schutzausrüstung muss an die jeweilige Arbeitssituation angepasst werden.
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Ratgeber verfasst von:
Jennifer, Heimwerkerin, Düsseldorf
Ich habe keine besondere Ausbildung als Handwerkerin oder Dekorateurin, ich habe mir alles selbst beigebracht. Frei nach der Devise "Learning by doing" habe ich mein Haus renoviert. Bis zum Umzug mussten wir ALLES neu machen, vom Boden über die Wände bis zur Decke, von der Küche bis zum Bad ... Am Ende war ich ein echter Profi! Heute rufen meine Freunde mich sofort an, wenn Hand angelegt werden muss. Heimwerken und DIY-Projekte sind eine richtige Leidenschaft geworden. Sich den Herausforderungen zu stellen, eine Idee im Kopf und mit ein paar Werkzeugen erwacht sie zum Leben. Hier meine Ratschläge und Ideen zu teilen, ist ein großes Vergnügen!