Gesteuerte mechanische Belüftung: Alles über kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)

Gesteuerte mechanische Belüftung: Alles über kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)

Dieter, technischer Leiter, Frankfurt

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Dieter, technischer Leiter, Frankfurt

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Die Installation einer KWL, entweder ohne Wärmerückgewinnung (WRG) oder mit Wärmerückgewinnung, erfordert Anschlüsse, Kanäle, Luftein- und Luftauslässe, eine Verteilerbox und einen Dachauslass. KWL-Anlagen sind für die Raumlufterneuerung unerläßlich und sorgen damit für geringere Luftfeuchtigkeit und reinere Luft.

Wichtige Eigenschaften

  • KWL ohne WRG
  • KWL mit WRG
  • KWL bei Gasheizung
  • Dimensionierung von KWL
  • Kanäle und Schläuche der KWL
  • Luftauslass
  • Lufteinlässe
  • Verbindungsstücke und Anschlüsse
  • Dachauslass
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Egal ob sie alle Räume gleichzeitig belüftet oder dezentral ausgelegt ist, hat die KWL die Aufgabe, Raumluft zu erneuern, indem verbrauchte Luft von den Wohn- und Schlafräumen über die Feuchträume wie Küche, WC und Badezimmer nach außen abgeführt wird. Die Luft strömt bei geschlossenen Innentüren von Raum zu Raum dank der (1 bis 1,5 cm breiten) Spalten zwischen Boden und Tür oder durch eingelassene Luftschlitze.

Bei einer KWL sind entweder alle Räume in einem oder mehreren Luftströmen, die über Kanäle zentral abgeführt werden, oder die Belüftung findet dezentral in jedem einzelnen Raum mit eigenem Belüfter statt. Dann ist kein Kanalnetz erforderlich. Aber in beiden Fällen kann mit dermechanischen Belüftung die Verschmutzung der Innenraumluft, die oft höher belastet ist als die Außenluft, bekämpft werden, sowie Feuchtigkeit und Schimmelbildung, wobei gleichzeitig schlechte Gerüche beseitigt werden und zwar bei gleichzeitiger Verbesserung des thermischen Komforts.

KWL steht für Kontrollierte Wohnraumlüftung. Es handelt sich dabei um eine Einrichtung, die ständig die Ausleitung von Wohnraumluft erzwingt und somit deren Austausch ermöglicht. Dieser Luftaustausch sorgt für eine gute Luftqualität und beseitigt gleichzeitig Feuchtigkeit und Gerüche. KWL ist ein Belüftungssystem, das auf mehreren Elementen beruht:

  • Zentraleinheit, meist im Dachboden angebracht. Ein Motor betreibt einen Ventilator, der für einen Luftstrom in der gesamten Wohnung sorgt und diese angesaugte Luft nach außen transportiert;
  • Lufteinlässe im oberen Teil der Fenster- oder Türflügel oder direkt in den Außenwänden der Wohn- und Schlafräume ermöglichen im Fall eines zentralen Abluftsystems den Zustrom von frischer Außenluft;
  • im Falle einer zentralen Zu- und Abluftanlage werden die Lufteinlässe an Außenwänden bzw. in den Fenstern oder Türen durch Zuluftanschlüsse ersetzt;
  • Luftauslässe, die ebenfalls in der Höhe in den Feuchträumen angebracht sind;
  • Luftkanäle, die die verschiedenen Elemente der KWL untereinander verbinden;
  • Zubehör wie Anschlüsse oder Stutzen zum Verbinden zweier Elemente, Adapter zum Verbinden von Elementen mit unterschiedlichem Durchmesser. Oder auch der Dachauslass, der - mit dem Abluftkanal verbunden - die verbrauchte Luft nach außen leitet;
  • eventuell eine Verteilerbox, die - vom Luftverteilerhauptnetz aus - den Luftstrom auf mehrere Ein- oder Auslässe verteilt;
  • Schalldämpfer, die in Form von Stutzen mit Schallabsorptionseinrichtung meist direkt hinter den Luftauslässen angebracht sind, um störende Geräusche zu vermindern.

Jede Wohnung in Frankreich muss mit einer KWL ausgestattet sein, dies ist eine gesetzliche Pflicht (in Kraft getreten am 24. März 1982). Je nach Raumgröße sowie Anzahl der Räume in der Wohnung, ist die Abluftmenge unterschiedlich. Es gibt eine Vorschrift, die den Mindestluftdurchfluss für jeden Raum festlegt (in Frankreich per Verordnung vom 28. Oktober 1983).

Die Küche, das Badezimmer und die Toilette müssen unbedingt eine Entlüftung haben. Anders gesagt, sorgt eine KWL für eine gute Luftqualität und ein sauberes Zuhause.

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Anschlüsse

KWL ohne WRG

Die Räume, in denen sich die Luftauslässe befinden, werden durch den Ventilator in Unterdruck versetzt. Dies bewirkt, dass frische Außenluft über die Lufteinlassgitter angesaugt wird. Über einen Dachauslass wird die aus den Feuchträumen abgesaugte Luft nach außen gestoßen. Der Vorteil einer solchen KWL ist, dass sie relativ einfach zu installieren ist, keinen großen Aufwand erfordert und kostengünstig ist.

Da jedoch die Raumluft durch Außenluft ersetzt wird, führt dies zu einem übermäßigen Heizwärmeverbrauch (vor allem im Winter oder bei kaltem Wetter). Auch die Schalldämmung der belüfteten Räume kann beeinträchtigt sein, da Geräusche durch die Kanäle übertragen werden. Dies nennt man kontrollierte Wohnraumlüftung ohne Wärmerückgewinnung. Man unterscheidet zwei Arten von KWL ohne WRG.

Selbstregulierende KWL ohne WRG

Der Abluftdurchfluss wird von den Bewohnern eingestellt. Die Einstellung kann auf verschiedene Weise erfolgen: Entweder direkt an den Auslässen durch Veränderung der Klappenöffnung und/oder über einen Umschalter, der die Ventilatordrehzahl der Zentraleinheit ändert (im Allgemeinen gibt es zwei Drehzahlen). In bestimmten Fällen kann die Zuluft auch mit Gittern oder Lufteinlässen geregelt werden, die mit Lüftungskiemen (Schieber oder Klappen) ausgestattet sind.

Feuchtigkeitsabhängige KWL ohne WRG

Der Abluftdurchfluss wird durch die Umgebungsfeuchtigkeit bestimmt. Entweder wird diese Menge von der Zentraleinheit selbst berechnet, die ihre Drehzahl und den Durchfluss anpasst, oder jeder Auslass ist mit einem Fühler ausgestattet und regelt die Öffnung der Klappe entsprechend dem Ergebnis. Diese zweite Lösung ist wirkungsvoller, da sie eine effiziente, raumweise Belüftung ermöglicht. Manche Systeme verfügen auch über Messfühler in den Lufteinlässen.

KWL mit WRG

Sie arbeitet nach dem gleichen Prinzip wie die KWL ohne WRG: Erzeugung von Unterdruck in der Wohnung und Abführen der Raumluft nach außen. Der Luftaustausch erfolgt ebenfalls durch das Nachströmen von Außenluft. Der große Unterschied liegt jedoch darin, dass eine KWL mit Wärmerückgewinnung zusätzlich mit einem Wärmetauscher ausgestattet ist.Im Winter gewinnt dieser Wärmetauscher die Wärmekalorien aus der (durch die Heizung erwärmten) ) Fortluft zurück und überträgt sie auf die angesaugte Frischluft (wobei diese vorgewärmt wird).Im Sommer geschieht das Gegenteil, denn die Raumluft ist normalerweise kühler als die Außenluft. Dadurch kann abgekühlte Außenluft in die Wohnung nachströmen. Eine KWL mit Wärmerückgewinnung ist im Grunde ein feuchteabhängiges System.Ihre höheren Kosten sollten mit den Einsparungen bei Heizung und Klimatisierung, die sie ermöglicht, und dem Komfort, den sie bietet, verglichen werden. Darüber hinaus begrenzt die KWL mit Wärmerückgewinnung störende Außengeräusche, weil Lufteinlässe in Fenstern oder Außenwänden überflüssig werden. Ihr Einbau ist jedoch komplexer und sie erfordert eine gute Wärmedämmung der Wohnung.

Thermodynamische KWL mit Wärmerückgewinnung

Seit der Veröffentlichung der neuesten Vorschriften zur Energieeffizienz von Wohngebäuden (RT 2012 in Frankreich) werden immer mehr Häuser mit einer thermodynamischen KWL mit WRG ausgestattet. Damit ist es möglich, einen günstigen Gebäude-Energieausweis anzustreben: für Hohe Energieeffizienz oder zumindest Niedrig-Energieverbrauch.

Der Frischlufteinlass ist individuell. Dies ermöglicht zum einen die korrekte Filterung der Luft und zum anderen die Kontrolle ihrer Temperatur. Immer häufiger wird eine thermodynamische KWL mit WRG mit einem geothermischen Gerät gekoppelt: Die Frischluft wird dabei in gewisser Entfernung vom Gebäude angesaugt und über ein unterirdisches Netz transportiert. So erfolgt ein Wärmeaustausch mit dem Erdreich, wobei die Luft im Winter vorgewärmt und im Sommer gekühlt wird. Sie kann mit einem Luftschacht oder einem Erdwärmetauscher realisiert werden.

Wie Sie sich vorstellen können, sind die Kosten einer solchen Anlage viel höher als die einer KWL ohne WRG. Sie erfordert auch eine gute Wärmedämmung des betreffenden Gebäudes und eine komplexere Installation. Angesichts der erzielbaren Einsparungen bei Heizung und/oder Klimatisierung bleibt eine KWL mit WRG jedoch eine gute, zuverlässige und effiziente Lösung.

KWL bei Verwendung von Gasheizkesseln oder Gasboilern

Diese KWL funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die KWL ohne WRG. Mit ihr wird nicht nur die verbrauchte Wohnraumluftausgeleitet, sondern durch das gleiche Kanalnetz auch die Verbrennungsprodukte eines Gasheizkessels oder eines Gasboilers.

Eine KWL bei Gasheizung hingegen erfordert Auslässe, die in der Lage sind, einen höheren Abluftdurchfluss zu gewährleisten, sowie eine Sicherheitsvorrichtung, damit der Kessel oder der Warmwasserbereiter bei einem Stillstand des Ventilators stoppt. Auch ist eine regelmäßige und professionelle Wartung unerlässlich.Aus Sicherheitsgründen und wegen des Heizkesselbetriebs ist der Abluftdurchfluss entsprechend hoch, was einen eher unwirtschaftlichen Heizbetrieb zur Folge hat. Bei einem Abluftproblem verbrennt das Gas im Heizkessel oder Boiler außerdem nur schlecht, was dann sehr gefährlich wird. Diese Art der KWL verschwindet nach und nach.

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KWL ohne WRG

Die dezentrale Zu- und Abluftanlage funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die KWL, jedoch ohne der Notwendigkeit der Installation von Kanälen. Die Wohnräume sind dabei mit Lufteinlässen ausgestattet, während die Feuchträume jeweils einen individuellen Luftauslass haben. Diese verschiedenen Module haben keine Verbindung zueinander.

Die verschiedenen Arten von Luftein- und Luftauslässen einer dezentralen Zu- und Abluftanlage

Es gibt zwei Arten von individuellen Ein- und Auslässen für dezentrale Zu- und Abluftanlagen, aber alle müssen im Durchfluss an das Volumen des Zimmers angepasst sein:

  • zum einen gibt es Geräte, bei denen beides gleichzeitig stattfindet: Die einzelnen Luftein- als auch Luftauslässe funktionieren ununterbrochen und erneuern die Raumluft auf effiziente Weise;
  • zum anderen die in Intervallen funktionierenden Geräte, bei denen es immer entweder eine Zu- oder eine Abluftphase gibt und die Sie je nach Bedarf ein- und ausschalten.

Vor- und Nachteile einer dezentralen Wohnraumlüftung

Eine dezentrale Wohnraumlüftung ist nicht nur weniger kostspielig, sondern auch schneller und einfacher zu installieren als eine zentrale Wohnraumlüftung, weil sie kein Netzwerk von Schläuchen und Kanälen braucht. Die Be- und Entlüftung wird genau auf jeden Raum und seine Luftfeuchtigkeit abgestimmt.

Zudem stellt sie eine Belüftungslösung mit niedrigem Energieverbrauch dar, weil die Ventilatoren auf Grund der kürzeren Abzugswege weniger Strom benötigen. Die dezentrale Wohnraumlüftung erfordert auch weniger Wartung und ist leiser als die zentrale Wohnraumlüftung.

Der Hauptnachteil einer dezentralen Wohnraumlüftung ist derselbe wie bei zentralen Wohnraumlüftung ohne WRG, d. h. die Unmöglichkeit, die Temperatur und Qualität der Zuluft zu regeln.

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Ein- und Auslässen

Die Installation einer KWL, welcher Art auch immer, ist der Schlüssel zu einem bautechnisch gesunden Gebäude ohne Feuchtigkeit, Schimmel oder wiederkehrende schlechte Gerüche. Deshalb sollten Sie eine KWL wählen, die jederzeit einen guten Luftaustausch gewährleistet. Dieser Austausch wird in m3/h (Kubikmeter pro Stunde) ausgedrückt und stellt das Hauptleistungsmerkmal einer Zentraleinheit dar.Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, finden Sie hier eine Übersichtstabelle, die Ihnen je nach Art der Wohnung und/oder des Gebäudes die Mindestdurchflussrate für jeden Raum angibt.

Art der Wohnung

Durchflussrate Küche

(in m3/h)

Durchflussrate Bad

(in m3/h)

Durchflussrate WC

(in m3/h)

1 Raum

75

15

15

2 Räume

90

15

15

3 Räume

105

30

15

4 Räume

120

30

30

5 Räume und mehr

135

30

30

Ein komplettes System, unabhängig von seiner Art, ist eine Gesamtheit von Elementen, die jeweils eine bestimmte Rolle und einen bestimmten Zweck haben. Neben der Zentraleinheit, die das Herzstück der Anlage bildet, besteht eine KWL aus folgenden Elementen.

Kanäle und Schläuche der KWL

Die Kanäle verbinden die Zentraleinheit mit den verschiedenen, in den Räumen verteilten Auslässen. Der Durchmesser der Kanäle ist daher ein wichtiger Parameter, den man berücksichtigen muss:

  • für eine Küche muss der Kanal bei einer Durchflussrate bis 100 m3/h einen Durchmesser von 125 mm haben und bei höherem Durchfluss einen Durchmesser von 150 mm;
  • für Bad und Toilette müssen die Kanäle einen Durchmesser von 80 mm haben.

Diese Kanäle können aus folgenden Materialien gefertigt sein:

  • Weich-PVC ohne Isolierung;
  • Gedämmtes Weich-PVC (mit Glaswolle umhüllt);
  • blankes Aluminium;
  • isoliertes Aluminium (mit Glaswolle beschichtet).

Die meisten Kanäle sind rund, aber für die Renovierung (wo der Platz oft begrenzt und der Durchgang von Kanälen schwierig ist) gibt es rechteckige Kanäle (auch Flachkanäle genannt). Es gibt auch Polyethylen-Rohre, die als starre Kanäle bezeichnet werden. Diese Kanäle werden verwendet, um verbrauchte Luft zum Dachauslass abzuführen oder um von einem Stockwerk zum anderen eines Gebäudes zu gelangen.

Luftauslass

Das Wichtigste ist, dass ein Luftauslass egal welcher Art, , die gleiche Weite hat wie der vorhandene Stutzen und Kanal, an den er angeschlossen wird. Für das Bad oder WC beträgt der Durchmesser 80 mm. Für die Küche sollen es jedoch 125 oder 150 mm sein. Achten Sie darauf, dass Sie einen Auslass mit dem Durchmesser wählen, der dem für Ihre Küche verwendeten Kanal entspricht. Vom Einbau eines Reduzierstücks ist abzuraten, da ein Wechsel des Durchmessers zwischen Kanal und Auslass die Luftströmung verändert und zu Lärm führen kann.

Um Ihre Auslässe richtig auszuwählen, beachten Sie die folgenden Eigenschaften:

  • Alle unsere Auslässe für KWL ansehen
  • die Art des Luftauslasses, entweder selbstregulierend oder feuchteabhängig;
  • den Anschlussdurchmesser;
  • den Nenndurchfluss und/oder Durchflussbereich;
  • Option für erweiterte Durchflussrate;
  • mögliche Bewegungserkennung.

Lufteinlassgitter für KWL ohne WRG

Sie sind Schlüsselelemente, weil durch diese Öffnungen frische Luft in die Wohnung gelangt. Die Lufteinlässe werden am häufigsten auf die Rahmen der Fensterflügel montiert (bei schlitzförmigen Einlässen). Die meisten von ihnen verfügen über ein Insektenschutzsystem und einen Abweiser auf der Außenseite, um das Eindringen von Wasser bei Regenwetter zu verhindern. Einige Marken bieten auch Schließklappen an. Denken Sie auch an den Außenlärm. Bei manchen Modellen können Sie zusätzlich zum Gitter eine Akustikabdeckung anbringen.

Um Ihre Wahl zu treffen, bedenken Sie Folgendes:

  • den Luftdurchfluss;
  • die Größe der Gitter (um sie in Ihre Fenster einzupassen);
  • die Optionen (Insektenschutz, Regenabweiser, Farbe, Akustik, etc.).

Anschlüsse, Stutzen und Reduzierstücke

Um eine KWL-Anlage zu verlegen, muss man mehrere Elemente miteinander verbinden und anschließen. Hierfür brauchen Sie, wie bei einer Sanitärinstallation, bestimmte Teile.

Die Anschlüsse

Dies sind die Elemente, welche die Kanäle mit den anderen Teilen verbinden. Sie entsprechen dem Durchmesser der Kanäle. In den meisten Fällen sind die Anschlüsse mit Gewinde versehen, so dass sie in die Kanäle (die gewellt sind) eingeschraubt werden können. Einige Anschlüsse haben eine Doppelfunktion, da sie einerseits an einen Kanal angeschlossen werden und andererseits den Anschluss eines Luftauslasses an eine Wand ermöglichen.

Die Stutzen

Im Gegensatz zu Anschlüssen werden Stutzen verwendet, um zwei beliebige Elemente (z. B. zwei Kanäle) miteinander zu verbinden. Es gibt sie in unterschiedlicher Länge und sie werden nicht geschraubt. Stutzten werden sehr häufig bei der Renovierung verwendet, da es oft notwendig ist, Änderungen an der Anlage, dem Installationsort der Auslässe usw. vorzunehmen.

Die Reduzierstücke

Wie der Name schon sagt, können mit Hilfe von Reduzierstückenzwei Elemente unterschiedlichen Durchmessers miteinander verbunden werden. Ihr Einbau ist jedoch für den Anschluss von Auslässen nicht empfehlenswert, da dies tendenziell zu einer leichten Geräuschentwicklung führen kann.

Dachauslass

Die verbrauchte Luft aus der Wohnung oder dem Gebäude wird über das Dach nach außen abgeführt. Deshalb muss ein Element installiert werden, an das der Fortluftkanal der Zentraleinheit angeschlossen werden kann und das durch das Dach führt und so die Luft entweichen lässt. Dieses Element wird als Dachauslass bezeichnet. Es besteht aus einem Anschluss zum Verbinden mit dem Fortluftkanal, einer Abdeckplatte und einer Regenglocke (oder einem Gitter). Diesen Auslass sollte man unter ästhetischen Gesichtspunkten auswählen, da er so unauffällig wie möglich sein muss.Der Einbau bleibt jedoch eine heikle Angelegenheit, da er in der Höhe und sehr gewissenhaft ausgeführt werden muss, um keine Wassereinbrüche oder Undichtigkeiten vom Dach her zu verursachen.

Schalldämpfer

Die in den Kanälen zirkulierende Luft kann störende Geräusche verursachen. Um dieses Problem zu beheben, gibt es verschiedene Elemente, welche den durch diese Luftzirkulation entstehenden Lärm begrenzen: die Schalldämpfer. Sie sind wie Stutzen ausgeführt, die aber eine Lärmschutzvorrichtung (mit Labyrinthen, Membranen, etc.) enthalten. Wählen Sie einfach die Schalldämmung, welche dem Durchmesser des zu schallisolierenden Kanals entspricht. Die Schalldämmung wird meist direkt hinter einem Luftauslass angebracht.

Verteilerbox

Meistens im Dachgeschoss oder zwischen den Etagen eines Gebäudes installiert und, wie der Name schon sagt, verteilen die Verteilerboxen einen Luftstrom. Ziel ist es, einen einzigen Kanal von der Zentraleinheit aus zu verlegen, aber entlang dessen mehrere Auslässe zu verteilen. Selbstverständlich muss die Anlage so dimensioniert sein, dass der Fortluftdurchfluss in jedem der Verteilerausgänge ausreichend ist. Solche Boxen werden häufig in großen KWL-Systemen, in Mehrfamilienhäusern oder mehrstöckigen Gebäuden eingesetzt.

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Dieter, technischer Leiter, Frankfurt, 116 Ratgeber

Dieter, technischer Leiter, Frankfurt

Zehn Jahre lang habe ich erst als Techniker, dann als technischer Leiter gearbeitet und war stets darum bemüht, den besten Wartungsservice zu liefern. Für die Dauer von acht Jahren habe ich viel über die Möglichkeiten und die Verwaltung in der Vergabe von Unteraufträgen gelernt. Heute kann ich meiner Karriere im Projektmanagement nachgehen und trotzdem als vielseitig ausgebildeter Fachmann arbeiten. Heimwerken? Ich liebe es! Gute Werkzeuge, präzises Arbeiten, Holz, Metall – da blühe auf. Und wenn es etwas nicht gibt, stelle ich es selbst her. Das Zimmer meiner Tochter ist der beste Beweis: Ihr Bett befindet sich unter ihrem Schreibtisch! Meine Familie und die Nachbarn kommen immer auf mich zu, wenn sie einen Rat benötigen. Meine Erfahrungen in der Hausrenovierung und mein Know-how aus den verschiedensten Bereichen der Baubranche dienen mir dabei, wenn es darum geht, Ihnen bei der Wahl der richtigen Werkzeuge zu helfen!

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